Heinz 55 | Mon Jun 08 14:06:31 CEST 2015 - Mon Jun 08 14:06:31 CEST 2015

Hallo Max,

Danke für ihren Beitrag heute 13:39

Falsche Denkweise von Ihnen.

Meine Erklärung:
Ich kaufe meine Ware nicht wegen Werbung, sondern was in meinen Geldbeutel befindet. Falls Sie bemerkt haben sollte " es wird meisten nur für teurer Produkte Werbung betrieben ".

Jetzt fangen Sie an, dass durch Werbung Arbeitsplätze dadurch geschaffen wird. Hmmmmm toll ihre Denkweise. Wie viel Arbeitslosen haben wir zur Zeit wirklich??

Harz IV Empfänger interessieren sich nicht nach Werbung, sondern kaufen sicherlich billigere Produkte oder gehen zum Tafel. Das war wohl in falsche Richtung von ihnen gedacht.

Richtig Warnhinweise und Werbeverbote können Alkoholsucht nicht ganz aus der Welt geschafft werden.

Richtig ist auch, man braucht strengere Jugendschutz bzw. wenn über 18 Jahre an minderjährigen Personen Alkohol gibt und erwischt werden sollte, dann muss die Regierung strengere Gesetze anordnen. Wenn die Eltern ihre Kindern Alkohol geben, müsste auch dagegen unternommen werden, aber viele sehen lieber weg, damit man nicht mit Nachbarn Streitigkeiten kommt.

Richtig ist, dass Tankstellen / Kiosk / Supermärkten oder anderswo Alterskontrollen durchgeführt werden müssen, damit minderjährigen Jugendlichen nicht an Alkohol herankommen. Werden diese Kontrollen nicht von Unternehmen / Firmen gemacht, wo dadurch erwischt werden, müsste Gesetzgeber dagegen steuern. Nur Nachteil ist, wenn jemand über 18 Jahre alt ist und für minderjährigen Jugendlichen Alkohol besorgen tut, das kann kein Unternehmen / Firmen wissen oder ahnen trotz Alterskontrollen.

Zum Schluss:
Wir beide diskutieren über das Thema und wir beiden werden immer wieder unterschiedlichen Meinungen sein. So mindestens gebe ich auch teilweise ihre Beiträgen Recht. Wir haben wegen Alkoholproblem nicht in eigenen Hand, sondern dass kann nur Gesetzgeber eventuell verringern. Ob " Werbung Verbot oder Kennzeichnung Pflicht für alkoholische Getränke " 100 % Alkoholproblem zu lösen ist, kann keiner von uns beiden wissen, aber kleiner Schritt in richtige Richtung wäre diese Petition, damit unsere Politikern zum nachdenken kommen könnten. Oder sind Sie andere Meinung.

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Der_Max | Mon Jun 08 13:39:26 CEST 2015 - Mon Jun 08 13:39:26 CEST 2015

Zitat: von Heinz 55

Zum Schluss:
Das Geld für Werbung könnte Industrie / Unternehmen einsparen dafür kann man eingespartes Geld anderweitig verwenden ( gilt für allen Bereichen von Produkten ). (...)



Genau diese Grundannahme ist falsch. Unsere Gesamtgesellschaft existiert nur daraus, dass jeder von uns weit mehr verbraucht, als er braucht. Selbst bei Hartz-IV geht es nicht um ein physisches, sondern ein soziokulturelles Existenzminimum. Wir sind darauf angewiesen, durch Wachstum unsere Arbeitsplätze zu erhalten (die Automatisierung würde sonst jedes Jahr rund 3% Arbeitsplätze vernichten) oder sogar deren Zahl zu vergrößern, sonst gehen bei uns tatsächlich "die Lichter aus".

Insofern schafft Werbung Bedürfnisse .... und damit Arbeitsplätze. Und auch die Werbung für Alkohol wirkt in diese Richtung - obwohl sie das Produkt selbst dabei verteuert.

Merke: die Alkoholabhängigen kaufen sich das Zeug nach dem Motto "egal, Hauptsache viel und billig", aber die Genusstrinker überlegen sich, was sie heute mal trinken möchten und lassen sich dabei auch von Werbung beeinflussen. Wenn ein Werbeverbot den Stoff verbilligen würde, wäre das genau der Weg in die falsche Richtung. Mit allen Auswirkungen bis in die Gastronomie und die Arbeitsplätz dort ...

Wenn es darum geht, die Alkohlsucht einzudämmen, sind die hier verlangten Warnhinweise und Werbeverbote definitiv der falsche Weg! Das funktioniert nicht über moralinsauere Verbieteritis (wie die Prohibition in USA eindrücklich bewiesen hat).

Wir brauchen strikten Jugendschutz - also auch die Bestrafung des großen Bruders, der dem jüngeren Geschwisterchen das Zeug besorgt und vor allem die obigatorische Alterskontrolle bei der Alkoholabgabe - nicht nur im Supermarkt, sondern auch an jedem Kiosk, an jeder Tankstelle und bei jedem Dorffest. Aber Werbeverbot und diesen Blödsinn, wonach Getränke mit einem minimalen Alkohilanteil von unter 0,5 % jetzt diskriminiert werden sollen, brauchen wir nicht, um den möglichen Gesundheitsschäden übermäßigen Alkoholgenusses beizukommen. Im Gegenteil, wäre das eher schädlich!

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Heinz 55 | Mon Jun 08 12:58:33 CEST 2015 - Mon Jun 08 12:58:33 CEST 2015

Zitat: von Der_Max
Der langen Rede kurzer Sinn:

wir werden nie erfahren, ob es das Werbeverbot war, das den Tabakkonsum Jugendlicher so deutlich reduziert hat. Aber sehr vieles spricht dafür, dass es viel stärker geholfen hat, dass man sich ohne Altersausweis auch am Automaten keine Zigaretten mehr ziehen kann - und dass das Werbeverbot völlig wirkungslos ist, weil es nicht die Frage des "ob", sondern nur des "was" beeinflusst.

Jedenfalls fehlt fpr die Grundannahme, dass die Leute "wegen der Werbung" eher bereit sind, sich zu betrinken, jeder Nachweis.

Wenn in den Kneipen und Clubs Rauchverbot besteht, wird eben dort nicht geraucht. Wenn viele Leute dort viel Zeit verbringen, wird auch weniger geraucht. Unabhängig von der Werbung. Aber wir beobachten im ganzen Land ein verbreitetes Kneipensterben. Die Gastronomie zieht sich aus der Fläche zurück, Dorfkneipen schließen reihenweise. Wenn das gewünscht ist, kann man gerne mit der Verbieteritis weiter machen ...

Genauso auch die jetzige Petition. Klar, man könnte die Werbung für Alkohol verbieten. Aber wozu?
Wenn doch die Werbung nicht darüber entscheidet, ob und wie viel ich trinke, sondern nur suggeriert, dass ich jetzt doch eher den Rum der Marke X, statt des Gin der Marke Y kaufe, trägt ein Werbeverbot rein gar nichts zur Alkoholprävention bei, sondern zeigt nur, wie zunehmend gängelnd der Staat ins tägliche Leben einzugreifen gewillt ist.

Am Ende derartiger Verbieteritis steht dann das Gegenteil des freien und aufgeklärten Bürgers, nämlich die menschliche Drohne, dem der Staat sagt, was er wollen darf und was nicht.



Ich versuche sehr kurz zu fassen:
Richtig ist, dass bis heute nicht nach gewiesen wurde ob bei Werbeverbot bzw. Rauchverbot deutlich reduziert hat, das würde mich auch interessieren ob bei Drogenbeauftragte der Regierung solche Statistiken für Öffentlichkeit zugänglich wäre.
Es kann schon richtig sein, Kneipen Sterben verbreitet werden könnte, da wäre ich auch gespannt ob da Statistik für die Öffentlichkeit zugängig wäre.
Diese Frage " Klar, man könnte die Werbung für Alkohol verbieten. Aber wozu? " ist berechtigt, da könnte Drogenbeauftragte der Regierung beantworten, weil " Werbeverbot bzw. Rauchverbot von der Regierung durch Gesetz eingeführt wurde ".

Zum Schluss:
Das Geld für Werbung könnte Industrie / Unternehmen einsparen dafür kann man eingespartes Geld anderweitig verwenden ( gilt für allen Bereichen von Produkten ). Ich glaube nicht, dass die Bürgern wegen Werbung mehr Alkohol kaufen.

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Der_Max | Mon Jun 08 12:18:13 CEST 2015 - Mon Jun 08 12:18:13 CEST 2015

Der langen Rede kurzer Sinn:

wir werden nie erfahren, ob es das Werbeverbot war, das den Tabakkonsum Jugendlicher so deutlich reduziert hat. Aber sehr vieles spricht dafür, dass es viel stärker geholfen hat, dass man sich ohne Altersausweis auch am Automaten keine Zigaretten mehr ziehen kann - und dass das Werbeverbot völlig wirkungslos ist, weil es nicht die Frage des "ob", sondern nur des "was" beeinflusst.

Jedenfalls fehlt fpr die Grundannahme, dass die Leute "wegen der Werbung" eher bereit sind, sich zu betrinken, jeder Nachweis.

Wenn in den Kneipen und Clubs Rauchverbot besteht, wird eben dort nicht geraucht. Wenn viele Leute dort viel Zeit verbringen, wird auch weniger geraucht. Unabhängig von der Werbung. Aber wir beobachten im ganzen Land ein verbreitetes Kneipensterben. Die Gastronomie zieht sich aus der Fläche zurück, Dorfkneipen schließen reihenweise. Wenn das gewünscht ist, kann man gerne mit der Verbieteritis weiter machen ...

Genauso auch die jetzige Petition. Klar, man könnte die Werbung für Alkohol verbieten. Aber wozu?
Wenn doch die Werbung nicht darüber entscheidet, ob und wie viel ich trinke, sondern nur suggeriert, dass ich jetzt doch eher den Rum der Marke X, statt des Gin der Marke Y kaufe, trägt ein Werbeverbot rein gar nichts zur Alkoholprävention bei, sondern zeigt nur, wie zunehmend gängelnd der Staat ins tägliche Leben einzugreifen gewillt ist.

Am Ende derartiger Verbieteritis steht dann das Gegenteil des freien und aufgeklärten Bürgers, nämlich die menschliche Drohne, dem der Staat sagt, was er wollen darf und was nicht.

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Heinz 55 | Mon Jun 08 11:18:27 CEST 2015 - Mon Jun 08 11:18:27 CEST 2015

Guten Morgen Max,

Danke für ihren ausführlichen Beitrag heute 10:33

Ich wollte Ihnen nur hinweisen, dass Mitglied Kaleuad Beitrag gestern 14:53 nicht aus dem Finger gezogen ist, denn Drogenbeauftragte Marlene Mortler (CSU) hat nur dies bestätigt, was Mitglied Kaleuad in seinen Beitrag beschrieben hat. Sie wissen was ich meine, man sollte sachlich bleiben.

Ihre Worte:
Die Funktion des/der Drogenbeauftragten ist mir sowieso ein Dorn im Auge und die Zahlen, mit denen die Statistiker um sich werfen, sind in diesem Zusammenhang reine Rechenmodelle ohne praktische Relevanz. Wenn, wovon wir ausgehen müssen, ziemlich genau 100% der Menschen sterben, bedeutet die Zuordnung eines Todesfalls zu einer Ursache nicht, dass sie anders länger oder besser gelebt hätten.

Meine Antwort:
Jeder weiß, dass man allgemein Statistiken verfälschen kann, darüber brauchen wir nicht diskutieren, aber Körnchen Wahrheit ist sicher vorhanden.

Ihre Worte:
Dieser Beitrag wurde vom Moderator gekürzt, da er offensichtlich unsachlich war. Bitte beachten Sie die Richtlinie.

Meine Antwort:
Es ist ihre Meinung. Ich kann keine Meinung über Frau Mortler äußern, da ich Sie nicht kenne.

Ihre Worte:
Insofern kann es auch bei Kindern und Jugendlichen nicht darum gehen, sie vor Werbung zu beschützen, sondern die Erziehung zu einem bewussten Umgang mit Werbung gehört zum Erwachsenwerden.

Meine Reaktion:
Sicher haben Sie recht, aber bei Tabakwerbung hat auch die Regierung abgeschafft, so mindestens in TV und Radio. Bei Kino ( nur abends ) sollte ja erlaubt sein laut Beitrag 06.06.2015 - 10:39 von Nutzer1094260. Also frage ich mich " Warum hat bei Tabak funktioniert ?? Warum sollte bei Alkohol nicht funktionieren ?? " Sicher gab es Begründung, dass die Regierung Werbung für Tabak durch Gesetz abgeschafft hat, wo sicher auch Begründung gäbe bei Alkohol Werbung abzuschaffen.

Ihre Worte:
Entscheidend ist, dass man der Triebhandlung, an die Werbung nun mal appelliert, nicht gleich Taten folgen lässt, sondern zwischendurch sein Bewusstsein einschaltet. Das müssen Kinder lernen - umfassend!!! Insofern kann Alkoholwerbung kein Problem sein, solange die Abgabe von Alkohol an Kinder und Jugendliche sowieso verboten ist.

Meine Reaktion:
Ich weiß, dass laut Gesetz " Abgabe von Alkohol an Kinder und Jugendlichen verboten sind " ( dieses Thema 52445 " Suchtgefahren - Verbot des Kaufs und Verzehrs von Alkohol für Jugendliche " wurde " Das Petitionsverfahren abzuschließen, weil dem Anliegen nicht entsprochen werden konnte. " entschieden, dass können Sie selbst nach verfolgen )

Es gibt Jugendschutzgesetz 16.04.2013, wo darin steht

Punkt 1: Die Abgabe von branntweinhaltigen Produkten (Spirituosen, auch: branntweinhaltige Mischgetränke) an Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren ist verboten. Auch deren Verzehr darf unter 18-Jährigen nicht erlaubt werden.

Punkt 2: Andere alkoholische Produkte (Bier, Wein, Sekt, auch: Mischgetränke) darf an Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren nicht abgegeben werden beziehungsweise deren Verzehr durch unter 16-Jährige nicht gestattet werden.

Quelle: bmfsfj

Bei Punkt 2:Hätte unter 18 Jahre geändert werden müssen von unsere Regierung.

Vielleicht verstehen Sie diese Petition " Verbraucherschutz - Werbeverbot und Kennzeichnungspflicht für alkoholische Getränke " besser, was der Petent dadurch erreichen möchte.

Kleiner Anmerkung meiner Seite:
Eltern sollte positiven Einfluss zu ihrer Kinder haben.
Das heißt: Eltern sollten vor ihren Kindern keinen Alkohol trinken egal wo man sich befindet. Eltern sollten auch hinweisen, dass man süchtig und krank werden kann.


Zum Schluss:
Ich habe diese Petition vor einigen Tagen mitgezeichnet, weil ich der gleiche Meinung bin wie der Petent. Petent hat " nicht Alkoholverbot " als Begründung beschrieben, sondern nur " Werbeverbot / Kennzeichnung Pflicht "

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Guido Muenster | Mon Jun 08 11:04:44 CEST 2015 - Mon Jun 08 11:04:44 CEST 2015

Und da ist es schon wieder, der Der_Max. Wenn Sie den Sinn und Zweck einer solchen Plattform nur missbrauchen wollen um den eigenen Frust zu verarbeiten? wäre das schon sinnlos vertane Zeit.
Ich entferne die destruktiven Beiträge nur aus dem Grund nicht, dass diese anderen interessierten belegen was für ignorante Menschen sich auf dieser sinnvollen Plattform rum treiben.

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Der_Max | Mon Jun 08 10:33:18 CEST 2015 - Mon Jun 08 10:33:18 CEST 2015

Zitat: von Heinz 55

Dies habe ich extra für Sie gefunden:

Reaktion auf Drogenbericht der Bundesregierung
Bätzing-Lichtenthäler besorgt über Alkoholsucht
Laut dem Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung, den die Drogenbeauftragte Marlene Mortler (CSU) am Donnerstag vorgestellt hat, sterben mindestens 74.000 Menschen pro Jahr an den Folgen von Alkoholmissbrauch. (...)



Die Funktion des/der Drogenbeauftragten ist mir sowieso ein Dorn im Auge und die Zahlen, mit denen die Statistiker um sich werfen, sind in diesem Zusammenhang reine Rechenmodelle ohne praktische Relevanz. Wenn, wovon wir ausgehen müssen, ziemlich genau 100% der Menschen sterben, bedeutet die Zuordnung eines Todesfalls zu einer Ursache nicht, dass sie anders länger oder besser gelebt hätten.

Dieser Beitrag wurde vom Moderator gekürzt, da er offensichtlich unsachlich war. Bitte beachten Sie die Richtlinie.

Ich verwahre mich gegen die Verteufelung vom Werbung. Werbung ist nämlich integraler Bestandteil des Lebens, das appelieren an Triebe (und Süchte) gehört zur Natur. Das fängt schon bei den Pflanzen an, die sich für die Bienen herausputzen und setzt sich nahtlos fort bis zum Menschen: für das, was einige Leute tun, um sich für den Partner interessant zu machen, kämen Gebrauchtwagenhändler ins Gefängnis.

Insofern kann es auch bei Kindern und Jugendlichen nicht darum gehen, sie vor Werbung zu beschützen, sondern die Erziehung zu einem bewussten Umgang mit Werbung gehört zum Erwachsenwerden.

Entscheidend ist, dass man der Triebhandlung, an die Werbung nun mal appelliert, nicht gleich Taten folgen lässt, sondern zwischendurch sein Bewusstsein einschaltet. Das müssen Kinder lernen - umfassend!!! Insofern kann Alkoholwerbung kein Problem sein, solange die Abgabe von Alkohol an Kinder und Jugendliche sowieso verboten ist.

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Der_Max | Mon Jun 08 09:27:56 CEST 2015 - Mon Jun 08 09:27:56 CEST 2015

EU halt ... Papiertiger!

Wir werden das Thema "Werbung für Alkohol" strikt vom Thema "Verfügbarkeit von alkoholischen Getränken bei Kindern und Jugendlichen" abgetrennt behandeln müssen!

Wenn 13- oder 14-jährige das Koma-Saufen betreiben, muss man sich nicht die Frage stellen, ob die Werbung daran schuld ist, sondern wer es zugelassen hat, dass die Kids den Alkohol in die Finger bekommen haben. Das ist "Gewerblichen" schon heute strikt untersagt. Allenfalls die Erziehungsberechtigten könnten, im Rahmen ihrer Aufsichtspflicht, zulassen, dass unter 16 überhaupt Alkohol erhalten oder unter 18.jährige Branntwein konsumieren.

Das Bild, wonach jemand an seinem 16. Geburtstag an der Ladentür kratzt, bis er sich mit genügend Stoff eingedeckt hat, um sich erstmals sinnlos zu besaufen - OBWOHL ER BISHER KEINERLEI ERFAHRUNGEN MIT ALKOHOL HATTE - entbehrt jeder vernünftigen Grundlage.

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Guido Muenster | Mon Jun 08 09:18:48 CEST 2015 - Mon Jun 08 09:18:48 CEST 2015

http://europa.eu/legislation_summaries/public_health/health_determinants_lifestyle/c11564b_de.htm

Die Kommission strebt an, die Kohärenz zwischen allen Bereichen der Gemeinschaftspolitik zu verbessern, die sich auf die Maßnahmen zur Bekämpfung des übermäßigen Alkoholkonsums auswirken können. So beabsichtigt die Kommission, bis Juni 2007 ein Forum „Alkohol und Gesundheit" einzurichten, das Sachverständige einschlägiger Organisationen, Vertreter der Mitgliedstaaten und der europäischen Institutionen zusammenführen wird. Das Forum wird die Durchführung der europäischen Alkoholstrategie unterstützen.

Die Kommission wird mit den Beteiligten zusammenarbeiten, um ein verantwortungsvolles Marketing für alkoholische Getränke zu fördern, insbesondere im Bereich der Werbung. Diese Zusammenarbeit zielt außerdem darauf ab, zwischen den Vertretern der betreffenden Branchen (Gaststättengewerbe, Hersteller, Medien, Werbung usw.) einen Verhaltenskodex für die Werbung zu vereinbaren, der auf einzelstaatlicher und gemeinschaftlicher Ebene angewendet wird. Darüber hinaus wird die Kommission die Werbepraxis und die Auswirkungen der Selbstregulierung auf den Alkoholkonsum Jugendlicher sowie die Einhaltung des Kodex durch die Unternehmen regelmäßig prüfen.

Hintergrund

Der Alkoholmissbrauch stellt ein Problem der öffentlichen Gesundheit in der Gemeinschaft dar. Er ist für schätzungsweise 7,4 % der gesundheitlichen Störungen und der vorzeitigen Todesfälle in der EU verantwortlich. Jugendliche sind in besonderem Maße betroffen: in der Altersgruppe der 15- bis 29-Jährigen sind 10 % der Todesfälle bei Mädchen auf Alkoholmissbrauch zurückzuführen, bei Jungen sind es sogar 25 %. Alkoholmissbrauch bei Jugendlichen breitet sich in den Mitgliedstaaten immer mehr aus, vor allem durch Modeerscheinungen wie das „Rauschtrinken" (in der Jugendsprache „Koma-Saufen" genannte Alkoholexzesse). Hinzu kommen jährlich 10 000 Straßenverkehrsunfälle, die alkoholbedingt sind.

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Guido Muenster | Mon Jun 08 09:06:49 CEST 2015 - Mon Jun 08 09:06:49 CEST 2015

Das zum Thema Fußball und Alkoholwerbung:

Alkoholwerbung in Deutschland weiterhin erlaubt
Alkoholwerbung ist im deutschen Fußball weiterhin erlaubt. Dies teilte Sabine Bätzing, Drogenbeauftragte der Bundesregierung, dem DFB, der DFL und dem DOSB schriftlich mit.
Im deutschen Fußball wird es kein generelles Werbeverbot für Alkohol geben. Dies hat die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Sabine Bätzing, dem Deutschen Fußball-Bund (DFB), der Deutschen Fußball Liga (DFL) und dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) schriftlich mitgeteilt.
Demnach sei kein Verbot des Sportsponsorings durch Alkoholhersteller über bereits existierende Regeln hinaus geplant. Auch eine Beschränkungen der Bandenwerbung sei nicht mehr vorgesehen.
Verlust von 300 Millionen Euro abgewendet
DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach begrüßte auch im Namen der DFL diese Entscheidung: "Frau Bätzing hat uns das so mitgeteilt. Wenn das, was sie uns am 16. Oktober in einem Brief bestätigt hat, eingehalten wird, ist das Thema vom Tisch."
Bätzing hatte ursprünglich geplant, jegliche Sponsoringmaßnahmen für Alkoholika "zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Alkoholmissbrauch" zu verbieten.
DFB und DFL hatten sich daraufhin zweimal mit Bätzing getroffen, um ein generelles Werbeverbot zu verhindern. Bei einem generellen Werbeverbot für Alkoholika wären der Sportsponsoringbranche nach seriösen Schätzungen rund 300 Millionen Euro pro Jahr verloren gegangen.
Die Spitzenfunktionäre des deutschen Sports zieht es derzeit häufig nach Berlin. Am 18. August weilten DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach, der DFL-Vorsitzende Christian Seifert sowie Vertreter des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) in der Hauptstadt. Am 15. September zieht es dann erneut Vertreter der führenden Sportverbände von Frankfurt ins Regierungsviertel. Auf dem Terminkalender steht erneut ein Treffen mit Sabine Bätzing (SPD), der Drogenbeauftragten der Bundesregierung.
DDP
Bundesligaspieler: Feucht-fröhliche Angelegenheit
Für den deutschen Sport geht es dabei um sehr viel. Das Gesundheitsministerium entscheidet in den kommenden Monaten über ein "Nationales Programm zur Alkoholprävention", was zu einem Beben in der deutschen Alkoholindustrie und der Sponsoringbranche führen könnte.
Denn in den im Sommer veröffentlichten Empfehlungen des Drogen- und Suchtrates an Bätzing wird ein weitreichendes Werbe- und Sponsoringverbot gefordert. In dem Dokument heißt es unter anderem: "Werbeverbote sollen sich zunächst auf bestimmte Arten von Werbung (zum Beispiel Sponsoring im Sportbereich, Werbung in Verbindungen mit Sportsendungen im Fernsehen und im Internet), auf festgelegte Orte (zum Beispiel in Fußballstadien und anderen Sportstätten) und auf bestimmte Zeiten (keine Werbung für Alkohol im Fernsehen und Kino vor 20 Uhr) beschränken."
Auf längere Sicht sollten Alkoholwerbung ganz verbannt und Sponsoringmaßnahmen der Alkoholindustrie vollkommen unterbunden werden, so die Forderungen des Drogen- und Suchtrates. Ob das Gesundheitsministerium in seinem Strategiepapier so weit geht, ist offen. Bätzings Aussagen lassen viel Raum für Interpretationen. Der "Sport Bild" sagte die 33-Jährige zwar, dass es ihr "nicht um ein generelles Sponsoring-Verbot geht".
Bätzing betonte hingegen immer wieder, dass sie sich insbesondere für den Schutz von Kindern und Jugendlichen vor dem Einfluss von Alkoholwerbung einsetzen will. Gegenüber den Vertretern von DFB, DFL und DOSB forderte Bätzing, dass Trikots in Kindergrößen nur noch ohne Aufdruck des möglichen Biersponsors angeboten werden sollen. Die Verbände sicherten ihr hier sowie zu anderen Punkten der Alkoholprävention volle Unterstützung zu.
Bätzing geht aber mit ihren Forderungen noch weiter und verlangt, "dass Familien mit Kindern vor 20 Uhr Sportsendungen genießen können, ohne ständig mit Alkoholwerbung konfrontiert zu werden". Dies würde wohl bedeuten, dass Bandenwerbung von Brauereien aus den Stadien verschwinden müsste und Krombacher & Co. nicht mehr in der Sportschau werben dürften.
Wenn es soweit kommt, dürfte dies die Sponsoringbranche erschüttern. Nach Schätzungen des Fachverbandes für Sponsoring investieren die Alkoholhersteller derzeit jährlich über 300 Millionen Euro in den Sport. Auch wenn diese Summe zu hoch gegriffen scheint, ist unbestritten, wie wichtig gerade die Bierbranche für den hiesigen Sport ist.
In der Tat gibt es wohl kaum einen Verein oder Verband, der nicht aus der Brauereilandschaft unterstützt wird. Hinzu kommen noch Werbespotbuchungen und TV-Presentings in dreistelliger Millionenhöhe, die für viele Privatsender den Erwerb von Sportrechten häufig erst möglich machen.
Ein Blick in andere EU-Länder wie Frankreich, Polen und Schweden zeigt allerdings, dass ein Alkoholwerbeverbot durchaus Wirklichkeit werden kann. Eine europaweit einheitliche Regelung zeichnet sich in dieser Frage bislang indes noch nicht ab. So gibt es zwar ein Strategiepapier der EU-Gesundheitskommission zur Verringerung alkoholbedingter Schäden.
In diesem werden aber lediglich einige Empfehlungen gegeben. Zudem wird betont, dass die Gesetze zum Thema Alkoholwerbung von den jeweiligen EU-Mitgliedsstaaten selbst erlassen werden sollen. Allerdings sollte der Einfluss Brüssels auch hier nicht unterschätzt werden, wie schon der Erlass des EU-weiten Tabakwerbeverbots aus dem Jahr 2005 gezeigt hat.
Karl-Heinz Rummenigge, Vorstandsvorsitzender des FC Bayern München, geht ein mögliches Alkoholwerbeverbot gehörig gegen den Strich. "Wenn ich mir Italien, Spanien, England oder Russland angucke, dann tut die Politik dort alles, um die Clubs zu stärken. In Deutschland wird der Eindruck vermittelt, dass die Politik alles tut, um die Vereine zu schwächen. Irgendwann muss mal basta sein mit diesen Dingen."

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