Zitat: von UweSi
Ist ein anderes Thema! Vielleicht würde es als Anfang schon reichen, die gesetzliche Rente zu pushen (die private Vorsorge bringt - momentan - aus bekannten Gründen 'z.B. quasi ZinsVERZICHT' - NICHTS) statt sie "tot" zu reden. Was jedoch u.a. voraussetzt, dass auch der Lobbyismus (Banken/Versicherungen) beschnitten werden muss! (Möglichkeiten pro "Bezahlen" der Gesetzlichen gäbe es genug - bloß hat das mit dieser Petition nicht ausschließlich etwas zu tun sondern auch mit Agenden, Willen, Wollen usw. usf.)
Gruß
Was wollen Sie da "pushen" bei der Gesetzlichen Rente? Das ist keine "Versicherung", und schon gar nicht kapitalbasiert, sondern ein reines Umlagesystem. Was heute reinkommt, geht morgen wieder raus.
Wenn man mal unter "Gesetzliche Rentenversicherung (Deutschland)" bei Wiki nachschlägt, dann stellt sich heraus, dass (Stand 2010) die laufenden Einnahmen aus den Beiträgen der "Versicherten" nicht mal ausreichen, die aktuellen Rentenausgaben zu decken. Ohne 18% Bundeszuschüsse geht es jetzt schon nicht. Und da die Anzahl der Einzahler auf absehbare Zeit nicht signifikant größer wird (im Gegensatz zu Beziehern von Renten), bzw. nicht mit der Zahl der Rentner mithalten wird, ist ein "pushen" der gesetzlichen Rente zwar gut gemeint, aber systembedingt sinnlos.
Und wenn man der gesetzlichen Rente ein kapitalbasiertes Bein geben sollte, dann ist Vater Staat plötzlich auch in der Rolle der ganzen privaten Rentenanbieter. Und wir wissen ja, wie gut Vater Staat mit Geld umgehen kann. Da würde man den Teufel mit einem noch viel größeren (weil konkurrenzlosen) Beelzebub austreiben.
Zitat: von --
... ist ja alles gut und schön, aber wer soll es bezahlen?
......
Ist ein anderes Thema! Vielleicht würde es als Anfang schon reichen, die gesetzliche Rente zu pushen (die private Vorsorge bringt - momentan - aus bekannten Gründen 'z.B. quasi ZinsVERZICHT' - NICHTS) statt sie "tot" zu reden. Was jedoch u.a. voraussetzt, dass auch der Lobbyismus (Banken/Versicherungen) beschnitten werden muss! (Möglichkeiten pro "Bezahlen" der Gesetzlichen gäbe es genug - bloß hat das mit dieser Petition nicht ausschließlich etwas zu tun sondern auch mit Agenden, Willen, Wollen usw. usf.)
Gruß
Zitat: von Der_Max
Ich mag diese Lamentiererei über die angeblich so hohen Beamtenpensionen nicht mehr hören - einfach, weil der Vergleich hinkt.
Betrachtet man den Staat als "Großunternehmen", dann hätte das sicherlich auch seine Betriebsrente. Vergleich man die üblichen Betriebsrenten bei Industrieunternehmen, Banken und Versicherungen mit der Gesamtversorgung unserer Beamten, ist das Bild mit den 71,25% nicht mehr überzogen - weil ja die Beamtenbezüge selbst im Vergleich zur Industrie mickrig sind. Für den Gegenwert von A14/A15 bekommt man in der freien Wirtschaft keine "Vollakademiker". Und bei den Beamten gibt es nicht die kleinen Zuckerli aufs Gehalt, die in der freien Wirtschaft üblich sind (Dienstwagen & Co).
Zitat: von Der_Max
Also - gönnen wir den Beamten mal ihre Privilegien, die sind so dolle nicht (wenn sie ihre Arbeit ordentlich machen, was oft nicht der Fall ist).
Zitat: von Der_Max
Entscheidend ist doch, dass die Beamtenversorgung eben auch die Frühpensionierung für bestimmte Verwendungen einpreist. Ich will auch keine 66 3/4-jährigen Polizeibeamten, die hinter Verbrechern herjagen!
Zitat: von Der_Max
Und so wäre es auch wichtig, dass die Wirtschaftsbereiche, in denen erschwerte Arbeitsbedingungen herrschen, für sich selbst etwas tun, um früheren Renteneintritt möglich zu machen. Für genau so etwas wurde die Tarifautonomie gemacht. Aber die doofen Arbeitnehmer rufen halt leiber "hilf mir Staat", statt selbst in die Gewerkschaft zu gehen und auch mal zu streiken. Und dann geschieht es ihnen sogar Recht ....
Tja, den Gewerkschaften geht es halt da wie vielen anderen Massenorganisationen, sie werden groß, unbeweglich, und irgendwann soll sich die Welt gefälligst an die eigenen Bedürfnisse und Wünsche anpassen, anstatt dass man den Wandel mitgestaltet. Man verschläft die Notwendigkeit, relevant zu bleiben und junge Mitglieder anzuziehen, weil das vermeintlich den Interessen der Bestandsmitglieder entgegenläuft - am Ende schauen alle in die Röhre (eines der schönsten Beispiele ist ja die Sache mit den Heizern auf Diesel- und E-Loks bei den britischen Eisenbahnen seinerzeit). Und irgendwann schlägt dann zusätzlich auch noch das eiserne Gesetz der Bürokratie zu.
... ist ja alles gut und schön, aber wer soll es bezahlen?
Das deutsche Rentensystem hatt ja schon von Anfang an die bekannten Webfehler, weil Konrad A. nach einer billigen Wiederwahl gesucht hatte. Die diversen Griffe in die Sozialkassen seither haben die damit verbundenen Probleme nur beschleunigt.
Zitat: von --
... na, gut, dass es bei diesen ganzen Rentendiskussionen auch noch Pensionäre gibt, die sich über jede Rentendiskussion freuen, weil es von deren kostspieliger Versorgung ablenkt. Fangen wir doch nach über 65 Jahren BRD endlich mal damit an, das Pensionssystem auf die gleiche Grundlage zu stellen wie das Rentensystem. ....
Warum die Beamten auch noch in Altersarmut schicken? Lieber dafür sorgen, dass die sog. "Rentenreformen" rückgängig gemacht werden, dass die Renten eben nicht in absehbarer Zeit bis auf rd. 40% gekürzt werden. Mir ist es persönlich lieber, wenn ALLE ihr Auskommen mit den Einkommen im Alter haben ..... Aber - wie gesagt - das setzt weitere Petitionen voraus, die sich - wieder einmal - diesem speziellen Thema widmen!
Gruß
Ich mag diese Lamentiererei über die angeblich so hohen Beamtenpensionen nicht mehr hören - einfach, weil der Vergleich hinkt.
Betrachtet man den Staat als "Großunternehmen", dann hätte das sicherlich auch seine Betriebsrente. Vergleich man die üblichen Betriebsrenten bei Industrieunternehmen, Banken und Versicherungen mit der Gesamtversorgung unserer Beamten, ist das Bild mit den 71,25% nicht mehr überzogen - weil ja die Beamtenbezüge selbst im Vergleich zur Industrie mickrig sind. Für den Gegenwert von A14/A15 bekommt man in der freien Wirtschaft keine "Vollakademiker". Und bei den Beamten gibt es nicht die kleinen Zuckerli aufs Gehalt, die in der freien Wirtschaft üblich sind (Dienstwagen & Co).
Also - gönnen wir den Beamten mal ihre Privilegien, die sind so dolle nicht (wenn sie ihre Arbeit ordentlich machen, was oft nicht der Fall ist).
Entscheidend ist doch, dass die Beamtenversorgung eben auch die Frühpensionierung für bestimmte Verwendungen einpreist. Ich will auch keine 66 3/4-jährigen Polizeibeamten, die hinter Verbrechern herjagen!
Und so wäre es auch wichtig, dass die Wirtschaftsbereiche, in denen erschwerte Arbeitsbedingungen herrschen, für sich selbst etwas tun, um früheren Renteneintritt möglich zu machen. Für genau so etwas wurde die Tarifautonomie gemacht. Aber die doofen Arbeitnehmer rufen halt leiber "hilf mir Staat", statt selbst in die Gewerkschaft zu gehen und auch mal zu streiken. Und dann geschieht es ihnen sogar Recht ....
... na, gut, dass es bei diesen ganzen Rentendiskussionen auch noch Pensionäre gibt, die sich über jede Rentendiskussion freuen, weil es von deren kostspieliger Versorgung ablenkt. Fangen wir doch nach über 65 Jahren BRD endlich mal damit an, das Pensionssystem auf die gleiche Grundlage zu stellen wie das Rentensystem. Und die Leute, die am System vorbei privat vorsorgen dürfen, oder über berufsständische Kassen, können wir auch gleich mit dazunehmen.
Sorry, das Rentensystem hat schon Konrad A. verbockt, um billig wiedergewählt zu werden. Und auch vor der sozialkassenfinanzierten Wiedervereinigung kohlscher Prägung war die Rente nie so sicher, wie es sein Norbert vorher immer so fest behauptet hat. Das und die weiteren Griffe in die Kassen hat das nur beschleunigt.
Zitat: von rupert1159
................Jeder weiss bei der Berufswahl, worauf er sich einlässt...........
Dabei gilt zu bedenken, dass schon heute niemand bis 67 arbeitet:Die Grenzverschiebung ist
und war gedacht zur Reduzierung der Rentenhöhe !Also faktisch eine Rentenkürzung.
Kleiner Widerspruch:
Was machen wir denn, wenn alle bei ihrer Berufswahl auf ihren Beruf "verzichten", der sie mit Mitte 50 oder 60 körperlich kaputt macht? Wer soll die Arbeit dann leisten? Selbst die zur Zeit geltende Ausnahmeregelung (45 Beitragsjahre - ab 63 + zusätzliche Monate je nach Lebensalter) ist im Grunde eine "Mogelpackung"! Wer in "krankmachenden" Berufen erreicht diese Vorgaben? (trotzdem ist dieses bisschen "zurück zum Sozialen" wenigstens etwas!)
Tja und die "Rentenkürzung" wurde noch ZUSÄTZLICH zur längeren Lebensarbeitszeit eingeführt!
Recht haben Sie damit, dass unser Rentenrecht wieder für Alle gleich zu gelten haben muss. Dann allerdings auf der Basis vor den sog. "Reformen", um allein die Überlebensmöglichkeiten der Rentner und Rentnerinnen zu verbessern! Jeder redet von der bereits bestehenden/zu erwartenden Altersarmut - aber niemand unternimmt etwas dagegen. Aber das wären neue Petitionen (die schon zig mal leider erfolglos eingestellt wurden).
Gruß
Sie machen es sich es zu leicht mit Ihrer Äußerung "jeder weiß was auf ihn zukommt".
Natürlich wußte z.B. ich, dass die Arbeit in der Nacht auf mich zukommt- aber nicht dass ich derartig ausgebeutet wurde. Als Kinderkrankenschwester "durfte" ich zunächst mal ab meinem 17. Lebensjahr 10 Stunden pro Nacht- an 14 Tagen ohne einen Tag frei dazwischen arbeiten- also in zwei Wochen 140 Stunden! Am Nachmittag mußten sie natürlich am Unterricht teilnehmen von 14 Uhr bis gegen 16:30 Uhr.
Diese zweimal 14 Nächte, (also insgesamt 280 Stunden in vier Wochen) welche jede Schülerin (!) zu leisten hatte wurde dabei nicht einmal mit einem Lohnzuschlag bezahlt (Aussage: "es gehört zur Ausbildung") Gesetzlich war es jedem Mann im Bergbau verboten unter 18 Jahren Nachts zu arbeiten- als Frau mußte man das sogar ab 17 Jahren im Krankenhaus- und das eben ohne jeglichen Nachtzuschlag.
Die gesundheitlichen Probleme sind extreme Schlafstörungen, Konzentrationsstörungen, Müdigkeit und Abgeschlagenheit am Tag (durch Schlafentzug), keine Teilnahme mehr am sozialen Leben, Verlust der Lebensqualität.
Aber Rücksicht nimmt weder der Arzt darauf, welcher sie um 8 Uhr in die Praxis einbestellt- obwohl sie erst um 4 Uhr eingeschlafen sind und erst recht nicht der ständig klingelnde Postbote, der sie um 8 Uhr aus dem Bett klingelt um ein Paket für den Nachbarn abzugeben usw. Niemand begreift, dass ein Mensch eine andere innere Uhr entwickelt hat und wird höchstens noch als Langschläfer belächelt.
Morgenmenschen die nie in ihrem Leben über mehrere Jahre in der Nacht arbeiten mußten an 10 Stunden pro Nacht, können das überhaupt nicht nachvollziehen.
Bis 67 wird niemand von diesen Menschen arbeiten können, da diese vorher körperlich zusammenbrechen.
Ich sehe sehr wohl einen Sinn darin- Menschen die entgegen ihrem natürlichen Rhythmus in der Nacht arbeiten müssen statt zu schlafen- einen Ausgleich dafür zu gewähren, dass man diese eben früher berentet. Die Rente für solche Menschen wäre mit 63 Jahren anzusetzen.
Zitat: von rupert1159
Also: entweder Rente mit 67,dann bitte für alle,oder wieder 65 wie früher, dann auch für alle.
Jeder weiss bei der Berufswahl, worauf er sich einlässt.
Nur die Wenigsten wissen das, zumal sich die Berufe selbst auch im Bereich des Berufslebens verändern. Und die freie Berufswahl ist doch nur ein grundrechtlicher Anspruch, die Realität sieht meist anders aus.
Wir haben seit jeher Ausnahmen im Rentenzugangsalter: Schwerbehinderte, Bergleute, Polizisten, Piloten, ... Aber da sind die Arbeitgeber in der Pflicht, die Leute so zu versorgen, dass die Zet bis zum GRV-Rentenzugang angemessen überbrückt wird.