doppelt
Man könnte mit Natopartnern zusammen Kampfmittelübungen bzw. Tests beenden , wobei Natopartner Frankreich z.B eine art Anrecht auf das getestete Übungs_Material z.B hat . Denn würde man diesen Art Anspruch ohne Truppen verwehren , würde man einen Natopartner nicht helfen was weitere negative Folgen hätte . D.h wenn Deutschland jegliche Einsatztruppen aus Kriegsgebieten zurückzieht , die Übungsergebnisse z.B zurücklässt , die ja Frankreich mitgehören , Deutschland nicht am Krieg beteidigt ist . Die Auftanktests der deutschen Luftwaffe vor kurzem über Syrien ist damit sogleich auch möglicherweise eine weiterleitende Variable dazu....................
Aber eben halt nur "fast" ... ;-) ... andererseits war das Reisen in bestimmte Länder der damals sogenannten freien Welt deutlich einfacher wie heute. Wenn man heute jenseits des Teichs in der "Immigarion Hall" in der Schlange steht kommt ein gewisses Dja-Vu auf zu Reisen gen Osten seinerzeit ...
Das mit dem Festnehmen der Kommandostruktur ist ja gut und schön, aber bei mir kommt gerade ein Kopfkino auf. Kaum hat das KSK den Herrn Al-Baghdadi in Köln-Wahn aus der A400M gezerrt und will ihn gerade in die CRJ nach Rotterdam verfachten, schreit er laut "Asyl, Asyl, isch beantrach konkret Asyl" ... und dann dauert es womöglich erst mal ein paar Jahre, bis die Reise weitergeht ...
Das mit der Nostalgie in die Zeiten des Kalten Kriegs kann ich nachempfinden, auch wenn ich das nicht teile. Aber da war die Welt viel einfacher, weil die Stellvertreterkriegsschauplätze weit genug weg waren (Angola, Jemen, ...). Die Welt ist einfach "kleiner geworden". Wir müssen nur noch irgendwie intellektuell verdauen, dass es heute von Baghdad nach Frankfurt schneller geht als von Delmenhorst nach Halle.
Aber ich glaube schon, dass eine Armee, in einem Radius von 1.000 km von ihrem Stützpunkt (der auch auf NATO-Territorium sein kann) binnen 1 Woche zu einer zeitlich beschränkten Kommandoaktion fähig ist, bei der asymmetrischen Kriegsführung wirksames Drohpotenzial entgegensetzt. Wenn man von der Türkei aus die Kommandostrukturen des Daesh nicht plattbomben, sondern womöglich durch Festnahme zerstören kann, ist viel bewirkt. Genauso, wie die SEK-s der Polizei völlig anders ausgestattet sind als Schutz- und Kriminalpolizei braucht es dazu gewisse Teile mit einer ganz besonderen Ausstattung.
Mein Traum wäre, Leute wie Al-Baghdadi vor dem internationalen Gerichtshof zu sehen. Eine Jubelmeldung wie bei Bin Laden, nach dem Motto "der böse, böse Wolf ist tot" reicht mir nicht aus.
Zu den Fähigkeiten der Bundeswehr und der Rolle der Diplomatie kann man eigentlich nur immer wieder die Römer zitieren ("wenn Du den Frieden willst, dann sei bereit für den Krieg") und Teddy Roosevelt ("Speak softly and carry a big stick").
Wenn die Dimplomaten nur Worte im Gepäck haben, dann habe sie eine ziemlich schlechte Verhandlungsposition. Wenn die Diplomaten nur Worte und Geld im Gepäck haben, dann nennt man den darauf folgenden Austausch in der Regel "Tribut" (ein anderes Wort für Verlieren - und lange vorgehalten haben Tributzahlungen in der Regel auch nie - am Ende mussten die Zahler dann doch kämpfen, oder untergehen).
Das Problem mit dem Einsatz von Streitkräften ist:
Nein, Diplomatie bedeutet nun mal, dass jeder mit jedem redet, nicht nur mit Freunden. Das beinhaltet auch Koalitionen in Teilbereichen, obwohl man an anderen Stellen völlig über Kreuz liegt. Hierin liegt ja auch der Sinn der UN, durch sie soll verhindert werden, dass der Gesprächsfaden völlig abreißt.
Aber inwieweit ist Diplomatie mit Staaten möglich, die nicht mehr über die territoriale Kontrolle über ihr Staatsgebiet haben? Inwieweit kann Diplomatie mit "Nicht-Staaten" Ziel führend sein?
Wir werden also vom Gedanken abkommen müssen, dass sich der Sicherheitsauftrag der Bundeswehr nur gegen Armeen - also die Streitkräfte anderer Staaten - richtet, sondern sie auch eine "Außenpolizei" zu werden hat (weil der Wirkungsbereich der Polizei aufs Inland beschräkt ist). Wenn ein Land seine Verpflichtungen zur inneren Sicherheit nicht mehr aufrecht erhalten kann, schicken wir eben unsere "Auslandspolizei", um dort wieder geordnete Verhältnisse zu ermöglichen.
Das erhöht natürlich auch den Druck auf andere Staaten. Wenn das Assad-Regime sich einem konstruktiven Dialog mit seiner Opposition verweigert und gleichzeitig nicht mehr die innere Sicherheit garantieren kann, wird es eben zu einem internationalen Problem, das in letzter Konsequenz auch zum Eingreifen mit militärischen Mitteln berechtigt.
Die Frage wäre nur noch, inwieweit das eine weitere Aufgabe der Bundeswehr sein soll, oder ob wir noch einen weiteren Apparat benötigen.
Zitat: von Der_Max
..................
Denn eins sollte klar sein: Mit dem Mitteln der Diplomatie wird man gegen Fanatiker nichts ausrichten.
Vielleicht würde es doch (und wenn nur ein wenig!) helfen, wenn wir die Diplomatie erst einmal darauf hinweisen würden, dass im "Bund der Willigen" nicht der eine oder andere beteiligte Staat falsch spielt! Es nutzt nichts, wenn Staaten diplomatisch "Treue" schwören beim Kampf gegen IS, dann aber hinter dem Rücken den IS fördert. Klar: solange so Diplomatie gemacht wird (laber, laber) kann sie keine Früchte tragen .... Im Grunde genommen "tut" die Diplomatie doch nur so, als wäre sie "ernsthaft".
... und in einer erneute Diskussion in Sachen Für und Wider "Pazifismus" streiten wir uns dann im Endeffekt doch im Grunde nur über eine Struck'sche Aussage: Deutschland würde auch da und dort im Ausland verteidigt! ;-)
(Außerdem habe ICH Schwierigkeiten damit, dass WIR (D) inzwischen aus einer sog. "Bürger"- eine Berufsarmee gemacht haben und jetzt denken, den ursprünglichen Auftrag (Landesverteidigung) auch - einfach so - ausweiten zu dürfen auf (Entschuldigung:) Angriffskriege irgendwo auf der Welt. Die Freiwilligen (Soldaten) hätten ja vorher gewusst auf was sie sich einlassen).
Gruß
Zitat: von UweSi
(...) Und ganz nebenbei: bei den Attentätern irgendwo handelte es sich bisher um jeweilige Staatsangehörige! (Nur falls das Argument der Attentate hier gebracht wird!) Wie hat ein Mitforist geschrieben? Mauer drum, kein IS-Öl kaufen, keine Waffen liefern - und außerdem: rauslassen nur die Flüchtlinge, damit wenigstens diese überleben können .....
Unterzeichnung!
Ich glaube, dass Pazifismus nicht weiter hilft. Es gibt eine unmittelbare Wechselwirkung zwischen den Daesh-Mördern und den Salafisten hier. Genauso, wie die Taliban in Afghanistan sich mit Drogenhandel finanzieren, wird es nicht gelingen, die Finanzquellen des Daesh trockenzulegen.
Insofern wird man zugeben müssen, dass die These, wonach unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung im Sinne der Vorneverteidigung auch in Syrien und Afghanistan militärischen Einsatz sinnvoll macht, nicht von der Hand zu weisen ist. Diese Erkenntnis ist bitter.
Vielmehr stellt sich die Frage, inwieweit unsere Bundeswehr wirklich geeignet ist, auf "asymmetriische Kriegsführung" zu reagieren.Wir sollten lieber mal darüber nachdenken, inwieweit wir das Konzept der reinen Territorialverteidigung aufgeben müssen. Also mit dem Ausbau der Krisen-Reaktionkräfte dahigehend, dass zeitlich begrenzte Kommenadoaktionen auch im Umfeld der Nato möglich wären. Wer nicht will, dass wir Bomben werfen (oder mit den Aufklärungsfliegern dabei helfen), sondern zu präziseren Waffen greifen will, der müsste die Bundeswehr so ausstatten, dass sie es schafft, mal eben 1.000 Fallschirmjäger mit Gerät binnen einer Woche abzusetzen und wieder heimzuholen.
Denn eins sollte klar sein: Mit dem Mitteln der Diplomatie wird man gegen Fanatiker nichts ausrichten.
Zitat: von Nutzer4355
Gemeinsam sind wir stark.
Zwar ist es ebenso wichtig, Prävention durch Chancen der Jugend im eigenen Land zu betreiben und die Berufsmöglichkeiten auch für Einwanderer zu verbssern.
Aber die Terrorbekämpfung muss verstärkt werden und sei es bis zur Ausrottung aller Is-Kämpfer.
Natürlich ist IS die Pest dieses Jahrzehnts! Allerdings verstehe ich auch nicht., wieso "wir" mit dafür sorgen sollen, dass Bombardierungen stattfinden. Bombardierungen bedeuten nämlich gleichfalls, dass Unschuldige ebenfalls masskriert werden (das schlimme Wort "Kollateralschaden"). Und Schäden an der unschuldigen Bevölkerung bedeuten ausserdem, dass IS Zulauf bekommt. Die Spirale der Gewalt dreht sich weiter - ein Ende ist nicht abzusehen! Abgesehen von der Schuld der "Bombardierenden" für das Elend auch der Unschuldigen sollte auch nicht vergessen werden, dass irgendwann "wir" (D) auch Ziele für den Massenmörder Assad festlegen, die "Allianz" scheint ja einer Zusammenarbeit (wenn auch "nur" auf Zeit) schon jetzt nicht abgeneigt! Außerdem unterstützen wir dann die Türkei - vielleicht ungewollt! - bei der Bekämpfung ihrer Opposition (der Kurden). Wer prüft nach, wo die Türkei ihre Bomben fallen lässt? Irgendwann bedankt sich Erdogan bei unseren "Aufklärern" für die Bekanntgabe der Zielkoordinaten - und wir merken gar nicht, wie wir ver..... werden! Alles in allem:ich möchte nicht, dass 1. die BW mit verantwortlich für Massen-/Völkermord wird und 2. Auslandeinsätze ohne UN-Mandat antritt! (ich will sowieso nicht, dass die BW überhaupt Auslandseinsätze in Angriff nimmt!) Und ganz nebenbei: bei den Attentätern irgendwo handelte es sich bisher um jeweilige Staatsangehörige! (Nur falls das Argument der Attentate hier gebracht wird!) Wie hat ein Mitforist geschrieben? Mauer drum, kein IS-Öl kaufen, keine Waffen liefern - und außerdem: rauslassen nur die Flüchtlinge, damit wenigstens diese überleben können .....
Unterzeichnung!
Gruß