Nutzer1585 | 20.07.2016 - 13:20

ich bin dafür, dass diese Beschränkungen für Kennzeichen ganz aufgehoben werden. Wenn wir jede Buchstaben- oder Zahlenkombination verbieten wollten, nur weil die von den Nazis mal für irgendwas verwendet worden ist ...

Und das hätte noch einen weiteren Vorteil: Wenn solche Kennzeichen ganz normal behandelt und wahllos auch an demokratisch gesinnte KFZ-Halter ausgegeben würden, dann würden sie ihre Eignung als Erkennungszeichen für Nazis verlieren - weil dann die allermeisten Halter solcher Fahrzeuge nämlich keine Nazis wären.

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Euli liebt euch alle | 20.07.2016 - 09:23

Zitat: von --

Deswegen gibt es Kürzel, die in ganz Deutschland verboten sind: HJ, KZ, SA und SS wird auf keinem Nummernschild in der Bundesrepublik ausgestellt.


Stimmt so auch nicht - dies sind zwar "unerwünschte Kombinationen" - vergeben werden sie manchmal aber doch: Mein Großvater hatte als Zwischenbuchstaben auch "HJ" - seine Initialien. Meine Großcousine kaufte mal einen Gebrauchtwagen mit KL-SS 35 und der neue Toyota Corolla ihres Vaters kam mit KL-SA 74 vom Händler - na und? Niemand hat sich da je drüber aufgeregt. Warum sollen Stefan Scherer, Klaus Zimmer, Sebastian Andes oder Natascha Seibert oder Horst Jochum kein "Wunschkennzeichen" erhalten dürfen? Können sie etwas für ihre Namen? Wohl kaum. Das sehe ich eher als "Diskriminierung" an als die Naziphobie einiger Gutmenschen.

Ein 100%iger Neonazi wäre auch nie so blöd, seine politische Gesinnung über sein Autokennzeichen mitzuteilen.

Das ist wie bei manchen BMW-Fahrern, die an ihrem Fahrzeug den Modellschriftzug entfernen, sich dann aber "325" oder "320", "525" usw. als Kennzeichen zuteilen lassen - irgendwie witzig.......

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Einigkeit247 | 19.07.2016 - 08:17

Wie kann man so eine Petition nur zulassen ? Was ist da in diesen armen Köpfen los ? Meinungsfreiheit gibt es entweder ganz oder gar nicht, nur Meinungen und Weltanschauungen zu akzeptieren die einen passen, ist eben NICHT Meinungsfreiheit. Dürfen dann überzeugte Nationalsozialisten diese Kennzeichen benutzen ? Seit dem die Nationalsozialismus in Deutschland verboten wurde, wird der "heldenhafte Widerstand" in teilen der "deutschen Bevölkerung" immer stärker........weil man ja jetzt und heute NICHTS zu verlieren hat (anders als die rote Kapelle, weiße Rose, der Kreisauer Kreis, etc.), heute können wir alle eine Kerze halten, ein fassungsloses Gesicht machen und immer wieder "NIE WIEDER" rufen, es wirkt nur auf die Mehrheit, feige und lächerlich. Genau so wie heute eine Demonstration gegen den Limes und die römische Besetzung wirken würde. Was meinen Sie mit Naziquatsch ? Was halten sie von Komiquatsch ? Werden kommunistische und sozialistische Kürzel dann auch verboten !? SED, FDJ, Gulag, GRU, KGB, SU, JS......oder habe ich vergessen das die größten Massenmörder Ideologie seit Menschheitsgedenken ja eben nicht verfassungsmäßig bekämpft wird, wie z.B. der Nationalsozialismus. Diese Defizite in der F.D.G.O. gibt es noch in der BRiD, um zu einer wirklichen Meinungsfreiheit wie z.B. in den VSA zu kommen wird wohl noch sehr viel Wasser die Weichsel herunter fließen. Aber die Hoffnung bleibt…….in einem Land wo man ACAB T-Shirts vor der Staatsmacht tragen darf und ich fälschlicherweise offen behaupten darf „Soldaten sind Mörder“ etc. Nur kommen Wörter wie Holocaust, Shoa, Ausschwitz, Nazi, SS, Hitler, Wehrmacht, Bromberger Blutsonntag, Dirschauer Brücke, Ostgebiete in den Sätzen vor fängt der Widerstand im Kopf und die Verbotsschere an zu schneiden……..was sagt daß über ein Volk aus ? Was sagt daß über die Verfassung (Grundgesetz) aus die NACH diesen Ereignissen entstanden ist ? Was sagt daß über Politiker und ihre Politik der "Meinungsfreiheit" aus ? Daß alles ergiebt ein sehr trauriges Bild.

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Randberliner | 18.07.2016 - 22:35

Gut zitiert! Es sollte reichen, die wirklich argen Kombinationen zu unterbinden. Habe in der nachbarschaft auch schon ein PM-AH- und ein B-DM-Kennzeichen gesehen.Wenn wirklich jemand damit seine Gesinnung dokumentieren wollte - das könnte man schon aushalten. Im Betonestrich unseres früheren Treppenflures hatte der Erbauer die Initialen "KZ" hinterlassen. Mit absoluter Sicherheit hatte er sich damals noch nichts Böses dabei gedacht. Meine Klarnamen-Initialen würden übrigens auch zu Horst Wessel passen...

"Wer durch des Argwohns Brille schaut, sieht Raupen selbst im Sauerkraut."

Wilhelm Busch

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Nutzer1585 | 18.07.2016 - 12:53

... denn die haben alle ein "HH" auf dem Kennzeichen, und das ist nach dieser Petition ja offenbar ein klarer Hinweis auf nationalsozialistisches Gedankengut.

Wenn man alle Zahlen, Buchstabenkombinationen, Begriffe etc. verbieten wollte, die die Nazis für irgendwas missbraucht haben, dann hätten wir viel zu tun.

Nein, man kann überall was reininterpretieren, wenn man was reininterpretieren WILL ... ich lasse mir meine Initialen jedenfalls nicht verbieten.

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StefanJ-- | 18.07.2016 - 12:28

... diese Gedanken hatte ich auch. Ist jetzt jeder Mensch, der 1988 geboren wurde, ein Nazi? Oder an einem 8. August? Oder nur dann, wenn er dieses auf seinem KfZ-Kennzeichen kundtut?

Und es gibt bereits ein einschlägiges Verbot. Siehe https://www.gesetze-im-internet.de/fzv_2011/__8.html:

Zitat:
Verordnung über die Zulassung von Fahrzeugen zum Straßenverkehr (Fahrzeug-Zulassungsverordnung - FZV)
§ 8 Zuteilung von Kennzeichen
(1) Die nach Landesrecht zuständige Behörde (Zulassungsbehörde) teilt dem Fahrzeug ein Kennzeichen zu, um eine Identifizierung des Halters zu ermöglichen. ... Die Zeichenkombination der Erkennungsnummer sowie die Kombination aus Unterscheidungszeichen und Erkennungsnummer dürfen nicht gegen die guten Sitten verstoßen. ...

Und laut Spiegel online:
Zitat:
Deswegen gibt es Kürzel, die in ganz Deutschland verboten sind: HJ, KZ, SA und SS wird auf keinem Nummernschild in der Bundesrepublik ausgestellt.


Also, kein weiterer Handlungsbedarf. Und selbst ein Heinrich Huber, der 1988 geboren ist, bekommt in einigen Bundesländern Probleme mit HH88. Dabei kann der Heinrich ja nix dafür. Hm. Was würde ein Heinrich Heine tun, wenn er heute leben und seine Initialen gerne auf einem Nummernschild verewigen würde? Denk' ich an Deutschland in der Nacht ...

Aber es wäre erfreulich, wenn die Petenten etwas besser recherchieren würden, bevor sie eine Petition lostreten.

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derweg | 18.07.2016 - 10:37

Man sollte Petitonen nach Fakten und Ergebnisorientiert und nicht nach persönlicher Denkart und dem daraus ergebenden Bauchgefühl stellen ! Denn es gibt Millionen von Ereignissen die bei einer besonderen Denkart mit mit Zahlen und Schriftzeichen verbunden werden können ! Vor lauter Blick nach Rückwärts in die Vergangenheit , die nach jeder neuen Generation immer mehr verblasst und immer noch Dauerschuld auf neue Generationen legen soll ,wird die Zukunft Sinnlos bremsen ! Man sollte nicht allen Menschen das gleiche Gedankengut unterstellen !
Keine Mitzeichnung !

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Oberst Hathi | 18.07.2016 - 10:13

Sie haben vielleicht Probleme! Ich wohne in der Hausnummer 88. Wollen Sie mein Haus vielleicht dafür abreißen? Unabhängig von solcher paranoider Angst vor ganz normalen Zahlen: Wenn man genügend Phantasie hat, kann man aus jeder beliebigen Zahl oder jeder beliebigen Buchstabenkombination irgendwelche "bösen" Zusammenhänge herbeiphantasieren. Schade um den Platz, den Sie für sowas hier vergeuden!

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