Randberliner | Sat Nov 05 00:22:16 CET 2016 - Sat Nov 05 00:22:16 CET 2016

Es sollte nicht noch mehr Geld ins DSystem gepumpt werden - in dieses Fass ohne Boden. Es war damals die Ursünde der Agrarpolitik, durch die Stützung der Erzeugerpreise den Landwirten ein gutes Einkommen sichern zu wöllen. Die Großen schoben nur zu gern die Kleinen vor, um bei den Politikern und den Wählern auf die Tränendrüsen zu drücken und selbst den Löwenanteil abzusahnen. Außer Butterbergen und Milchseen kam dabei nur jede Menge Mist heraus.

@ Der_Max: Etwas Gülle auf dem Acker ist ja nicht verkehrt, aber das rechte Maß wird dabei oftmals erheblich überschritten.

Es ist also grundsätzlich richtig, dass dem Preis wieder die Angebot und Nachfrage regulierende Funktion zukommt. Natürlich lassen sich die Kapazitäten nicht von heute auf morgen reduzieren. Nötig wäre daher:

- Beihilfen grundsätzlich degressiv zu gestalten.

- Unterstützung pro Betrieb unabhängig von der Größe und

- pro Arbeitsplatz

- Knüpfung der Beihilfen an eine über das gesetzliche Maß hinausgehende Beachtung des Umweltschiutzes und des Tierwohls, eben auch des Landschaftserhalts, wie bereits angefürht.

Die brutale Umgestaltung landwirtschaftlicher Nutzflächen in anderen Ländern, in denen bereits riesige Flächen von automatisierten und von GPS gesteuerten Maschinen bearbeitet werden, sollte uns eine Warnung sein, wie auch die vielen Augiasställe vor unserer Haustür.

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kaleuad | Mon Oct 17 15:30:48 CEST 2016 - Mon Oct 17 15:30:48 CEST 2016

Moin zusammen

Solange es Landwirte gibt, die z.B. 100 und weit mehr Milchkühe halten wird den evtl. noch gegegeben kleinen Bauern mit ca. 20 Kühen durch deratige Subventionsvorstellungen in keinster Weise geholfen.

Angebot und Nachfrage regeln den Markt und wenn dieser übersättigt wird, durch zu große Viehaltung, dann müssen die Landwirte intern umdenken.

Bei der verrückten Entwicklung der Globalisierung haben sich die Landwirte auch nicht gwehrt, weil Sie für sich größeren Profit witterten.

Wer zu hoch pockert muß mit Verlust rechnen und diesen selber ausbaden.

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StefanJ-- | Sat Oct 15 07:06:54 CEST 2016 - Sat Oct 15 07:06:54 CEST 2016

Zitat: von lunasteph
Die kleinen Bauern leiden, weil die großen Agrarindustiellen mit ihren verbrecherischen Machenschaften sämtliche Subventionen abgreifen.

Mit Verlaub, was für ein pseudopopulistischer Quatsch.

Aber diesem Irrtum lässt sich abhelfen. Einfach mal nach "agrar-fischerei-zahlungen" googeln, und man landet auf der Homepage der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung. Und kann dort nachschlagen, dass auch kleine Landwirte durchaus satt Subventionen abgreifen. Und da stehen nur die EU-Subventionen.

Zitat: von lunasteph
Kleine Bauern können dem Landschaftserhalt ...

Ach ja, erst subventionieren, um die "Landschaft zu zerstören", und dann wieder, um sie "wieder herzustellen". Elegantes Ping-Pong-System. Ist aber nicht staatliche Aufgabe, selbständigen Unternehmern nicht nur das Brot, sondern auch noch die Butter, die Wurst und die Marmelade drauf zu garantieren.

Schon komisch, warum ausgerechnet die Landwirte immer noch als besonders zu priviligierende Gruppe wahrgenommen werden. Bei jedem kleinen Handwerker kräht kein Hahn danach, ob und wie er über die Runden kommt. Ob das wohl immer noch die Nachwirkungen des Reichsnährstandes sind?

Seien wir doch mal ehrlich, die teutsche Landwirtschaft ist schon lange nicht mehr in der Lage, das teutsche Land zu ernähren. Dazu sind auch in der Nahrungsmittelindustrie die Warenströme und Verflechtungen viel zu globalisiert und international.

Zitat:
... und auch der Produktion von GUTEN Nahrungsmitteln dienen ...

Wie definieren Sie "gut"? Nunja, Sie können das ja ganz persönlich unterstützen und fördern, indem Sie bewußt, lokal und jahreszeitengerecht einkaufen. Ach so, das ist teurer? Keine Erdbeeren im Winter? Bananen, Ananas und Mango gehen dann gar nicht? So ein Pech ... also soll es der Steuerzahler per Subventionen richten, dass Sie Ihre "guten" Nahrungsmittel zum Discountpreis bekommen?

Kleiner Hinweis, Steuerzahler sind auch Sie. Hoffe ich zumindest. Dass das Geld nicht mehr wird, wenn man es über Umwege von einer Tasche in die andere umverlagert scheinen zu viele Leute immer noch nicht kapiert zu haben.

Zitat:
- aber ich unterzeichne eine solche Petition nur, wenn der Natur- und Tierschutzfaktor garantiert mit drin ist.


Gerade im Radio, "Verbot von Bezeichnung vegetarische Wurst" - kann ich nur unterstützen. "Sojawurst" oder "Tofuschnitzel" sind schlicht scheinheiliges Methadon für Veganer.

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lunasteph | Fri Oct 14 20:13:31 CEST 2016 - Fri Oct 14 20:13:31 CEST 2016

Die kleinen Bauern leiden, weil die großen Agrarindustiellen mit ihren verbrecherischen Machenschaften sämtliche Subventionen abgreifen.
Kleine Bauern können dem Landschaftserhalt und auch der Produktion von GUTEN Nahrungsmitteln dienen - aber ich unterzeichne eine solche Petition nur, wenn der Natur- und Tierschutzfaktor garantiert mit drin ist.

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Ylander | Thu Oct 13 23:06:11 CEST 2016 - Thu Oct 13 23:06:11 CEST 2016

Der entscheidende Punkt ist, WER durch den Moloch EU subventioniert wird: die industrielle Massenproduktion. Und da bleibt die bäuerliche Landwirtschaft auf der Strecke.

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StefanJ-- | Thu Oct 13 19:12:13 CEST 2016 - Thu Oct 13 19:12:13 CEST 2016

... und später bekommen sie dann Subventionen dafür, dass sie nicht weiter produzieren ... was die Sache noch absurder macht.

Ganz ehrlich? Wenn die Landwirte Herren auf dem eigenen Land sein wollen, selbständige Unternehmer, denen keiner rein redet, dann dürfen sie bei Vater Staat nicht die Hand aufhalten. Wachsen, selber Nischen suchen und besetzen oder weichen. Wie bei allen anderen Industrien auch.

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Der_Max | Thu Oct 13 11:28:02 CEST 2016 - Thu Oct 13 11:28:02 CEST 2016

Sämtliche Subventionen für Landwirtschaft sollten mittelfristig entfallen und in Zahlungen für "Natur- und Landschaftsschutz" umgewandelt werden. Und wenn dann der kleine Landwirt sich, zu seiner staatlichen Naturschutzprämie, noch ein paar Euros damit dazuverdient, dass er aus seiner ökologischen Landwirtschaft noch Erzeugnisse verkauft, dann sei ihm das herzlich gegönnt. Genauso kann er ja auch mit Tourismus Geld dazuverdienen. Aber eben keine Lifte mehr bauen. Aber Subventionen für industrielle Fertigung von Pflanzen oder Fleisch ist systemisch falsch.

Dass Bauern Subventionen dafür erhalten, dass sie auf ihren Feldern die Gülle aus der Schweinemast verklappen, zeigt sie Idiotie heutiger Landwirtschaftspolitik auf.

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