StefanJ-- | Tue Feb 14 19:00:41 CET 2017 - Tue Feb 14 19:00:41 CET 2017

Zitat: von Der_Max
Rundfunkgebühr: Da fragt auch niemand danach, ob jemand überhaupt öffentlich-rechtliche Sender verwendet. Trotzdem muss jeder bezahlen - einfach, weil man sie benutzen könnte. Und dann schauen wir uns den Betrag an: Jährlich über 200 € - und Ausländer, die hier kreuz und quer durchs Land fahren, zahlen .... nix.

Ohje, ich sehe schon die nächste Petition, neben der Ausländer-PKW-Maut dann auch noch ein Pickerl fürs Autoradio ... ;-)

Zitat: von Der_Max
Und jetzt die Autobahnmaut. Wir regen uns über 50 € jährlich auf ...

Wer glaubt schon, dass es bei 50 EUR bleibt?

Wer glaubt schon, dass da tatsächlich Geld übrig bleibt?

Wer glaubt schon, dass die (nicht vorhandenen) Mehreinnahmen tatsächlich zusätzlich in die Verkehrsinfrastruktur gehen? Das hat schon Methode mit dem "wir können das Geld gar nicht alles ausgeben, das wir jetzt schon haben" ... was übrig bleibt, kann man an die Klientel verteilen.

Zitat: von Der_Max
Klar ist das Konzept vom Dobrindt blanker Unfug - wenn die Maut kommt, ist sie viel zu billig. Unter einer MEHREINNAHME nach Abzug aller Systemkosten von 2 Mrd. € jährlich braucht man gar nicht anzufangen, sonst wäre das nur eine Bagatellsteuer und schon von daher abzulehnen.

So siehts aus.

Zitat: von Der_Max
Aber dem gegenüber steht ja das Versprechen des Dobrindt, wonach es für den deutschen Autofahrer keine Mehrbelastung geben soll.

Ja, und vorher das Versprechen vom Seehofer, dass es "nur Ausländer trifft". Das Versprechen von Frau Merkel "mit mir wird es keine Maut geben" ... OK, jetzt ist es eine "Infrastrukturabgabe", Versprechen gehalten ... *LOL* ... und muss man immer wieder an die neue deutsche Mathematik in Sachen MWSt erinnern? 2% Erhöhung plus 0% Erhöhung = 3% Erhöhung?

Zitat: von Der_Max
"Nutzerfinanzierung des Straßenbaus"? Was soll der Sch***? Das ist nicht weniger als die Rückkehr des Raubrittertums. Wenn ich mir eine Pizza bestelle, die mir ausgeliefert wird, "nutze" ich den Straßenverkehr, auch ohne ein Auto zu besitzen. Straßen sind Gemeinkosten - basta!

Oha. Lassen Sie das nicht die Ökotaliban hören. Wenn es nach denen gehen würde, würden uns Trampelpfade reichen, auf denen wir gefälligst barfuß zu wandeln hätten. Aber immer nur in Sichtweite der heimischen 2,5m² Wohnfläche.

Ach ja, auf die Schnelle gefunden, ein Artikel aus der Welt Online aus 2013. "42 Milliarden Euro vom Staat zweckentfremdet" (das ist der Titel, bitte keine Diskussion, dass, ob oder wie Steuern bei uns nicht zweckgebunden sind).
Zitat:
47 Milliarden Euro zahlen die Autofahrer 2013 in die Staatskassen. Fünf Milliarden fließen in die Straßen, die sie benutzen. Mit den übrigen 42 Milliarden Euro finanziert der Bund alles Mögliche.

Und zur zu erwartenden Effizienz der Maut schaue man sich die LKW-Maut an:
Zitat:
Allein die Lkw-Maut bringt in diesem Jahr geschätzte 4,5 Milliarden Euro ein. 2012 waren es 4,36 Milliarden Euro. Zieht man die Kosten des Systems und Rückzahlungen an die Speditionen ab, bleiben 3,3 Milliarden Euro für den Straßenbau übrig.

Also locker 1/4: Pffffftttttttt, weg ... und die Horst-Alexander-Maut wird da noch viel schlimmer.

Zitat: von Der_Max
Die Idiotie mit der "Privatisierung" des Netzes der Bundesbahn wird doch nicht davon besser, dass man sie jetzt mit Straßen wiederholt.


Es gibt ja noch mehr Netze, die auf die Art verkorkst wurden.

Dabei sind Straßen ein extrem wichtiger Faktor für die Wirtschaft.

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Der_Max | Mon Feb 13 22:13:42 CET 2017 - Mon Feb 13 22:13:42 CET 2017

Rundfunkgebühr: Da fragt auch niemand danach, ob jemand überhaupt öffentlich-rechtliche Sender verwendet. Trotzdem muss jeder bezahlen - einfach, weil man sie benutzen könnte. Und dann schauen wir uns den Betrag an: Jährlich über 200 € - und Ausländer, die hier kreuz und quer durchs Land fahren, zahlen .... nix.

Und jetzt die Autobahnmaut. Wir regen uns über 50 € jährlich auf ...

Klar ist das Konzept vom Dobrindt blanker Unfug - wenn die Maut kommt, ist sie viel zu billig. Unter einer MEHREINNAHME nach Abzug aller Systemkosten von 2 Mrd. € jährlich braucht man gar nicht anzufangen, sonst wäre das nur eine Bagatellsteuer und schon von daher abzulehnen.

Aber dem gegenüber steht ja das Versprechen des Dobrindt, wonach es für den deutschen Autofahrer keine Mehrbelastung geben soll.

"Nutzerfinanzierung des Straßenbaus"? Was soll der Sch***? Das ist nicht weniger als die Rückkehr des Raubrittertums. Wenn ich mir eine Pizza bestelle, die mir ausgeliefert wird, "nutze" ich den Straßenverkehr, auch ohne ein Auto zu besitzen. Straßen sind Gemeinkosten - basta! Die Idiotie mit der "Privatisierung" des Netzes der Bundesbahn wird doch nicht davon besser, dass man sie jetzt mit Straßen wiederholt.

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StefanJ-- | Mon Feb 13 18:27:39 CET 2017 - Mon Feb 13 18:27:39 CET 2017

Dank KfZ- und Energiesteuer ist das Verkehrswesen bereits Nutzerfinanziert. Und das sogar mehrfach überfinanziert. Zudem diese Steuern eine ziemlich gute "Erntequote" haben. Und noch relativ proportional zur Größe des Fahrzeugs und zur Fahrleistung sind. Wer viel mit einem dicken Karren fährt, zahlt deutlich mehr wie jemand, der nur selten einen kleinen Rutscher bewegt.

Pauschalmaut? Also dasselbe Pickerl für alle? Nein!

Eine kilometerpauschale Maut? Auch nein. Weil da das erheben und Eintreiben einen sehr großen Anteil der Einnahmen auffressen würde.

Und dann noch allerhand soziale und ökologische Komponenten mit eintakten? Dann haben wir die S-D-Maut. Ein Zuschussgeschäft.

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