Wir wohnen am Südrand eines Mittelgebirges, und hier treibt der Wind regelmäßig solches Zeug her. Es liegt im Wald und auf der Weide unserer Tiere herum, wir haben auch schon durchgekaute Luftballonreste gefunden. Ich wünsche es keinem Kind, daß es zusehen muß, wie sein Lieblingstier elendig verendet, weil ein Stück Gummi den Verdauungstrakt verstopft hat!
Zitat: von Ursula1955
Viel sinnvoller wäre es, die so genannten chinesischen Laternen zu verbieten, denn die sind wegen des offenen Feuers echt brandgefährlich.
Die sind in fast allen Bundesländern eh schon verboten.
Ein Verbot halte ich für übertrieben. (In Massen verkauftes Laien-Feuerwerk ist wesentlich schädlicher!) Eher sollte man vorschreiben, dass Halter und Schnur am Ballon aus verrottbarem Biomaterial sein müssen, damit sich keine Tiere strangulieren. Auch könnte man Folienballons aus solchem Bioplastik herstellen. (Latexballons sind sowieso schon biologisch abbaubar.)
Manche Forscher behaupten auch, dass das (bei der Erdgasförderung über Jahrzehnte gebunkerte) Edelgas Helium zur Neige geht, und man es keinesfalls für solche Spielereien in die Stratosphäre verschwenden dürfe, weil sonst lebensrettende Technologien wie Kernspintomographen ohne Helium nicht mehr funktionieren werden. Allerdings bezweifel ich dass es wirklich so endlich ist, da Helium beim radioaktiven Alpha-Zerfall von Atomkernen in der Erde ständig neu entsteht.
Für einzelne Ballons könnte man als Ersatz Wasserstoff verwenden (aus Ökostrom erzeugbar), doch sollte man wg. Explosionsgefahr (Stichwort: Zeppelin Hindenburg) genau prüfen, ob sowas wirklich nötig wäre. Ganze Ballontrauben oder Riesenballons wären damit sicher kein harmloses Spielzeug mehr.
Ich lache mich auch echt zu Tode, wenn ich dieses Ansinnen hier lese. Neben der Dieser Beitrag wurde vom Moderator gekürzt, da er offensichtlich unsachlich war. Bitte beachten Sie die Richtlinie. der Forderung, stellt sich mir daneben auch noch die Frage nach der Umsetzbarkeit.
Soll beim Ordnungsamt vielleicht eine "Luftballon-Staffel" eingerichtet werden, die den Luftraum beobachtet? Und seien wir mal ehrlich - dieser Staat kommt jetzt schon seinen Aufgaben mangels Personaldecke nicht nach - da wird vor Bahnhöfen für jeden sichtbar mit Drogen gedealt; Hundebesitzer kümmert es einen Dreck, ob ihr Liebling auf dem Spielplatz oder auf der Liegewiese im Park eine Tretmine auslegt; Raucher schmeißen ihre abgebrannten Lungentorpedos überall und permanent unbehelligt auf die Straße; im Umkreis von 2 km um jeden McDonalds herum sind die Straßen mit Verpackungsmüll zugepflastert - und da soll den Kindern verboten werden, einen Luftballon aufsteigen zu lassen, was sowieso keiner überwachen kann.
Lieber sollten wir erstmal damit beginnen, grundlegende Dinge wieder in den Griff zu bekommen - und die oben genannten Punkte sind nur ein kleiner Extrakt davon - statt hier neue Bürokratiemonster zu schaffen.
... jetzt wirds aber eng für Nena und ihre 99 Luftballons.
Zitat: von Petent
Ich könnte mir vorstellen, dass ein Verbot die Feierwilligen und Hersteller von derartigen Artikeln dazu bringt, umweltfreundliche Alternativen zu entwickeln.
Nö. Die Ballone sind schon ziemlich OK. Immerhin gelten die u.a. ja auch als Kinderspielzeug.
Und zur Menge, bevor man sich da bei den Ballonen Gedanken machen muss, gibt es viel mehr andere Produkte, die um viele Größenordnungen häufiger und schädlicher sind, selbst bei ordnungegemäßer Entsorgung. Angefangen bei den ganzen Plastiktüten im Lebensmittelhandel. Die Luxustüten bei den hochwertigen Kaufhäusern. Die Billigtüten beim Textildiscount. Kondome (Jute statt Plastik! ;-)). Gemüsefolien in der Landwirtschaft. Usw.
Zitat: von Ursula1955Da kann man sich immer wieder wundern was daran so schwer sein soll sich vorher zu informieren bevor man ...
Viel sinnvoller wäre es, die so genannten chinesischen Laternen zu verbieten, denn die sind wegen des offenen Feuers echt brandgefährlich.
Zitat: von --
http://www.freundin.de/mode-hochzeit-internationale-braeuche-sind-himmelslaternen-zur-hochzeit-erlaubt-183625.html
10. AUGUST 2015
Sind Himmelslaternen zur Hochzeit erlaubt?
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Brandgefahr durch Lampions
Himmelslaternen dürfen in Deutschland nicht ohne Erlaubnis steigen gelassen werden und sind in den meisten Bundesländern komplett verboten. Insbesondere in der Nähe von Flughäfen, bei Internationalen Flughäfen sogar in einem Umkreis von 50 Kilometern, dürfen Lampions gar nicht in die Luft gelassen werden.
Was bei einer Hochzeit so schön aussieht, ist nämlich tatsächlich eine Art Brandsatz. Der hübsche Leuchtkörper hat schon Häuserbrände verursacht. Die Ballons werden mithilfe einer Baumwollkerze wie ein Heißluftballon in Bewegung gesetzt. Sie steigen bis zu 400 Meter in die Höhe und bewegen sich bis zu fünf Kilometer vom Startpunkt weg, ehe sie unkontrolliert vom Himmel fallen. In der Vergangenheit wurden mindestens zwei schwere Brände durch Lampions ausgelöst, bei einem kam sogar ein neunjähriger Junge ums Leben.
Rechtslage: Sind Ausnahmen möglich?
Möchten Sie diesen Brauch aber auf Ihrer Hochzeit nicht missen, müssen Sie sich mit der Deutschen Flugsicherung in Verbindung setzen. Dort erhalten Sie nähere Auskünfte oder können einen Antrag für den Start der Ballons stellen. Seit 2009 ist das Steigen lassen der Lampions allerdings in den meisten Bundesländern komplett verboten oder gestellte Anträge haben keinerlei Aussicht auf Erfolg.
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Solange wir in der "To-Go-Gastronomie" derartige Massen an Plastik verbrauchen, kommt es auf die minimalen Reste von Luftballons bestimmt nicht an!
Viel sinnvoller wäre es, die so genannten chinesischen Laternen zu verbieten, denn die sind wegen des offenen Feuers echt brandgefährlich.
Das ist mit der deutschen Gründlichkeit schon reglementiert, fehlt nur noch die Farbe der Ballons um Vögel nicht zu erschrecken, die Geschmacksrichtung um den Tieren etwas gutes zu tun, ...
"Ballons werden zwar oft aus Naturkautschuk hergestellt, welcher biologisch abbaubar ist, aber oft werden durch die Beimischung von verschiedenen weiteren Stoffen wie Weichmachern oder Schutzmitteln eine Veränderung des Naturkautschuks erwirkt. Zwar zerfällt das Gesamtprodukt irgendwann, aber trotzdem liegen die Ballons mit ihren Schüren zunächst irgendwo in der Natur. Aus diesem Grund sollte das Ballons steigen lassen zur Hochzeit unter diesem Aspekt gut überlegt werden."
Zitat: von --
https://www.liebe-zur-hochzeit.de/ballons-steigen-lassen-zur-hochzeit/
Ballons steigen lassen zur Hochzeit
Ein Himmel voller Ballons in Herzform in dem Farbschema der Hochzeit, das ergibt sicher ein sehr schönes Erinnerungsfoto. Ballons steigen lassen zur Hochzeit ist eine sehr schöne Überraschung für Braut und Bräutigam und eine tolle Möglichkeit Glückwünsche gegenüber dem frischen Ehepaar zu äußern.
Dieser Brauch ist mittlerweile immer mehr auf Hochzeiten zu sehen. Oft werden die Ballons mit kleinen Postkarten versehen, auf die von den Gästen Glückwünsche für Braut und Bräutigam geschrieben werden. Dabei sind die Karten mit der Adresse von den beiden voradressiert, sodass der Finder von einem Ballon die Karte schnell und einfach zurück schicken könnte. Zwar kommen sicher nicht viele Karten an, aber falls doch ist die Freude sicher sehr groß.
Wird eine Genehmigung zum Ballon steigen lassen benötigt?
In den meisten Fällen wird für das Steigen lassen der Ballons keine Genehmigung benötigt. Allerdings gibt es spezielle Vorschriften die dabei Berücksichtigt werden müssen, so dürfen beispielsweise keine Ballons steigen gelassen werden
- in der Umgebung der internationalen Verkehrsflughäfen (wie z. B. Düsseldorf),
- im Umkreis von 15 km um Regionalflughäfen (wie z. B. Dortmund),
- im Umkreis von 15 km um Militärflugplätze,
- wenn es mehr als 500 Ballons sind.
Zusätzlich dürfen die Ballons nicht gebündelt werden (so genannte „Ballontrauben“), es darf kein brennbares Gas benutzt werden (Helium brennt nicht!) und es dürfen keine harten Gegenstände (wie etwa Holz, Plastik, Metall, Wunderkerzen, Leuchtstäbe, etc.) an den Ballonen befestigt werden.
Sollten die oben genannten Bedingungen nicht erfüllt sein, so ist nach §16a LuftVO die Einholung einer Flugverkehrskontrollfreigabe bei der zuständigen Flugverkehrskontrollstelle erforderlich. Dazu sollte mindestens zwei Wochen vorher ein Antrag gestellt werden. Dieser kann direkt Online vorgenommen werden, wobei die folgenden Informationen anzugeben sind:
- geplanter Zeitraum (Beginn bzw. Ende) und Datum des Aufstiegs,
- Ort des Aufstiegs (mit Postleitzahl und genauer Anschrift),
- genaue Anzahl der Ballone,
- Ansprechpartner für Rückfragen (mit Telefonnummer und E-Mail-Adresse).
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Ballons – eine Gefahr für die Natur?
Als Brautpaar freut man sich über jede einzelne Karte, welche gefunden und zurück geschickt wird. Allerdings werden oft nicht alle Ballons gefunden, sodass die restlichen irgendwo als Müll herumliegen. Ballons werden zwar oft aus Naturkautschuk hergestellt, welcher biologisch abbaubar ist, aber oft werden durch die Beimischung von verschiedenen weiteren Stoffen wie Weichmachern oder Schutzmitteln eine Veränderung des Naturkautschuks erwirkt. Zwar zerfällt das Gesamtprodukt irgendwann, aber trotzdem liegen die Ballons mit ihren Schüren zunächst irgendwo in der Natur. Aus diesem Grund sollte das Ballons steigen lassen zur Hochzeit unter diesem Aspekt gut überlegt werden. Als Alternative dazu könnte vielleicht das Angebot von zeitbote genutzt werden. Hier schreiben die Gäste Briefe, welche von zeitbote zu einem zuvor bestimmten Zeitpunkt an das Brautpaar gesendet werden.
Ich habe seit 30 Jahren weder im Wald noch irgendwo anders ein Luftballon gesehen.
Gibt es nichts wichtigeres als hier Kinder eine Freude zu verbieten.
Keine Mitunterzeichnung
Ich könnte mir vorstellen, daß ein Verbot unsinniger Petitionen (wie dieser) vielen Menschen viel mehr Freude bereiten wird als das Verbot von Kinderfreude.
Ich könnte mir sogar vorstellen, daß Erwachsene, die Kindern die Gasballons wegnehmen wollen, dafür von diesen (und zwar nicht völlig zu Unrecht) gehaßt werden würden.