Caligulag | Tue Sep 12 23:01:48 CEST 2017 - Tue Sep 12 23:01:48 CEST 2017

Ich hab mich wohl etwas hinreißen lassen. Der zensierte Teil war tatsächlich überwiegend humoristischer Natur. Ich gelobe Besserung:-)

Der Würde des Parlaments schadet eine vorübergehende Doppelnutzung imho nicht. Auf dem Dach befindet sich eine Gastronomie, deren gewinnorientiertes Geschäftsmodell eine deutlich fragwürdigere Botschaft sendet.

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Der_Max | Tue Sep 12 16:16:16 CEST 2017 - Tue Sep 12 16:16:16 CEST 2017

Zitat: von Caligulag
Dieser Beitrag wurde vom Moderator gekürzt, da er offensichtlich unsachlich und zudem die Würde des Parlaments missachtet hat. Bitte beachten Sie die Richtlinie.



Ich habe noch mal nachgesehen: Die "Würde des Parlamentes" ist kein verfassungsrechtlich geschütztes Gut. Insofern ist eine Zensur, also eine Einschränkung der freien Meinungsäußerung, nur aus strafrechtlichen Gründen angebracht. Jedenfalls, solange es nicht um Fragen der Geschäftsordnung, also des Verhaltens der Abgeordneten untereinander geht.

Das Parlament hat nicht mehr oder weniger Würde als jede andere Institution. Es sei denn, das Selbstverständnis wäre, statt von Bürgerlichkeit, von Hoheitlichkeit geprägt.

Dieser Gedankengang offenbart sich sehr deutlich gerade am Umgang mit THC. Dessen Verbot soll eigentlich was vor wem schützen? Genauso, wie jetzt mit der Teil-Erlaubnis zu medizinischen Zwecken, bei der so getan wird, als ob Hoheit seinen Untertanen eine Gunst gewährt. Was für ein überheblicher Quatsch, der die Würde des einzelnen Bürgers mit den Füßen tritt.

Mit untertänigsten Grüßen

Der_Max

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Caligulag | Mon Sep 11 20:58:42 CEST 2017 - Mon Sep 11 20:58:42 CEST 2017

Dieser Beitrag wurde vom Moderator gekürzt, da er offensichtlich unsachlich und zudem die Würde des Parlaments missachtet hat. Bitte beachten Sie die Richtlinie.

Eine Aktuelle Stunde ist angebracht, um zu klären ob es sich bei dem vom Petenten angesprochen Missstand um einen tatsächlichen und daraus folgend, um einen kurzfristig behebbaren handelt. Bliebe letzteres verneint, wäre die aktuelle Regelung ungenügend und müsste überarbeitet werden.

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StefanJ-- | Mon Sep 11 19:13:55 CEST 2017 - Mon Sep 11 19:13:55 CEST 2017

Zitat: von Der_Max
"Totgekifft" hat sich jedenfalls mit THC noch niemand. Kein Vergleich zu den vielen Todesfällen durch "sichere" Medikamente aus der Apotheke, selbst wenn diese vom Arzt verschrieben sind.

Gegen falsche Anwendung sind die besten Gebrauchsanweisungen nicht gefeit ... Abe wenn man nicht mal weis, was drin ist, dann ist auch die beste Gebrauchsanweisung sinnlos.

Zitat: von Der_Max
Nein, das ganze THC-Verbot ist fauler Budenzauber - einfach nur, weil sich konservative Kreise gar nicht vorstellen können und wollen, wie eine derart andere Gesellschaft funktionieren könnte: Also basierend auf Eigenverantwortung statt Bevormundung.

Nicht unbedingt.

Der Ergotherapeut in meiner erweiterten Familie sieht aus seiner beruflichen Erfahrung Gras auch nicht als "unbedenklich und harmlos" an. Sei O-Ton: "Die (seine Patienten) haben alle mal mit irgendwas angefangen".

Und diverse andere Mittelchen waren ja auch immer erst der letzte Schrei der Quacksalberei ... Koks, Heroin, usw., wurde alles mal als was völlig Unbedenkliches gehandelt.

Von daher, wenn es um Medizin geht, ist eine verlässliche Dosierung unerlässlich.

Zitat: von Der_Max
Was wäre denn das Worst-Case-Szenario bei einer Freigabe von THC bei gleichzeitigem strikten Verbot, mit mehr als 3 ng im Blut Auto zu fahren oder Maschinen zu bedienen? Mit diesem Gedankengang scheint sich schon niemand mehr zu beschäftigen - wenn es denn überhaupt mal ein politisch Verantwortlicher gemacht hat?

Anderes Thema.

Zitat: von Der_Max
In der Petition geht es darum, dass sich die Patienten das Zeug ja selbst reintun sollen, nicht um die klinische Anwendung. Da besteht immer die Gefahr der Falschdosierung, egal, ob die Wirkstoffmenge auf der Packung steht oder nicht.

Wieso klinische Anwendung? Es ist ja nicht so, dass man seine IBUs nur in der Klinik einwirft. Aber man weiß da halt, in der IBU 200 sind 200 mg drin. Das kann beim medizinischen Gras nicht falsch sein.

Zitat: von Der_Max
Nein, hier hat Herr Gröhe der Pharmaindustrie nur ihre Pfründe gesichert, mehr nicht. Ein klarer Fall von erfolgreichem und schädlichen Lobbyismus, bei dem der Patient überhaupt keine Rolle spielt.

Hm. Dann wundere ich mich, warum bei uns die meisten Medikamente wesentlich restriktiver gehandelt werden wie in anderen Ländern? Wollen die Pharmakonzerne in anderen Ländern nichts verdienen? Oder ist da einfach das Gesundheitssystem anders?

Zitat: von Der_Max
Und die volle Versorgungsstufe soll sowieso erst 2019 erreicht sein - und das bei einem Produkt, dass so reichlich vorhanden ist, dass mir 16-jährige das Zeug zum Kauf anbieten ...


Dieser 19-Jährige wird sicher kein Gras anbieten, das einen definierten und nachgewiesenen Wirkstoffgehalt hat. Von anderen Beimischungen ganz zu schweigen. Selbst bei den Coffee-Shops und in Colorado wird der THC-gehalt vielleicht nicht ganz so stringent auf dem Produkt angegeben?

Jedenfalls sehe ich nicht, warum der Bundestag hier zuständig ist. Außer vielleicht, um seine Aufsicht über die entsprechenden Behörden auch auszuüben ... oh je, das wäre ein weites Feld. Egal, wer vorne dirigiert, die Behörden spielen die Neunte ...

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Der_Max | Sun Sep 10 20:32:49 CEST 2017 - Sun Sep 10 20:32:49 CEST 2017

"Totgekifft" hat sich jedenfalls mit THC noch niemand. Kein Vergleich zu den vielen Todesfällen durch "sichere" Medikamente aus der Apotheke, selbst wenn diese vom Arzt verschrieben sind.

Nein, das ganze THC-Verbot ist fauler Budenzauber - einfach nur, weil sich konservative Kreise gar nicht vorstellen können und wollen, wie eine derart andere Gesellschaft funktionieren könnte: Also basierend auf Eigenverantwortung statt Bevormundung.

Was wäre denn das Worst-Case-Szenario bei einer Freigabe von THC bei gleichzeitigem strikten Verbot, mit mehr als 3 ng im Blut Auto zu fahren oder Maschinen zu bedienen? Mit diesem Gedankengang scheint sich schon niemand mehr zu beschäftigen - wenn es denn überhaupt mal ein politisch Verantwortlicher gemacht hat?

In der Petition geht es darum, dass sich die Patienten das Zeug ja selbst reintun sollen, nicht um die klinische Anwendung. Da besteht immer die Gefahr der Falschdosierung, egal, ob die Wirkstoffmenge auf der Packung steht oder nicht.

Nein, hier hat Herr Gröhe der Pharmaindustrie nur ihre Pfründe gesichert, mehr nicht. Ein klarer Fall von erfolgreichem und schädlichen Lobbyismus, bei dem der Patient überhaupt keine Rolle spielt.

Und die volle Versorgungsstufe soll sowieso erst 2019 erreicht sein - und das bei einem Produkt, dass so reichlich vorhanden ist, dass mir 16-jährige das Zeug zum Kauf anbieten ...

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StefanJ-- | Sun Sep 10 10:53:00 CEST 2017 - Sun Sep 10 10:53:00 CEST 2017

... naja, das mit der Sicherheit ist ja nur unter entsprecheder Überwachung gegeben. Bei medizinischem Canabis wie bei allen anderen Medikamenten auch.

Bringt ja nix, wenn der Patient sich was kauft, von einer normalen Dosierung ausgeht (was immer das auch sein mag), und dann die gepimpte Superweed-Züchtung abbekommt. Oder umgekehrt ein Tütchen THC-armen Faserhanf.

Das ist ja einer der Gründe, warum andere Medikamente ja auch derm Apothekenzwang unterliegen. Andere Länder mögen da liberaler sein, aber bei uns sind die Regeln halt mal so. Und diverse Eigenimporte haben ja auch ihre Nachteile.

Und einer der Gründe, warum das berüchtigte "Hängolin" in der Soldatenkost ein urbaner Mythos ist - weil niemand weiß, welcher Soldat wie viel von welcher Speise verzehrt - von daher ist eine Dosierung unmöglich. Auch beim Eigenanbau-Sativa dürfte das mit der Dosierung ähnlich schwierig sein.

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