Sehe ich ähnlich. Das Verbot schafft diese Substanzen nicht aus der Gesellschaft, sondern verhindert lediglich die Kontrolle dieser Stoffe.
Zitat: von thomasemil1
Zum Amotivationssyndrom. "Die Theorie vom Amotivationssyndrom mit dauerhaftem Cannabiskonsum als Auslöser gilt heute als überholt."
https://drugscouts.de/de/lexikon/amotivationales-syndromamotivationssyndromZitat: von Dr. Delirius
... übermäßigem Gebrauch zum sog. Amotivationssyndrom führen kann) und die Reduzierung der Wahrnehmumgsfilters (was bei Überdosierung zu Desorientierung führen kann)....
So auch bereits im "Cannabisurteil Nr. BVerfGE 90, 145" des BVerfG im Jahre 1994! festgestellt.
Auszug:
"Es sei nicht nachgewiesen, daß der Konsum von Cannabis physische Schäden relevanten Umfangs hervorrufe. [...] Eine tödliche Dosis des Betäubungsmittels sei nicht bekannt. Der Genuß von Cannabis könne nicht einmal eine körperliche Abhängigkeit hervorrufen. Es gebe derzeit auch keinen Beweis für den Abbau cerebraler Funktionen und Intelligenzleistungen durch chronischen Cannabisgebrauch. Deshalb seien auch die psychischen Folgen des Cannabiskonsums als gering einzustufen. Das sogenannte "amotivationale Syndrom" sei keine spezifische Folge des Cannabiskonsums. Allenfalls bestehe die Möglichkeit, daß der Genuß des Betäubungsmittels zu einer leichten psychischen Abhängigkeit führe. Die gesellschaftlichen Auswirkungen blieben hinter denen des Alkoholgenusses zurück. Insbesondere hätten die von der Strafkammer eingeholten Sachverständigengutachten ergeben, daß Haschisch (Hanf) KEINE Einstiegsdroge für härtere Drogen sei und auch keine Schrittmacherfunktion entfalte.
Quelle:
http://www.servat.unibe.ch/dfr/bv090145.html
Da darf und muss! man sich fragen WARUM dann z.B. die Thesen "Einstiegsdroge" etc.pp. noch jahrzehntelang von gewissen Politikern wie eine Monstranz vor sich hergetragen wurde und immer noch wird. Sogar die Bundesdrogenbeauftragte (hoffentlich bald mit Präfix "EX-") scheut sich nicht gegen dieses stehende Urteil zu verstoßen bzw. diese Falschaussagen weiter zu betreiben...
Das Urteil hat dann im wesentlichen dazu geführt das die Bestrafung für den reinen KONSUM als nicht zulässig gewertet wurde- warum dann der BESITZ einer Substanz (die ich gem.Urteil ungestraft konsumieren darf) weiter bestraft werden kann bleibt wohl das Geheimnis der Richter...
Der "normal" denkende erkennt hier auf alle Fälle ein riesiges Logik-Delta...
Zum Amotivationssyndrom. "Die Theorie vom Amotivationssyndrom mit dauerhaftem Cannabiskonsum als Auslöser gilt heute als überholt."
https://drugscouts.de/de/lexikon/amotivationales-syndromamotivationssyndrom
Zitat: von Dr. Delirius
... übermäßigem Gebrauch zum sog. Amotivationssyndrom führen kann) und die Reduzierung der Wahrnehmumgsfilters (was bei Überdosierung zu Desorientierung führen kann)....
Zitat: von juersche420
Wenn man's vorurteilsfrei betrachtet, richtet das Verbot nicht nur mehr Schaden an, als es der Hanf je könnte, es verstößt auch gegen die Verfassung (freie Entfaltung der Persönlichkeit, Selbstbestimmung, Gleichbehandlung...) und gegen international gängige Rechtsstandards, wie das auch über die Hälfte der deutschen Strafrechtsprofessoren in einem Brief an den Bundestag dargelegt haben, was aber erwartungsgemäß ignoriert wurde.
Das einzige was man dagegen anführen könnte wäre, dass das Verbot vom Konsum abschreckt und damit eine Art Schutzfunktion hat. Jedoch ist es sehr zweifelhaft, ob dieser Effekt wirklich vorhanden und das Verbot so gerechfertigt werden könnte.
Ich persönlich glaube nicht an einen solchen Effekt und finde auch das die oben genannten Einwände überwiegen. Jemand, der sich den Gefahren harter Drogen für die Gesundheit, die Karriere sowie für das Sozialleben bewusst ist und sich dennoch entscheidet diese Substanzen zu konsumieren, ist auch durch ein Verbot nicht mehr abzuschrecken.
Zitat: von Jejo1997
juersche420 ich sehe es genauso wie du und wenn man danach geht müsste man eigentlich jede Droge legalisieren bzw entkriminalisieren
Stimmt genau, aber bei dieser Petition geht es "nur" um Cannabis. Es ist allerdings tatsächlich so, dass das Verbot egal welcher Substanz nur dem Schwarzmarkt nützt und ansonsten viel Schaden anrichtet, weil es neutrale Information, echte Hilfe, Jugendschutz und Qualitätskontrolle verhindert oder jedenfalls erschwert.
juersche420 ich sehe es genauso wie du und wenn man danach geht müsste man eigentlich jede Droge legalisieren bzw entkriminalisieren da man sich immer nur max. selbst schadet, die Politiker wollen es einfach nur nicht einsehen oder werden so durch die Lobbyarbeit der Pharmaindustrie beeinflusst (was ich mir gut vorstellen kann) da diese wenn jede Droge legal wird massiv Verluste einfahren
Na ja, es gibt ja auch Endorphine, also körpereigene Opiate, und auch zahlreiche andere eigentlich körpereigene Substanzen sind nicht frei verkäuflich, man denke einmal an Testosteron/anabole Steroide usw.
Trotzdem ist der Thread-Titel gut und wichtig: Was wird uns hier eigentlich verboten? Ein internationaler Rechtsgrundsatz lautet "No victim, no crime" - was keinen Dritten unmittelbar schädigt, muss erlaubt sein. Selbstschädigung (eine solche ist ja bei hohem Cannabiskonsum schon möglich, wenn auch in geringerem Maße als mit Alk & Ziggis) ist ausdrücklich nicht strafbar, sonst müsste man ja z.B. etliche Sportarten ebenso verbieten wie Süßigkeiten und Fertiggerichte.
Was also wird verboten? Wenn jemand ein paar Pflanzen in seinem Garten hat, diese dann erntet, trocknet und selbst konsumiert, wem hat er geschadet? Was geht es den Staat an, was ich als erwachsener Mensch in meinem Gewächshaus oder im Beet neben die Gurken Tomaten pflanze? Wie kann man Pflanzen, also Natur, verbieten wollen? Je länger man drüber nachdenkt, umso absurder wird's.
Wenn man's vorurteilsfrei betrachtet, richtet das Verbot nicht nur mehr Schaden an, als es der Hanf je könnte, es verstößt auch gegen die Verfassung (freie Entfaltung der Persönlichkeit, Selbstbestimmung, Gleichbehandlung...) und gegen international gängige Rechtsstandards, wie das auch über die Hälfte der deutschen Strafrechtsprofessoren in einem Brief an den Bundestag dargelegt haben, was aber erwartungsgemäß ignoriert wurde.
Legalize it!
Ein mäßiger Konsum von Cannabis verhilft einem, leichter vom Alltag abzuschalten, vergleichbar mit einem Urlaub. Durch das herunterdimmen des Wahrnehmungsfilters ist man leichter in der Lage auf andere Gedanken zu kommen. Die zwei Hauptwirkprofile sind die Reduzierung von Stress (wohl auch des positiven Stresses, was bei übermäßigem Gebrauch zum sog. Amotivationssyndrom führen kann) und die Reduzierung der Wahrnehmumgsfilters (was bei Überdosierung zu Desorientierung führen kann). Die Schädlichkeit hängt also vom Konsumverhalten ab, welches aber wegen mangelnder körperlicher Entzugserscheinungen händelbar ist. Ist lediglich eine Frage der Disziplin und Mäßigung. Auch beim Alkohol gibt es schließlich Trinkregeln.