Zitat: von Nutzer2917297
Auch früher waren Kinder unbeaufsichtigt den ganzen Tag unterwegs.
Ob diese sich dann ein Pornoheftchen von älteren Geschwistern (oder im Schrank der Eltern gefunden) angeschaut haben, konnten die Eltern gar nicht mitbekommen.
Pornos sind Verarsche => man muss sie nicht verbieten sondern widerlegen!
Schulen brauchen daher endlich echte Sexualkunde, die nicht bloß Fortpflanzungskunde ist sondern solche Themen anspricht und erklärt, dass das Gezeigte (z.B. Busen- & Penisgröße) nichts mit Realität zu tun hat. Das ist genau wie mit Fakenews. Schüler müssen durch Medienkompetenz-Erziehung lernen, dass die nur durch künstlich übertriebene Emotionen Empörung erzeugen wollen und den Verstand auszuschalten versuchen.
Ich hatte nichts gesagt von Klarnamen-Pflicht!
Ich dachte eher an ein paar nette Polizeibeamtinnen, die im Netz als angeblich 12jährige Naivlinge unterwegs sind und so auf "Kinderschänder-Fishing" gehen.
Allerdings scheint es so zu sein, dass zu diesem Zweck auch Straftatbestände geändert werden müssen, damit die Kontaktaufnahme auch strafbar wird, wenn am anderen Ende des Chats eine Polizeibeamtin saß.
So gesehen ist schon auch gesetzgeberisch Bedarf, um mehr Schutz von Jugendlichen zu realisieren.
Zitat: von Ursula1955
Allerdings sollte in jedem Fall der Schutz vor Leuten ausgebaut werden, die im Internet mit falschen Angaben (z.B. bezüglich ihres Alters) unterwegs sind. Mit Polizei-Lockvögeln scheint das ja prima zu klappen. Nur ein paar mehr sollten es halt sein.
Denn ein paar Naivlinge gibt es unter den Jugendlichen immer - auch wenn Eltern und Schule bestens aufklären.
...aber höchstens in speziellen Kinder-Chaträumen.
Generelle Klarnamenpflicht ist unzumutbar! Wer z.B. ein Selbsthilfe-Forum über Impotenz oder Unterstützung illegaler Flüchtlinge betreibt, will nicht mit Klarnamen drin stehen. Oder ein Sammler wertvoller Luxusarmbanduhren wäre wohl auch sehr dankbar, wenn auf seiner privaten ambitionierten Sammlersite zum Thema Rolex und Co stehen muss, bei wem es diese Uhren gleich in Massen zu klauen gibt. (Der Fall Gurlitt zeigt, dass nicht jeder Besitzer von für wertvoll gehaltenen Gegenständen die Mittel oder Mentalität hat, sich gegen Diebstahl einzubunkern und in ein Reichenghetto nach Art einer Gated Community zu leben. Z.B. Oldtimerbastler haben nach 10jähriger Hobbyarbeit an einer ehemaligen Schrottkarre oft eine nominell sehr wertvolle Karosse in der Garage, aber trotzdem kein Bargeld für Wachschutz oder dergleichen.) Und für Whistleblower oder Zeugen organisierten Verbrechens etc. kann Enttarnung der Identität sogar tödlich sein.
Ein öffentliches Impressum ist sehr zweischneidig. Bei einem Webshop ist klar dass der Käufer ein berechtigtes Interesse hat, zu erkennen wer wo was verkauft oder betrügt. Doch Sachen wie Beleidigung gehören als Straftatbestand ganz abgeschafft (die sind Meinungsäußerung!). Erst im Fall von Mobbing oder Stalking (die Dosis macht hier das Gift) oder Betrug (wozu ich auch Verleumdung zähle) sollte der Gesetzgeber einschreiten dürfen, und da wissen Geheimdienste letztendlich sowieso schon alles. Dass die Polizei auf der Website nachlesen muss wem sie gehört (bei Betrügern stehen dort Lügen drin) ist ziemlich absurd, und Winkeladvokaten der Abmahnmafia sollte es so schwer wie möglich gemacht werden, überhaupt massenweise Adressen rauszukriegen.
(KEINE Mitzeichnung!)
Der Straftatbestand "Zugänglichmachung von Pornographie" gehört im Cyberzeitalter zu den heute gesellschaftsüblichen Formen sexueller Aufklärung und gehört als veraltetes Relikt komplett gestrichen. >70% aller Pubertierenden hat sowas auf Smartphones, ohne dass es der Masse schadet.
(KEINE Mitzeichnung)
Einiges von dem, was Sie schreiben, ist durchaus richtig.
Aber es ist eben ein Unterschied, ob eine 12jährige am Nacktbadestrand ein erigiertes Glied sieht oder ob der nette Freund, mit dem sie im Internet gechattet hat, dieses auf einer einsamen Waldlichtung plötzlich auspackt. Denn da denkt sie natürlich sofort: Jetzt wird er mich vergewaltigen und dann umbringen, damit ich ihn nicht verrate.
Also ist der Schutz vor solchen Leuten durchaus angebracht - auch wenn es bei Exhibitionismus bleiben würde.
Und was hilft es dem Jugendlichen, dass es ihm/ihr nichts ausmacht, nackt im Internet aufzutauchen, wenn es dem anderen (z. B. dem potentiellen Chef) eben doch was ausmacht?!
Ich denke, ein Schutz in dem Sinn, dass Dinge für Jugendliche nicht zugänglich gemacht werden, ist illusorisch. Dass Jugendliche bedenkliche Inhalte sehen, kann m. E. nicht vermieden werden - vor allem da deren Internet-Kenntnisse meist bestens sind.
Allerdings sollte in jedem Fall der Schutz vor Leuten ausgebaut werden, die im Internet mit falschen Angaben (z.B. bezüglich ihres Alters) unterwegs sind. Mit Polizei-Lockvögeln scheint das ja prima zu klappen. Nur ein paar mehr sollten es halt sein.
Denn ein paar Naivlinge gibt es unter den Jugendlichen immer - auch wenn Eltern und Schule bestens aufklären.
Zitat: von Ursula1955
Stimmt. Allerdings waren früher die Gefahren auch geringer. Pornoheftchen trafen sich nicht heimlich mit 12jährigen im Wald. Und Nacktphotos von 12jährigen waren nicht überall auf der Welt ewig verfügbar.
Das waren dann die vertrauenswürdigen Trainer im Sportverein im Umkleideraum. Honorige Gottesmänner im Beichtstuhl. Usw., usw.
Entsprechende Schundheftchen wird es auch gegeben haben, nehme ich an. Die fragliche "Industrie" ist ja nicht erst mit dem Internet entstanden. Die Bumsbomber waren ja auch schon vor dem Internet als sprichwörtlich bekannt. Das Internet hat das ein paar Jahre lang lediglich öffentlicher gemacht.
Zitat: von Ursula1955
Stimmt. Allerdings waren früher die Gefahren auch geringer. Pornoheftchen trafen sich nicht heimlich mit 12jährigen im Wald. Und Nacktphotos von 12jährigen waren nicht überall auf der Welt ewig verfügbar.
Der war noch nicht mal gut!
Wir erleben doch gerade, welchen Schutzwall die Tabuisierung der Sexualität um die Täter gebaut hat. Die Opfer melden sich gerade, mit 30 oder 40 Jahren Verzug, und berichten über übergriffige Geistliche, Sozialbetreuer, Lehrer, Trainer, ...
Da ist es sicherlich besser, wenn, aus welchem Grund auch immer, das Thema bei Eltern und Kindern derart präsent ist, dass Auswüchse sofort angegangen werden können.
Denn eins sollte mal ganz klar gesagt werden: Unser gesamter Jugendschutz in Sachen Nacktheit ist total verlogen und verklemmt. Nacktheit ist völlig natürlich, selbst wenn Kinder auf Erwachsene treffen. Und kein Kind erleidet einen Schaden dadurch, ein erigiertes Glied zu sehen, wenn es darauf vorbereitet ist.
Schon der Blick ins Alte Testament zeigt, dass Scham über Nackheit bei Adam nur eine faule Ausrede war, weil ihn das schlechte Gewissen plagte. Und das Tragen der Kleidung gehört mit zur Buße der Erbsünde.
Man sieht nur mal wieder ganz deutlich, wie unsäglich die Nachwirkung des Christentums im säkularen Staat heute noch wütet. Die Heranwachsenden müssen unter der Verklemmtheit der Erwachsenen leiden und sind auf Momente ihrer eigenen Körperlichkeit nicht vorbereitet. Der gesamte Jugendschutz müsste sich neu aufstellen. Nackte Menschen und ihre Geschlechtsteile sind nichts, vor dem Kinder und Jugendliche geschützt werden müssten. Im Gegenteil: nur so wird man nicht einvernehmliche Praktiken thematisieren und angehen können.
Zitat: von Nutzer2917297
Auch früher waren Kinder unbeaufsichtigt den ganzen Tag unterwegs.
Ob diese sich dann ein Pornoheftchen von älteren Geschwistern (oder im Schrank der Eltern gefunden) angeschaut haben, konnten die Eltern gar nicht mitbekommen.
Man hat Kinder nicht 24/7 überwacht sondern war froh, wenn diese nach Mittagessen und Hausaufgaben das Haus verlassen und erst zum Abendessen wieder da waren.
Es gab noch keine "Helicopter-Eltern" die ihre Kinder ganztägig überwacht haben.
Stimmt. Allerdings waren früher die Gefahren auch geringer. Pornoheftchen trafen sich nicht heimlich mit 12jährigen im Wald. Und Nacktphotos von 12jährigen waren nicht überall auf der Welt ewig verfügbar.
Auch früher waren Kinder unbeaufsichtigt den ganzen Tag unterwegs.
Ob diese sich dann ein Pornoheftchen von älteren Geschwistern (oder im Schrank der Eltern gefunden) angeschaut haben, konnten die Eltern gar nicht mitbekommen.
Man hat Kinder nicht 24/7 überwacht sondern war froh, wenn diese nach Mittagessen und Hausaufgaben das Haus verlassen und erst zum Abendessen wieder da waren.
Es gab noch keine "Helicopter-Eltern" die ihre Kinder ganztägig überwacht haben.
Korea muss ich in Schutz nehmen.
Produktion, Konsum und Verteilung von Pornographie incl. im Internet sind dort komplett verboten und werden auch überwacht.
Was Elternverantwortung betrifft, da stimme ich zu.
Allerdings ist Deutschland zu einem Land verkommen, wo oft beide Elternteile arbeiten müssen, um finanziell über die Runden zu kommen.
Wenn wir den sozialen Rückschritt in “Die Mutter kümmert sich um die Kinder” (oder alternativ der Vater) machen, kann Deutschland nicht mehr Exportweltmeister sein.
Vielleicht würde dieser konservative Schritt zurück ja den Kindern nützen.