Zitat: von CYBERYOGI =CO=Windler
Vor allem braucht es endlich ein Handelsverbot für virtuelle Güter in Games für Echtgeld. Man muss jedoch ganz klar zwischen durchs Spielen gewonnenen/erkämpften virtuellen Gegenständen (Schwerter in WOW etc.) und vom Spielteilnehmer als Produkt einer designerischen Tätigkeit hergestellten virtuellen Gegenständen (Objekte in Second Life) unterscheiden.
Zitat: von CYBERYOGI =CO=Windler
Allerdings sollte man nicht vergessen dass Aktien, Daytrading und ähnliche Produkte der Finanzwirtschaft letztendlich ebenso virtuelle Güter der allergrößten und abzockerischten aller Internet-Spielbanken sind (und IMO ebenso verboten gehören).
Aktien sind keineswegs virtuell, es sind Anteile an einer echten Firma. Mittlerweile zwar nicht mehr als gedruckte Urkunde, aber dennoch sehr reel und Aktien zu kaufen ist wesentlich sinnvoller als Dinge in einem Spiel, das irgendwann abgeschaltet wird. Trotzdem sehe ich keinen Grund, das zu verbieten, es gibt auch Leute, die Geld dafür ausgeben, ihrem Fußballverein dabei zuzusehen, wie er jedes Spiel verliert - aber es ist ja deren Geld.
Vor allem braucht es endlich ein Handelsverbot für virtuelle Güter in Games für Echtgeld. Man muss jedoch ganz klar zwischen durchs Spielen gewonnenen/erkämpften virtuellen Gegenständen (Schwerter in WOW etc.) und vom Spielteilnehmer als Produkt einer designerischen Tätigkeit hergestellten virtuellen Gegenständen (Objekte in Second Life) unterscheiden.
Second Life ist z.B. das Internet-Äquivalent einer riesigen öffentlichen Modelleisenbahnanlage (man spielt weder um Punkte noch Levels noch sonstige künstliche Anreize dort möglichst viel Zeit am Stück zu verschwenden), und ich sehen keinen Grund warum man das Verkaufen selbst designten Zubehörs für reale Modellbahnanlagen erlauben, aber für die virtuelle Version grundsätzlich verbieten muss.
In Systemen wie WOW führt Echtgeld-Handel mit erspielten Gegenständen hingegen zu einer übermäßigen Vermischung von realem und virtuellen Lebensinhalt (dem vom Spiel starr vorgegebenen Ziel, möglichst viele Punkte und Levels etc. zu schaffen). "Gold-Farmen" in WOW schafft daher soziale und wirtschaftliche Blindleistung, die weder der Realwirtschaft noch der Selbstentfaltung der Persönlichkeit nützt und darum ähnlich Glücksspiel staatlich reglementiert gehört.
Der einmalige Kauf von Software über ein Bezahlsystem ist unkritisch und gehört nicht verboten. Wird jedoch (z.B. in Free2Play-Games) ständig nach kostenpflichtigen Add-Ons gebettelt um im Spiel schnell oder überhaupt weiter kommen zu können, wird dies ggf. ein Fass ohne Boden mit erheblichem Suchtpotential.
=> Mitzeichnung
Allerdings sollte man nicht vergessen dass Aktien, Daytrading und ähnliche Produkte der Finanzwirtschaft letztendlich ebenso virtuelle Güter der allergrößten und abzockerischten aller Internet-Spielbanken sind (und IMO ebenso verboten gehören). Daher sollten Gesetze zur Einschränkung von Glücksspiel ebenso für die Börse gelten.