-leonore- | Sat Apr 13 08:56:14 CEST 2019 - Sat Apr 13 08:56:14 CEST 2019

Ggf. besteht die Möglichkeit, in einer Patientenverfügung zu wünschen, dass bei Unklarheiten auch Facebook-Inhalte zu berücksichtigen sind.

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cyracus | Mon Apr 01 17:40:10 CEST 2019 - Mon Apr 01 17:40:10 CEST 2019

Nein, wo auch immer hochladen hilft nicht. Das Papier muss persönlich unterschrieben sein - siehe meinen Post an @leonore (momentan etwas über Deinem). - So ist es zur Zeit, und so bleibt es hoffentlich.

Ich bin überzeugt, dass es Spahn reich vergoldet wird, wenn er die Widerspruchslösung durchkriegt. - Google mal mit "jens spahn pharma", er ist nämlich heftig verbandelt mit der Pharmalobby. - Ekelerregend das alles!

Vor paar Jahren war dieses Thema ja schon mal am Kochen, und es wurde vielfach betont, dass solch eine Widerspruchslösung gegen unser Grundgesetz verstoßen würde. - Es äußern sich jetzt auch schon mehrere hochrangige Politiker gegen eine solche Widerspruchslösung. So wie ich es wahrnehme, haben wohl auch - wenn überhaupt - nur sehr wenige Politiker-Kollegen den Jens Spahn lieb ... bestenfalls hilft uns das.

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cyracus | Mon Apr 01 17:28:28 CEST 2019 - Mon Apr 01 17:28:28 CEST 2019

@leonore, richtig, die Erklärung per Tattoo ist rechtlich nicht bindend, gilt lediglich als Körperschmuck. Und der Inhalt der gestochenen Erklärung wird dabei (von den Organ-Geierigen) so angesehen: Zum Zeitpunkt des Stechens mag der (ähm) "Hirntote" ja dieser Meinung gewesen sein können, aber möglicherweise hat er / sie sich danach umentschieden ... Außerdem muss die Erklärung persönlich unterschrieben sein, und es wird (was ich unverschämt finde) empfohlen, die zur Zeit gültige Nicht-Erklärung / Erklärung alle zwei Jahre zu wiederholen.

Ich habe auf meinem Nicht-O-Ausweis vermerkt, dass diese Erklärung so lange gilt, wie ich keine anderslautende abgegeben habe. Schließlich gilt das für Testamente doch auch!! - Angeblich sollen sich bei Befragungen 80% dafür aussprechen, dass sie spenden wollen würden. Seltsam, ich kenne in meinem Umfeld niemanden! - Was heere mündliche Erklärungen angeht, zeigt anschaulich das Video auf YouTube "Schweden - Gutmenschen - Experiment: Keiner will Ali mit nach Hause nehmen". Abgesehen davon, dass ich diese Zahl von 80% nicht glaube: Sagen kann man viel ...

Hier geht es nun um Listen, um was zum Thema O-spende zu verwalten ... als würde es in Wahrheit darum gehen ...

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cyracus | Mon Apr 01 17:10:56 CEST 2019 - Mon Apr 01 17:10:56 CEST 2019

Die Transplantationslobby hatte es bei Ulla Schmidt versucht (sie sagte deutlich "Mit mir ist das nicht zu machen, es bleibt bei der Zustimmungslösung!"), dann bei Daniel Bahr, der uns die eingeschränkte Zustimmungslösung bescherte, mit der bei Nichterklärung die Angehörigen gefragt werden können.

Das ist unfassbar, schließlich heißt Nicht-Zustimmung nicht gleichzeitig, dann frag doch meine Angehörigen. - Es wäre ganz so, als käme jemand zu mir und würde mich fragen, ob ich ihm 1000 Euro schenke.Weil ich es absurd finde, sage ich nichts, drehe mich um und gehe weg. Dieser jemand geht dann zu meinen Angehörigen und fragt die, ob sie damit einverstanden sind, dass ich ihm 1000 Euro schenke. - Und sagen die Ja, muss ich ihm das Geld geben.

In diesem Thread habe ich in einem Post auf zwei aussagekräftige Videos auf YouTube hingewiesen, die zeigen, dass als "hirntot" erklärte leben ("30% Hirntod Diagnosen falsch" und "Der tödliche Apnoetest"). - Auch ist bekannt, dass von wirklich Verstorbenen keine Organe zwecks Transplantation entnommen werden können - der "Spender" muss noch leben, während ihm die Organe rausgeschnitten werden.

Auf YouTube gibt es mehrere Berichte von Angehörigen, die ihre ausgeschlachteten Lieben danach sahen, und sie sahen, dass diese grauenvolle Schmerzen haben erleiden müssen.

Auch auf YouTube ist das Interview mit Werner Hanne zu finden mit dem Titel "Der Organwahn", ebenfalls sehr aussagekräftig.

Diese ganze Transplantiererei ist ein Riesengeschäft, und es ist wichtig, genau hinzuschauen, was alles damit zusammenhängt. - Vordergründig über irgendwelche verwaltenden Listen nachzudenken, ist nachrangig!

Für mich gilt: Auf keinen Fall Mitzeichnung!

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cyracus | Mon Apr 01 16:53:31 CEST 2019 - Mon Apr 01 16:53:31 CEST 2019

NACH dem Tod sind die Organe zwecks Transplantation unbrauchbar - der Mensch muss noch leben, während ihm die Organe rausgeschnitten werden.

Wie unsicher die vielgepriesene "Hirntod-Diagnose" ist, zeigen Berichte wie "30% Falsche Hirntod-Diagnosen " (auf Youtube) und das Interview mit dem Neurologen Professor Coimbra mit dem Titel "Der tödliche Apnoetest" (auch auf YouTube), in dem er erklärt, warum oftmals bei Schwer-Hirn-Kranken auf dem Monitor eine Null-Linie gezeigt wird, obwohl das Gehirn noch funktioniert und in der Phase der Wiederherstellung / Genesung ist. (Das 18-Minuten-Video zeigt das vollständige Interview.)

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-leonore- | Tue Mar 26 21:56:48 CET 2019 - Tue Mar 26 21:56:48 CET 2019

Wie dem auch sei - ich bin nicht überzeugt, dass ein längeres Leben mit Fremdorgan unter spirituellen Aspekten besser wäre als ein kürzeres Leben ohne Fremdorgan.
Organspende ist und bleibt absolut unnatürlich, obwohl technisch machbar.
Und dann die ganzen armen Versuchstiere, die für die Transplantationstechnik leiden müssen.
Schon alleine deshalb würde ich kein Fremdorgan haben wollen.
Ich möchte diese Tierversuche nicht auf meinem Gewissen haben.

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Ideengebender Borkumer | Sun Mar 24 20:20:12 CET 2019 - Sun Mar 24 20:20:12 CET 2019

eine gute Frage:

Kann ich einem öffentlichen Register vertrauen?

Aber nicht vergessen- bereits jetzt stehst du in der Schufa, im Testamentsregister, als Geschäftsführer im Handelsregister, in der Knochenmarkspenderdatei, im Einwohnermeldeamt, im Wahlregister, im Schuldnerverzeichnis...

Heute steht jeder in so vielen Registern und diese sind (hoffentlich) alle gut gesichert und funktionieren. Die Sicherheit zu regeln ist eine Sache des ausführenden Staates und wird hoffentlich sorgsam geprüft. Absolute Sicherheit gibt es jedoch leider nie.

Auch wenn es nicht im Vorschlag steht- da Änderungen möglich sein sollen bei jedem Arzt hat natürlich jeder Bürger ein Einsichtsrecht in seine dort gespeicherte Angabe. Ich hielt dies für eine Selbstverständlichkeit, daher hatte ich es nicht erwähnt.

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-leonore- | Thu Mar 21 15:23:19 CET 2019 - Thu Mar 21 15:23:19 CET 2019

PS: Vielleicht hat sich auch die Person geirrt, die meinte, eine Facebook-Mitteilung diesbezüglich wäre rechtlich nicht relevant. Ich hoffe das jedenfalls. Wenn Spender und Nichtspender ihre Organspende-Ausweise - in denen das eine oder andere drinstehen kann, Ja oder Nein zur Organ- und Gewebespende - freiwillig hochladen würden, käme das doch auch den Befürwortern/Wartenden entgegen. Es käme doch allen entgegen, nur denen nicht, die Missbrauch beabsichtigen.

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-leonore- | Tue Mar 19 20:16:18 CET 2019 - Tue Mar 19 20:16:18 CET 2019

Ich wundere mich immer über das Vertrauen gegenüber Registern, die man nicht selber einsehen kann. Ich möchte weder Organe noch Gewebe spenden und habe mal einem Pathologen gegenüber mitgeteilt, dass ich das demnächst auf meine Facebook-Seite stellen werde, damit es keine Missverständnisse geben kann. Der Pathologe meinte daraufhin, dass solch eine öffentliche Kundgebung rechtlich nicht von Belang wäre.
Und dann soll die Auskunft nach einem Register, das man nicht selber einsehen und kontrollieren kann, darüber entscheiden, ob man Organe spenden muss oder nicht?
Ich wollte nie Tattoos. Aber ich überlege ernsthaft, ob ich mir quer über meinen Körper tätowieren lasse: Ich bin kein Organ- und kein Gewebespender.
Aber das würde dann wahrscheinlich auch rechtlich nicht relevant sein.
Wie kann man sich denn absichern, dass auch alle wissen, dass man NICHT spenden möchte?

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Emsland | Tue Mar 19 09:17:49 CET 2019 - Tue Mar 19 09:17:49 CET 2019

Zudem stellt sich die Frage, ob durch die Option eines Spenderorganes die Forschung zur Linderung und Therapie des Urproblems gehindert bzw. vermindert wird. Wahrscheinlich wird dies im philosophischen Kontext sein.

Die Suche nach möglichst langen Leben auf der Erde hat auch viel mit der fehlenden bzw. abnehmenden Religiosität zu tun.

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