StefanJ-- | 04.10.2019 - 18:02

Zitat: von Nutzer1106666
Die Methode USA würde auch den großen Makel unseres Rettungsgassenparagrafen beseitigen: ich kann erst eine bilden wenn ich weiß, dass das ein wirklicher Stau ist und nichts was kurz anhält und weiterkriecht. Die Stillstandsinformtion muss von vorne nach hinten durchgereicht werden, nicht im Aberglauben, dass diejenigen hinten anfangen eine Gasse zu bilden. Denn das könnte man das nämlich gleich immer machen, mit schmaleren Spuren.


Nein, da gibt es keinen "Mangel" - die Rettungsgasse ist unaufgefordert zu bilden, sobald der Verkehr ins Stocken gerät. Dazu muss man nicht "wissen" ob das "ein wirklicher Stau" ist.

Und nein, noch schnell die Spur wechseln, weil es auf der eigenen Spur mit 5 km/h und auf der anderen geade zufällig mit 6km/h vorwärts geht, verstößt bereits gegen das Rettungsgassenprinzip. Bei einem Kleinwagen vielleicht noch eine lässliche Sünde, de rpasst vielleicht noch irgendwo zwischen rein, aber bei einem LKW ein absolutes NoGo.

A propos, die Amis brauchen das mit dem Radio nicht für Rettungsgassen. Sondern nur für Tornados, Überflutungen, usw. Dasmit der Rettungsgasse funktioniert da prima - angefangen damit, dass nicht jeder merkbefreite Mitvierradersatzbeschwanzte meint, er käme schneller voram, wenn er alle 10 Meter die Spur wechselt. Dieses pathologische Spurwechseln kenne ich aus den USA nicht.

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Nutzer241 | 04.10.2019 - 17:31

Zitat: von Malika2000

Also wäre es doch sinnvoller alle Autos nach links rüber so weit es geht und der Rettungswagen kann rechts fahren und an der Ausfahrt auch sofort rechts abbiegen. Würde nur gern wissen wer sich die quasi links gebildete Rettungsgasse ausgedacht hat und wie er sich das Prozedere des Ausfahrens gedacht hat?



Der Sinn der Rettungsgasse ist, daß die Einsatzfahrzeuge möglichst schnell nach vorne kommen, denn der Einsatzort befindet sich typischerweise vor dem Stau. Wenn der Rettungswagen von einem weiteren Unfall am Stauende kommt, war wohl die Straße weiter vorne komplett gesperrt, z.B. durch einen Querliegenden LKW. Andernfalls wäre er schneller gewesen, wenn er nicht die zugestaute Ausfahrt genommen hätte.
Der Grund, warum nicht alle nach ganz links fahren, ist der, daß es zahlreiche Abschnitte ohne Seitenstreifen gibt. Früher meist zweispurig, dann fuhr man links nach links und rechts nach rechts, damit im Zweifelsfall das langsame Fahrzeug halb im Dreck oder im Schnee stecken bleibt und nicht der schwere Tanklöschzug, der nach vorne muß.

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Malika2000 | 04.10.2019 - 16:02

Ich stelle mir die Frage- warum bei einer dreispurigen Autobahn die beiden rechts fahrenden nach rechts- und die linke Spur nach links ausweichen müssen.
Erst kürzlich gesehen: da machen alle die Rettungsgasse und der Rettungswagen fährt auf der Standspur.....
Oder: die Rettungsgasse ist gebildet und der Rettungswagen muss aber die Ausfahrt nehmen- kommt nicht rüber weil alles dicht ist und die Fahrzeuge (LKW) dicht an dicht stehen.

Also wäre es doch sinnvoller alle Autos nach links rüber so weit es geht und der Rettungswagen kann rechts fahren und an der Ausfahrt auch sofort rechts abbiegen. Würde nur gern wissen wer sich die quasi links gebildete Rettungsgasse ausgedacht hat und wie er sich das Prozedere des Ausfahrens gedacht hat?

Aber rot- weiße Farbe? Nee, die lassen wir mal lieber auf der Pommesschranke.

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donnchen | 03.10.2019 - 16:51

Der Bußgeldkatalog für diese Verkehrssünder ist d e u t l i c h zu gering. Bei drastischen Massnahmen u.a. ein langer Führerscheinentzug, Geldbuße um mindestens auf das 10fache erhöhen ergibt mit Sicherheit eine Selbstregulierung.

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Nutzer1106666 | 03.10.2019 - 11:46

Die Methode USA würde auch den großen Makel unseres Rettungsgassenparagrafen beseitigen: ich kann erst eine bilden wenn ich weiß, dass das ein wirklicher Stau ist und nichts was kurz anhält und weiterkriecht. Die Stillstandsinformtion muss von vorne nach hinten durchgereicht werden, nicht im Aberglauben, dass diejenigen hinten anfangen eine Gasse zu bilden. Denn das könnte man das nämlich gleich immer machen, mit schmaleren Spuren.

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StefanJ-- | 03.10.2019 - 09:02

Nicht nur völlig unnötig, sondern schlicht Dummfug, diese Petition.

Wer die Rettungsgasse so schon nicht kapiert, dem helfen auch keine zusätzichen Fahrbahnmarkierungen.

Ich plädiere für Rettungsgessenschaffungsfahrzeuge (Räumpanzer) - daswürde sich dann ganz schnell von alleine regeln ... ;-)

@ Ronald.PDM, die "Post-Its" gibts ja schon reichlich.


OK, nicht alle habend as Radio an. Oder die Augen auf der Straße (manchmal scheint im Stau das Handy halt wichtiger zu sein). Aber da würde ich mir so ein Radiosystem wie in den USA wünschen. Da werden dann wichtige offizielle Meldungen (meist so Sachen wie Flut- und Tornadowarungen) einfach von Amts wegen überblendet, quer über fast alle örtlichen Frequenzen. So a la "Trööt. Trööt. Wichtige Durchsage. Autobahn A123 zwischen Kleinkleckersdorf und Hintertupfingen. Schwerer Unfall mit Vollsperrung. Rettungsgasse einhalten! Durchsage Ende. Trööt. Trööt."

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ronald.PDM | 03.10.2019 - 01:07

Der großflächige Anstrich der Fahrbahn ist nicht nur teuer, sondern auch gefährlich. Der Rollwiederstand der aufgebrachten Farbe ist im Regelfall deutlich geringer als die übliche Fahrbahndecke. Die Fahrbahn wird in dem Bereich also, insbesondere bei Nässe, deutlich rutschiger. Motorradfahrer lernen daher schon in der Fahrschule Markierungen zu meiden und auf diesen insbesondere nicht zu bremsen. Auch für ältere Autos ohne entsprechende Assistenten könnte es gefährlich werden, wenn das Auto bei hohen Geschwindigkeiten auf einer Seite deutlich stärker abgebremst wird als auf der anderen, denn diese Markierung währe ja großflächig auf weiten Teilen von zwei Fahrbahnen erforderlich.

Einfacher ist es wohl, wenn sich vergeßliche Verkehrsteilnehmer einfach ein Post-It an die Sonnenblende kleben. Jeder ist selber dafür verantwortlich, sich an die grundlegenden Regeln zu halten und nicht das Gehirn auszuschalten. Der Staat (wir alle) kann und soll nicht jedem das Denken abnehmen. (So etwas nennt sich auch individuelle Freiheit.) Insbesondere wenn es die Gesamtbevölkerung durch erhöhte Gefahren, massive Kosten und starke Störungen während der Markierungsarbeiten unverhältnismäßig belastet.

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Nutzer1977233 | 02.10.2019 - 23:45

Die rot-weiße Markierung ist eine Idee. Durchgängig rot oder eine andere Farbe wäre auch denkbar. Kostenintensiv ja - aber es werden so viele Autobahnen in regelmäßigen Abständen (wegen der Abnutzung [vorallen durch LKW] neu markiert?

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