CYBERYOGI =CO=Windler | Wed Aug 04 03:50:52 CEST 2021 - Wed Aug 04 03:50:52 CEST 2021

Noch schädlicher als Bulemie-Wahn ist der soziale Zwang zur Selbstverstümmelung durch sogenannte "Schönheits"-Chirurgie. Dinge wie zur Gesellschaftsnorm erhobene Silikonbrüste oder der Irrsinn vermeintlich zu lange Schamlippen kürzen zu lassen weil Pubertierende die Körper aus Pornos für Realität halten ist wesentlich schlimmer, und ethisch in die gleiche Kategorie wie religiös motivierte Genitalverstümmelung einzustufen. (Wichtig: Ich verlange ausdrücklich kein Pornoverbot für Jugendliche. Pornos sind Verarschung - man muss sie nicht verbieten sondern widerlegen!) Daher ist Kennzeichnungspflicht für manipulierte Körperabbilder sinnvoll, wo dieses nicht offensichtlich ist. Auch für Schönheits-OPs und Tattoos braucht es deutlich strengere Gesetze, damit sie nicht beiläufig getätigt werden.


Dieser Beitrag wurde vom Moderator gekürzt, da er in keinem sachlichen Zusammenhang mit dem Thema der Petition stand. Bitte bleiben Sie sachlich bei dem jeweiligen Thema der Petition. Bitte beachten Sie die Richtlinie.

=> definitiv Mitzeichnung!

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Ursula1955 | Tue Aug 03 16:57:48 CEST 2021 - Tue Aug 03 16:57:48 CEST 2021

Zitat: von Mtec
Was können junge Generationen überhaupt noch? Eingeständiges / eigenverantwortliches Denken? Quellen / Aussagen kritisch hinterfragen? Selbstbewußtsein?

Über Generationen hinweg hatte man soviel Hirn, dass man über solche Werbebildchen eher gelacht und nicht für voll genommen hat. Und heute braucht die Jugend bzw. läßt sich von solchen Bauernfängern, Quacksalbern & Gauklern irgendwelchen Blödsinn aufschwatzen.

Da sollten die Elterngenationen mal drüber nachdenken, was sie da so heranerzogen haben...


Stimmt alles, was Sie sagen.

Und hinzu kommt, dass Themen wie diese ja auch in allen Schularten im Unterricht besprochen werden. Im Deutschunterricht liest man heute nicht nur Goethe, sondern auch viele Zeitungsartikel - auch über die Themen Darstellung im Internet, Schlankheitswahn und auch Kriminalität im Internet.

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Überlegung | Mon Aug 02 08:57:09 CEST 2021 - Mon Aug 02 08:57:09 CEST 2021

Zitat: von Nutzer1106666
«Von den verzerrten Bildern allein, entwickelt niemand eine Essstörung oder kommt zu Tode.»
Von einem Nicht, aber von der Masse und von Wiederholungen… …und der dadurch in Dritten gesetzten Erwartung.


Nein, das reicht auch in Wiederholung nicht aus. Jugendliche mit schweren anorektischen Essstörungen sehen nicht mehr Bilder, als jene ohne.
Die Bilder allein bewirken lediglich unnötige Unzufriedenheit mit dem Körper. Keine Essstörung, auch wenn sich das Gerücht hartnäckig hält.

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StefanJ-- | Sun Aug 01 18:46:03 CEST 2021 - Sun Aug 01 18:46:03 CEST 2021

Zitat: von Malika2000
Ich habe mit unterzeichnet, weil die Werbungen und Fotos derartig massiv bearbeitet werden, dass ein Mädchen quasi an Bulliemie leiden muss um dem falschen Schönheitsideal zu entsprechen.
So viele Mädchen sind bereits gestorben- haben sich zu Tode gehungert und könnten noch leben wenn verfälschte Fotos und Werbungen verboten würden. Das mindeste ist aber- die Jugendlichen vorab darauf hinzuweisen, dass die Bilder absichtlich verändert wurden- es diese Person(en) so aber nicht gibt.


Ach ja, mal wieder was aus der Aufreger- Echokammer. Aber ich gebe gerne zu, die gelegentlichen "Reportagen", wo der Leidensweg eines besonders krassen Falls minutiös nachverfolgt wird, die haben schon viel "human interest" ...

Also, diese Sau wurde schon durchs Dorf getrieben, als meine Eltern Teenager waren. Und wahrscheinlich auch schon 3000 Jahre lang vorher. Zu meinen Eltern ihren Zeiten war es der böse Elvis Presley (if he moves anything below his waistline I'll close his show down), dann kamen die Beatles und die Stones, die Monotonie des Yeah, yeah, yeah, dann die Punks, Marilyn Manson, dann ...

A propos, Fälle von Anorexie (Statista, Anzahl der in deutschen Krankenhäusern diagnostizierten Fälle von Anorexie und Bulimie in den Jahren 2000 bis 2018) 2018 7218, Bulimie 1718. Tendenz fallend. Wenn dagegen laut RKI und KIGGS-Studie ca. 15% der Kinder und Jugendlichen übergewichtig und 5-6% fettleibig sind, dann würde ich das als das medizinisch größere Problem ansehen. 5% von 13,5 Mio macht 675.000, oder grob zwei Größenordnungen mehr.

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Nutzer1106666 | Sun Aug 01 13:15:56 CEST 2021 - Sun Aug 01 13:15:56 CEST 2021

(
Klammer auf…

Ich lese immer, dass man unbedingt Nachhilfe braucht um durch CoViD-19 ausgefallene sog. Lerninhalte nachzuholen. Dass so viel Leerlauf die Schüler zurückwirft. Wie es eigenartigerweise auch die Sommerferien tun…

Was für Lehrpläne sind das? Keine die genau diese angesprochenen Probleme berücksichtigen.

Klammer zu.
)

Anmerkung der Moderation:
Bitte halten Sie sich eng an das Thema der Petition.

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Nutzer1106666 | Sun Aug 01 13:11:49 CEST 2021 - Sun Aug 01 13:11:49 CEST 2021

«Von den verzerrten Bildern allein, entwickelt niemand eine Essstörung oder kommt zu Tode.»
Von einem Nicht, aber von der Masse und von Wiederholungen… …und der dadurch in Dritten gesetzten Erwartung.

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Mtec | Thu Jul 29 21:24:54 CEST 2021 - Thu Jul 29 21:24:54 CEST 2021

Was können junge Generationen überhaupt noch? Eingeständiges / eigenverantwortliches Denken? Quellen / Aussagen kritisch hinterfragen? Selbstbewußtsein?

Über Generationen hinweg hatte man soviel Hirn, dass man über solche Werbebildchen eher gelacht und nicht für voll genommen hat. Und heute braucht die Jugend bzw. läßt sich von solchen Bauernfängern, Quacksalbern & Gauklern irgendwelchen Blödsinn aufschwatzen.

Da sollten die Elterngenationen mal drüber nachdenken, was sie da so heranerzogen haben...

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StefanJ-- | Thu Jul 29 19:47:15 CEST 2021 - Thu Jul 29 19:47:15 CEST 2021

Ach waren das noch Zeiten, als ein LaKotz-Hemd leichtes Amüsement ausgelöst hat.

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Überlegung | Thu Jul 29 08:19:06 CEST 2021 - Thu Jul 29 08:19:06 CEST 2021

Zitat: von Malika2000
Ich habe mit unterzeichnet, weil die Werbungen und Fotos derartig massiv bearbeitet werden, dass ein Mädchen quasi an Bulliemie leiden muss um dem falschen Schönheitsideal zu entsprechen.

nicht wirklich
Zitat: von Malika2000
ISo viele Mädchen sind bereits gestorben- haben sich zu Tode gehungert und könnten noch leben wenn verfälschte Fotos und Werbungen verboten würden. Das mindeste ist aber- die Jugendlichen vorab darauf hinzuweisen, dass die Bilder absichtlich verändert wurden- es diese Person(en) so aber nicht gibt.


Von den verzerrten Bildern allein, entwickelt niemand eine Essstörung oder kommt zu Tode.

Und gerade Essstörungen, die so massiv sind, dass die Betroffenen daran sterben, haben ganz andere Hintergründe, meist (nicht immer!) familiärer Art, massive Abwertung, Vernachlässigung, zuweilen sex. Missbrauch. Das ist ein kompliziertes Thema, das sich nicht über Werbebilder erklären lässt, auch wenn Sündenböcke immer gern genommen werden, weil es alles einfacher macht.

Korrekt ist aber, dass Werbebilder ein falsches Bild wiedergeben und auch dafür sorgen, dass sich in den Köpfen aller eine Verzerrung einstellt, so dass man Normalgewichtige als "dick" einstuft, ob man will oder nicht.

Und hier kommt das Problem: Der Hinweis auf eine Verzerrung könnte ungefähr so wirken, wie die ekligen Bilder auf Zigarettenpackungen: Die Verantwortlichen haben den Eindruck, was getan zu haben und fühlen sich gut. An den zugrunde liegenden Ursachen hat man sich ja nicht abmühen müssen.

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