Max Power 1337 | Wed Dec 07 07:13:16 CET 2022 - Wed Dec 07 07:13:16 CET 2022

Aus Ihrem Diskussionsverlauf lese ich heraus, dass in der Art und Weise des Zinsrahmens die Crux liegt:
Zum einen möchte man das Instrument des Dispos beibehalten, da es ein freiwilliges Angebot ist und man die Banken nicht verschrecken möchte dieses einzustellen.
Zum anderen ist der Zins den aktuellen Begebenheiten anzupassen.

Würde das eine Lösung bevorzugen, die sich an den aktuellen Begebenheiten anpasst, also beispielsweise dispozins ergibt sich aus Leitzins + Frei wählbaren Zinsbetrag, der gesetzlich auf ein Maximum gedeckelt ist, diese Deckelung müsste dementsprechend das Risiko des Rückzahlungsausfalls mit einbeziehen.
Bspw.:
Dispozins = 2% Leitzins + Zins frei wählbar (aber kleiner als 5%)

Und darüber hinaus wäre es ja angemessen bei wiederholten ausnutzen des Dispokredits auf etwaige Beratungsangebote hinzuweisen, so könnte man die Banken bitten von sich aus Auskunft zu geben, aber ab gewissen Indikatoren verpflichtend ein Informationsschreiben zu versenden.
Diese Indikatoren könnten beispielsweise über die gesamte zu zahlende Zinssumme ,Disposumme oder Anzahl Tage innerhalb eines festen Zeitrahmens (bspw. 100 Tage)
Festgelegt werden.

Was halten Sie von dem Diskussionsvorschlag, ist der Geund Ansatz zielführend?
Wie könnten Sie das erweitern / optimieren?

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Nutzer2917297 | Sat Dec 03 08:08:13 CET 2022 - Sat Dec 03 08:08:13 CET 2022

Weil ein Dispo nicht dazu gedacht ist, der Bank dauerhaft Geld zu schulden.

Auch an Ihrer Argumentation erkennt man, dass der Dispo zweckentfremdet und nicht dafür genutzt werden soll, für das er gedacht ist.
Ein Dispo ist für KURZFRISTIGE Überbrückung gedacht (ca. 3 max. 4 Monate zum Kontenausgleich)
Das bedeutet: nach 3 - 4 Monaten bleibt das Konto nach Zahlungseingängen und Abzug aller zu zahlenden Fix- und variablen Kosten weiterhin im Plus.

Der eingeräumte Dispo Rahmen basiert einzig und allein auf einem freiwilligen entgegenkommen der Bank das Konto - ohne verpflichtende Rückzahlung in Raten - überziehen zu dürfen. Dafür werden höhere Zinsen verlangt als bei einem Verbraucherkredit, der mit einem Kreditvertrag über einen gewissen Zeitraum mit festen Raten zurückgezahlt wird.

Wer den Dispo dauerhaft ausreizt hat den Sinn des eingeräumten Finanzrahmens nicht verstanden. Er schuldet der Bank dauerhaft Geld, ohne auch nur im entferntesten darüber nachzudenken, das geschuldete Geld zurückzuzahlen.

Schlimmer sind nur die Bankkunden, denen von der Bank eine Umschuldung (Ratenkredit) zum Ausgleich des Kontos angeboten wird und nach dem Ausgleich des Kontos durch den Ratenkredit ZUSÄTZLICH den Dispo nochmals voll ausreizen. So wird der Schuldenberg immer höher.

Deshalb noch einmal:
Geld und Finanzen ist ein Thema, über das zwingend mehr gesprochen und gelehrt werden muss.

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Fischbrötchen1 | Fri Dec 02 10:40:03 CET 2022 - Fri Dec 02 10:40:03 CET 2022

warum, bei 0% guthaben Zins + sagen wir mal 500 Basispunkte sind es dann 5% Dispozinsen. Warum soll das nicht gehen?

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Nutzer2917297 | Fri Dec 02 09:36:34 CET 2022 - Fri Dec 02 09:36:34 CET 2022

Das funktioniert nicht. Denn:

Guthabenzinsen können nur gezahlt werden, wenn der Gewinn zwischen den Zinsen zu denen sich Banken Geld leihen, plus Verwaltungskosten, Personalkosten usw. höher ist als der Zinssatz, zu dem Banken Geld verleihen.

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