Ich bin für Recycling, aber es darf kein Zwang sein. Es ist komplett pervers, per neokolonialem E-Schrott-Exportverbot Afrikanern faktisch das Besitzrecht an Elektrogeräten absprechen zu wollen (denn Neuware können sie sich oft nicht leisten). Das ganze hat (in leichter Sprache gesagt) eine Attitüde von: "Ihr dummen kleinen Negerlein seit nicht würdig Elektrogeräte zu besitzen, weil ihr die ja sowieso nur anzündet und der Umwelt schadet..."
Wenn Geräte dort repariert und weiter verwendet werden, kann dies der Umwelt und Menschheit nur nützen! Um Rohstoffabfluss und Schrottverbrennung zu verhindern, muss Europa endlich genügend echte E-Schrott-Recyclinganlagen in Afrika errichten, um dort mit deren Arbeitskraft echtes Recycling zu ermöglichen. Wenn die EU ihre Rohstoffe zurück will, soll sie den recycleten Schrott gefälligst für harte Währung von dort zurück kaufen, statt Afrikaner per Exportverbote technisch in die Steinzeit zurück befördern zu wollen.
Den häufigsten Wegwerfgrund von Alt-Handys, die mit der Zeit ausgenuddelte Akku-Ladebuchse, kann man selber ganz ohne teuren Löt-Doktor beheben, indem man mit Lupe und Pinzette einen Metalldraht-Stift in die Lade-Buchse einbringt, damit der Netzteil-Ladestecker wieder Stromkontakt zum Handy bekommt. Nach anfänglicher Schmor-Kontakterhitzung lötet sich dieser Metall-Stift von selbst in der Handy-Ladebuchse fest und fällt danach nicht mehr heraus. Eine Selfmade-Reparaturmethode, die weltweit Millionen Handys vor der Verschrottung bewahren würde.
Wäre die Recycling-Wirtschaft fair und marktwirtschaftlich orientiert, dann bedürfte es gar nicht so einer Petition. Stattdessen ist bisher nach Jürgen Trittin-Art verfassungswidrige Zwangswirtschaft angesagt, indem den Verbrauchern allerlei Pfandzahlungszwänge auferlegt werden. Damit wird verschleiert, daß die Recycling-Industrie Rohstoffe gratis geliefert bekommt und so ihre Milliarden-Profite damit Brutto wie Netto einstreicht.
In einer grundgesetzkonformen Marktwirtschaft gäbe es keine Flaschenpfand-Rückgabeautomaten, sondern Automaten, die entsprechend der gelieferten Rohstoffe dem Lieferanten Geld ausbezahlen. So ein Rohstoffe-Ankaufsystem (davon waren sogar die dafür nötigen Arbeitsplätze statt Automaten finanzierbar) ist nichts neues, sondern gab es schon mal in der DDR und könnte neben Papier, Flaschen, Dosen, Kunststoffen usw. auch für den Ankauf alter Handys funktionieren. Für die heutige Detektor-Technik wäre es kein Problem, in einem Automaten die Alt-Handys auf ihren Gehalt an seltenen Erden zu scannen und den entsprechenden Ankaufspreis dafür zu berechnen und auszuzahlen. Würde die marktwirtschaftswidrige Trittin-Zwangspfandwirtschaft und unfaire Recycling-Wirtschaft durch so ein Rohstoffe-Ankaufssystem ersetzt, wäre die Umwelt vom Strand bis zum Wald von Müll leer gefegter als in Japan.
Sie haben recht es gibt schon genügend Sammelstellen, warum alles Doppelt aufbauen Typisch Deutsch!