@Strafmündig | 21.04.2023 - 00:07:
Wie das?
Waren da Wiederholungstäter am Start die innerhalb der Haftstrafdauer nicht nochmal hätten töten können?
Was wäre mir jetzt neu, daß Frankreich und England in der Kriminalstatistik soviel besser dastünden...
...im Gegenteil ist AFAIK in beiden Ländern die Abkopplung großer Teile der jungen Menschen von der Restgesellschaft ein größeres Problem als hier, ebenso die Gewaltkriminaliät.
Ach schau her,hätte mich auch schwer gewundert wenn diese Argumentation nicht gekommen wäre.
Unfassbar!
In der Schweiz, in Frankreich und in Großbritannien sind Kinder bereits mit 10 Jahren strafmündig.
Evidenz: LUISE WÄRE DORT JETZT NOCH AM LEBEN !!!
Es ist wichtig Paragraf 19 StGB JETZT zu ändern und anzupassen !!!
Da Sie meiner "nachgereichten" Ankündigung, mich mit dem von Ihnen in Bezug genommenen Beitrag aus dieser Diskussion zurückziehen zu wollen, zuvorgekommen sind, möchte ich auf Ihre Nachfrage gerne noch antworten.
Zitat: von Strafmündig
Bei jedem Straftätigen Mensch ab 18-21 Jahre wird per Gutachten geprüft, ob Jugend-oder Strafrecht erfolgt. Warum kann man dann bei bestimmten Taten wie z.B. Mord nicht auch per Gutachten schauen, ob eine Strafe nicht schon unter 14 erfolgen sollte.
Zitat: von Strafmündig
Gerade bei Diebstahl höre ich auch, das Jugendliche dann damit prahlen, das sie ja noch Strafunmündig sind. Durch die Diskussion in der Politik und Kriminalermittler, usw. würde es ein ganz anderes Signal geben
Das mag sein; ich kann es nicht wirklich beurteilen. Allerdings möchte ich noch auf das Arrgument hinweisen, dass sehr häufig jugendliche Straftäter erst durch ihre im Gefängnis verbrachte Zeit tatsächlich zu "Kriminellen" werden.
So! Das war's jetzt wirklich von mir.
(Aus von mir nicht nachvollziehbaren Gründen wird trotz aller Bemühungen das mittlere Zitat nicht als solches angezeigt. Sorry!)
@ Lebensschützer | heute - 17:10
Zitat : „ Mit dieser Petition wird jedoch - leider - kein Forum für eine sachliche und sachorientierte Diskussion, sondern eines für teils übelsten Populismus geschaffen - mit einer Vielzahl von Beiträgen, die weder den Tätern, noch den Opfern und schon gar nicht der Sache gerecht werden.“
Bei jedem Straftätigen Mensch ab 18-21 Jahre wird per Gutachten geprüft, ob Jugend-oder Strafrecht erfolgt. Warum kann man dann bei bestimmten Taten wie z.B. Mord nicht auch per Gutachten schauen, ob eine Strafe nicht schon unter 14 erfolgen sollte. Des weiteren wird das Thema Mobbing in der Schule totgeschwiegen. Da müsste es Projekte geben die Pflicht sind für Schüler aber v.a. auch für Lehrer, denn wo beginnt Mobbing und wo endet es. Vielleicht hätte man Luisa helfen können. Aber wir müssen jetzt die Klassenkameraden und Eltern unterstützen Anzeichen schneller zu erkennen und deuten. Denn ich glaube nicht das es der letzte Vorfall war. Gerade bei Diebstahl höre ich auch, das Jugendliche dann damit prahlen, das sie ja noch Strafunmündig sind. Durch die Diskussion in der Politik und Kriminalermittler, usw. würde es ein ganz anderes Signal geben
Zitat: von Nutzer1106666
Opferschutz vor Täterschutz muss nichts mit Rache zu tun haben.
Man muss sich ein Werkzeug geben damit es parat ist, das ist zu fordern. Dass man es dann fleißig anwendet steht auf einem anderen Blatt Papier.
Nur eben - unzweifelhaften Zugriff auf Mittel um neue Oper zu verhindern, den muss es gundsätzlich geben.
Nutzer 1106666, Sie (und eine Menge anderer Diskutanten zu dieser Petition) tun gerade so, als würden noch nicht strafmündige Minderjährige, die eine im Sinne des Strafgesetzbuchs strafbare Handlung begangen haben, völlig ohne Reaktion der Gesellschaft bleiben. Das ist aber nicht so! Selbstverständlich werden Kinder, die schwere, wegen ihres Alters noch nicht mit Mitteln des Strafrechts zu verfolgende Taten begehen, für diese zur Rechenschaft gezogen; dies geschieht allerdings nicht im Rahmen des Strafrechts, sondern mittels Maßnahmen der Jugendhilfe.
Die Diskussion um eine Herabsetzung des Strafmündigkeits-Alters sollte denen überlassen werden, die tatsächlich hierzu (und zwar qua entsprechender Kenntnis und Qualifikation) befähigt und berufen sind: (Entwicklungs-)Psychologen, Pädiater, Erziehungswissenschaftler, Kriminologen. Wenn hier vom Deutschen Bundestag ein Beschluss gefordert würde ein aus solchen Fachleuten zusammengesetztes Gremium einzusetzen, das sich mit dem Für und Wider einer Neuregelung des Eintritts der Strafmündigkeit zu befassen und im Anschluss eine entsprechende Empfehlung an den Gesetzgeber abzugeben hat, wäre ich sofort bei den Unterstützern. Mit dieser Petition wird jedoch - leider - kein Forum für eine sachliche und sachorientierte Diskussion, sondern eines für teils übelsten Populismus geschaffen - mit einer Vielzahl von Beiträgen, die weder den Tätern, noch den Opfern und schon gar nicht der Sache gerecht werden. Lupinal hat mit seinem Eingangsstatement zun diesem Diskussionszweig den Nagel auf den Kopf getroffen!
(Mit diesem Beitrag gedenke ich mich aus dieser teils unwürdigen Diskussion zu verabschieden.)
Ja, die Täter haben sich vor der Tat im Internet darüber informiert, dass sie keine Konsequenzen zu befürchten haben. Ist das "Evidenz" genug?
Allein aus dem erzieherischen Grundsatz heraus das durch das eigene Handeln immer eine Konsequenz erfolgt muss hier was getan werden.
Was sollen völlig verrohte Kinder/Jugendliche denn lernen wenn es keine strafrechtliche Verfolgung für schwere Vergehen gibt?
Wir reden hier nicht über einen kleinen einmaligen Diebstahl im Supermarkt sondern über schwere Vergehen. Diese müssen Konsequenzen haben um den Tätern klar zu machen das es Grenzen gibt. Auch Wiederholungstaten müssen irgendwann härtere Konsequenzen nach sich ziehen.
Solche Prozesse müssen dann aber auch vorrangig behandelt werden um die Konsequenz schnell greifen zu lassen.
Das ist der richtige Weg meines Erachtens nach.
Ich war viele Jahre mit öffentlichen Verkehrsmitteln als freischaffende Sprach- und Nachhilfedozentin unterwegs, auch an Wochenenden. So traf ich oft am späten Abend oder am Wochenende an abgelegenen Bahnhaltestellen, an denen es weder Kameras noch Notrufsäulen gab, auf vorwiegend drei bis vier 10- bis 16-Jährige, die aus Langeweile alles, was möglich war, beschädigten und beschmierten. Aber auch sehr häufig hatten sie ein junges Opfer gefunden, das sie in oft sehr brutaler Weise schikanierten. Natürlich griff ich vehemment ein und verjagte sie, da ich seit meiner Kindheit sehr erprobt im Nahkampf bin und auch keine Angst habe. War kein anderes Opfer in Sicht, gingen sie auf mich los, mit Sprüchen wie:"Wenn wir Dich hier kalt machen, Alte, kann uns keiner 'was, weil wir unter 14 sind." Sie zogen aber jedesmal bei mir den Kürzeren, trotz meiner 55 Jahre.
Das ging Jahr für Jahr so. Weder Polizisten noch Politiker kümmerten sich darum, sondern schnitten mir und jedem anderen schon nach dem zweiten Satz das Wort ab und wiesen mich auf die Strafunmündigkeit der Täterinnen und Täter hin.
Ich machte das 10 Jahre lang mit. Ich hätte theoretisch von meinen Schülern verlangen können, zu mir zu kommen, wollte es ihnen aber unter diesen Umständen nicht zumuten. Sie waren ja auch noch selber jung. Mit großer Wahrscheinlichkeit wäre ihnen von diesen Schlägertypen eher etwas zugestoßen als mir.
Brutal ist, wie Sicherheitskräfte und Politiker die Bevölkerung im Stich lassen. Es gibt bereits 8-Jährige, die voller brutaler Gelüste sind. Das ist erschreckend. Es wird ja nicht verlangt, dass sie in Jugendgefängnisse gesteckt werden. Aber auf alle Fälle sollten ihre Straftaten in den Akten aufgenommen werden und sie müssten, je nach Schwere der Tat, soziale Arbeitsstunden leisten und vor allem unter psychiatrische/psychologische Betreuung gestellt werden. So kann es jedenfalls nicht weitergehen.
Das Ausmaß jugendlicher Straftaten ist der Öffentlichkeit ja gar nicht bekannt, da sie überhaupt nicht registriert werden. Nachdem drei meiner Anzeigen gar nicht verfolgt worden waren, erstattete ich keine weiteren mehr, sondern erledigte alle folgenden Vorkommnisse auf meine Art. Manch Jugendlicher wird sich sicher noch an die Prügel, die er von mir bezog, schmerzhaft erinnern.
Ich tue mich immer schwer damit, solche Taten als jugendlichen Leichtsinn abzutun, wie manche hier argumentieren. Ich bin auch der Ansicht, dass im Kopf was nicht stimmt, wenn man so eine Tat begeht - oder ähnliche. Fakt ist doch, dass ein Messer benutzt wurde, also handelt es sich auf jeden Fall um eine Tat mit Vorsatz, denn wozu sonst hatte man ein Messer dabei, um Holz zu schnitzen? Wohl kaum.
Ergo: Hier wurde eine Tat durchgeführt, welche die Täterinnen zumindest vorher in Betracht gezogen hatten. Demnach kann man wohl kaum von "gesunden Jugendlichen" sprechen. Die logische Schlussfolgerung wäre mindestens ein Aufenthalt in der Kinder- und Jugendpsychiatrie und vorläufig hinter verschlossenen Türen!