Zitat: von --
Gibt es Unterschiede zwischen einheimischen Sorten und jenen, die man typischerweise außerhalb der Erdbeerzeit im Supermarkt vorfindet?
Es gibt schon erhebliche Unterschiede zwischen den einheimischen Sorten. Leider sind die geschmacklich besten meist nicht so wirklich lager- und transportfähig, so dass man die praktisch nur saisonal direkt beim Erzeuger kaufen kann. Der klassische Zielkonflikt bei der Pflanzenzüchtung für die kommerzielle Landwirtschaft eben.
Erdbeeren sind kein Betreuungsrecht, da kann man schon mal diskutieren.
Sind also schlechte Erdbeeren freiheitsberaubender als jenes? Muss wohl.
Die Lebensmittelhändler rechtfertigen ihre Preise mit den Mietpreisen, weil einfach alle Preise steigen.
Dabei ergibt sich eine interessante Wirtschaftsverkettung in Hinblick auf den selbst regulierenden Konkurrenzkampf.
Dieser ist überhaupt nicht vorhanden, weil Erdbeeren mit Autos konkurrieren.
Selbst wenn ich den politischen Hintergrund der Produktlabels besonders bei Lebensmitteln besser verstehen würde, er wird vorhanden sein, ist er bestenfalls ein Armutszeugnis, eine Gegenkraft zu etwas viel Schlimmeren, ...will ich mich einfach nur ernähren. Sogar nicht einmal darüber nachdenken ob das gesund ist, was ich da gerade esse. Besser gesagt, angeboten bekomme. Und ich will dazu eine Auswahl haben.
Doch nichts davon existiert.
Ohne Auto ist das Einkaufen mühselig, das Einkaufen an sich ist mühselig, Enge Gänge, Kontrollkassen, Gegnerische Kunden, Psychospielchen und Dudeldauermusik im ganzen Aufbau, die Preise steigen ins Unermessliche, das Sortiment ist seit einem Jahrhundert unverändert, es gibt die Auswahl zwischen Milch, Fleisch, Ei, und etwas Beilage, falls der Markt das noch anbietet. Gesund ist nur ein Teil der Beilage.
Erdbeeren passen dabei fast nicht rein. Plötzlich taucht etwas auf, das dem ganzen Konzept widerspricht. Es symbolisiert eine Freiheit. Auch und besonders wenn sie dann wieder verschwinden. Ob diese Freiheit durch weitere Anpassung gestärkt oder verdorben wird, weiß der Geier. Vermutlich verdorben.
Wer die Lebensmittelpreise kontrolliert, kontrolliert Alles. Nicht nur die anderen Preise.
Die steigen Weltweit, und Deutschland ist im Vergleich dazu wohl noch gut am kämpfen.
Es wäre unangenehm das essen zu müssen was Vater Staat auf den Tisch bringt.
Aber da könnte man wenigstens meckern, und der hat ein Interesse daran das sein Kinder nicht verhungern oder sich streiten.
Die sog. Freie Marktwirtschaft jedoch, die sich nicht einmal wie Eingangs erwähnt selbst regulieren kann, was ihr großer Vorteil sein soll, reguliert nur eine unfassbare Abhängigkeit von Allem. Auf kosten jeder Freiheit.
Nichts reguliert, keine Wahl, keine Entscheidung, nur Abhängigkeit.
Wenn man so will könnte man sagen haben die Lebensmittelverkäufer dabei das größte Recht ihre Preise zu steigern.
Und wir müssen wohl dankbar sein, das die Erdbeeren matschig und wässrig sind, dafür aber das dreifache von Vorgestern kosten wo sie noch lecker waren,
aber wir nicht verhungern müssen.
Ich verbitte mir irgendwelche Planwirtschaft Kommentare, bei der man zu Recht Angst vor solchen Abhängigkeiten hat.
Die FAO, Welternährungsorganisation müsste näher ins Blickfeld kommen, und sich nicht "nur" um den Welthunger, versuchen, zu kümmern, seit 1945.
Bei dieser Macht von den Lebensmittelverkäufern, die ich jetzt spaßeshalber aber zur leichteren Veranschaulichung mit Drogenkartellen vergleiche, macht auch die Gurkenkrümmung der EU viel mehr Sinn.
In der Tat, sind Erdbeeren vielleicht schon zu viel für die Bundesregierung. No Joke.
Ich werde nicht versuchen wie der wirtschaftliche "Welthunger" in Europa, Deutschland und der Welt zu lösen sei, wenn die FAO dazu nicht einmal was sagt.
Naja... kostenlose Grundnahrungsmittel. Mit Erdbeeren!
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Gehen sie mal in irgendeine Stadt auf der Welt und setzen sich hin.
Nach wenigen Sekunden oder Minuten kommt eine unschuldig junge Dame, die selbst nicht verhungern möchte und drei Kinder zu ernähren hat,
und verlangt von Ihnen das sie unverzüglich Speiß und Trank zu sich nehmen.
Kann noch sein das sie sich an den Bürgersteig gesetzt haben, dann kommt vermutlich jemand anderes vorbei und verlangt das sie sofort aufstehen.
Also mich erinnert dieses einfache Bild an ein Hexenhaus. Eine Dimension des Schreckens.
Wo ist der Ausgang? Im Schrank? In Erdbeeren vermutlich aber auch nicht.
Andererseits hat die Welt sich schon öfters leicht bewegt, nur weil plötzlich alle Bock auf Pfeffer hatten, oder Gold. Oder Öl.
Es sieht aber nicht danach aus das damalige Freiheiten heute noch bestehen.
Man ist wunschlos glücklich in diesem Hexenhaus. Und wehe wenn nicht!
Ich verstehe jede Entität als Funktion und kenne keinen Spaß.
Es besteht noch eine Möglichkeit: Einfach den Verkäufer oder den Betreiber des Geschäftes fragen. Oder mal den Produktschlüssel näher betrachten. Oder einfach selbst pflücken, die Angebote hierzu sind mannigfach.
Wenn Erdbeeren Weihnachten gekauft werden, ist grob anzunehmen, dass sie nicht aus Deutschland kommen.
Ich verstehe die Affinität nach "Produktlabels" übehaupt nicht. Den wenigsten Verbrauchern sind die aufgebrachten Labels bekannt, was sie aussagen und was siebedeuten. Es interessiert sie nicht weiter, oder ignorieren sie. Die Angaben werden eionfach nicht gelesen.
Kein Mensch käme auf die Idee nach einem "Produktlabel" für Autos zu fragen, wo es gebaut wurde, wer die Hinterachse gefertigt hat und wer sie drangeschraubt hat. Irgendwie müssen Lebensmittel etwas geistig abgehobenes haben, um schwarz auf weiss lesen zu können was mit ihnen passiert ist, wer sie hergestellt hat, wo sie gewachsen sind, auf welchem Boden, gedüngt mit was, wurden Pestizide oder Fungizide verwendet oder gar Glyphosat und ob sie auch gewiss bei Vollmond von Jungfrauen geerntet wurden, wenn ja, wann?
Nutzer 621931 sagte es bereits sehr deutlich: Es sind heutzutage Lizenzen die zu beachten sind. "Verwendet" der Anbauer eine Pflanze entgegen Lizenzbestimmungen dürfte ihm das einen erheblichen Betrag an "Schadenersatz" kosten.
Zitat: von --
...und darauf zu achten, wo und (jahreszeitlich) wann man Obst und Gemüse einkauft. Damit löst man so manche Geschmacksfrage fast von allein.
Zitat: von Querdenker65
Eine Verteuerung der Produkte durch eine Angabe die offensichtlich eh der Anstand gebietet, scheint hier mangels eines realen relevanten Mehraufwandes nicht gegeben zu sein.
Sie haben lustige Vorstellungen von gesetzlichen Regelungen im Nahrungsmittelbereich.
Zunächst müsste für jede Pflanze ein Herkunftsnachweis geführt werden. Erdbeerpflanzen dürfen schon lange nicht mehr von den Anbauern selbst gezüchtet werden. Sie kaufen natürlich bestimmte Sorten ein, aber diese müssten jetzt auch von der Pflanzung bis zur Abgabe im Supermarkt lückenlos nachweisbar sein.
Dann steigt der Flächenbedarf, weil künftig unterschiedliche Sorten nicht mehr auf benachbarten Flächen oder Gewächshäusern angebaut werden können. Insekten halten sich nicht an Feld- oder Sortengrenzen und bestäuben querbeet. Damit kann nicht mehr ausgeschlossen werden, dass bei einer Laborprobe einer Supermarktschale Erdbeeren auch andere Sorten als die deklarierte nachgewiesen werden können - und das ist dann irgendwo zwischen einem Wettbewerbsverstoß und strafrechtlich relevantem Betrug.
Meiner - Hobbygärtner - Erfahrung nach hat der Geschmack einer Erd- oder Himbeeren viel mehr mit den klimatischen Bedingungen beim Anbau als mit der Sorte zu tun. Einfach gesagt: Viel Sonne = süße Erdbeere. Wenig Sonne = wenig Geschmack.
Warum ist das bei Äpfeln kein Problem?
Für sortenreine Äpfel ist es einfach üblich geworden, die Sorte oder eine Lizenz- oder Handelsmarke zu nennen. Beispielsweise bezeichnet "Pink Lady" nur ein eingetragenes Markenzeichen, aber umfasst mehrere Sorten. Es gibt keine Verpflichtung zu einer weitergehenden Deklaration und neben Äpfeln aus sortenreinem Anbau werden auch viele Äpfel aus Mischanbau oder ohne Deklaration angeboten.
Ironie an:
Zitat:
Als Verbraucher möchte ich...
... alles immer und jederzeit und überall in Bioqualität, frisch, saisonal und lokal bekomme. Zum Discounterpreis. 365 Tage im Jahr. Dass selbst Samstag abends um 21:55h noch alle Auslagen in allen Geschäften aufs Beste gefüllt sind. Und dass natürlich der böse Handel um 22:05h nichts wegwirft.
Und dass sich der Bundestag um wirklich alles kümmert, was mich ganz persönlich bekümmert.
Ironie aus.
Zitat: von Querdenker65Zitat: von Nutzer621931Zitat:
Als Verbraucher möchte ich...
Nur weil Sie sich ganz persönlich für Erdbeersorten interessieren, sprechen Sie nicht für alle Verbraucher.
Wenn Sie ganz persönlich ein so großes Interesse an Erdbeersorten haben, dann kaufen Sie doch regional während der Saison ein. Die Erdbeerhöfe geben meist gerne Auskunft über ihre Produkte.
Ich sehe keinen Mehrwert für die Verbraucher im Allgemeinen in dieser Petition. Erdbeeren müssen nicht noch durch zusätzliche Vorschriften weiter verteuert werden - und jeder neue gesetzliche Zwang verteuert ein Produkt.
Es steht Jedem frei, sich Alles hineinzuschaufeln.
Zu einem bewussten Lebensmittelkauf gehört es Geschmack nicht dem Zufall zu überlassen.
und darauf zu achten, wo und (jahreszeitlich) wann man Obst und Gemüse einkauft. Damit löst man so manche Geschmacksfrage fast von allein.
Frage zur Petition:
Wie viele Sorten Erdbeeren sind im hiesigen Handel überhaupt erhältlich?
Gibt es Unterschiede zwischen einheimischen Sorten und jenen, die man typischerweise außerhalb der Erdbeerzeit im Supermarkt vorfindet?
Zitat: von Nutzer621931Zitat:
Als Verbraucher möchte ich...
Nur weil Sie sich ganz persönlich für Erdbeersorten interessieren, sprechen Sie nicht für alle Verbraucher.
Wenn Sie ganz persönlich ein so großes Interesse an Erdbeersorten haben, dann kaufen Sie doch regional während der Saison ein. Die Erdbeerhöfe geben meist gerne Auskunft über ihre Produkte.
Ich sehe keinen Mehrwert für die Verbraucher im Allgemeinen in dieser Petition. Erdbeeren müssen nicht noch durch zusätzliche Vorschriften weiter verteuert werden - und jeder neue gesetzliche Zwang verteuert ein Produkt.
Es steht Jedem frei, sich Alles hineinzuschaufeln.
Zu einem bewussten Lebensmittelkauf gehört es Geschmack nicht dem Zufall zu überlassen. Dass durch eine Sortenangabe auch der Geschmack bezeichnet wird, dürfte allgemein bekannt sein. Auch ob Erdbeeren fester sind oder schneller zermatschen, kann sich hierdurch erkennen lassen. Bestenfalls wird weniger weggeworfen.
Eine Verteuerung der Produkte durch eine Angabe die offensichtlich eh der Anstand gebietet, scheint hier mangels eines realen relevanten Mehraufwandes nicht gegeben zu sein.
Mitzeichnung