Nutzer4902401 | Mon Dec 18 07:18:01 CET 2023 - Mon Dec 18 07:18:01 CET 2023

@ Nutzer5699432 | gestern - 22:04

Sie bleiben die Antwort auf die Frage schuldig, wer denn wie von Ihnen behauptet die Alteigentümer schon längst entschädigt haben soll, und mit was.

In der Regel wurde in der DDR entschädigungslos enteignet. Oder nur gegen eine nominelle Entschädiging. Oder zu einer deutlich geringeren Entschädigung, wenn der Alteigentümer nicht mehr im Land war. Oder man hat "Treuhänder" eingesetzt, deren ausdrückliche Aufgabe es war, dieses Eigentum möglichst schnell pfändungsreif zu machen, und damit entschädigungslos enteigenbar. Oder man hat Ausreisewillige (hallo Hr. Dr. Vogel) das Eigentum gegen eine Scheinzahlung abgepresst. Das waren genau die Taktiken, die schon vor 1945 von der anderen Unrechtsfraktion angewendet worden waren.

Zitat: von Nutzer5699432
@4902401
Rückgabe vor Entschädigung kam von Seiten der Bundesrepublik in den Einigungsvertrag.

29. September 1990, Volkskammer, Vermögensgesetz.

Zitat: von Nutzer5699432
Aber darüber zu streiten ist mittlerweile eh zu spät.

Warum tun Sie das dann?

Zitat: von Nutzer5699432
Übrigens die Minol war eine staatliche Mineralölgesellschaft und das hätte sie durchaus auch bleiben können. Aber das gefiel dem damaligen Bundeskanzler nicht..... deshalb wurde an die französische Elf verkauft.

Ah, mal wieder Ostalgie. Hm. Da hätte also die Bundeskasse keine nagelneue Raffinerie bauen sollen? Die MINOL so wie sie war, also mit den ganzen alten Werken, Altlasten, usw., usw. verkaufen sollen? Oder sich selbst überlassen? Doch, das hätte sicher Interessenten gegeben ... und natürlich hätte das die MINOL alles "aus eigener Kraft" geschafft ... *LOL*

Und ELF war so doof, damit lange Jahre ein Minusgeschäft gemacht zu haben. Heute ist Leuna das umsatzstärkste Unternehmen in Sachsen-Anhalt. Es gab außer Projektion nie einen einzigen beweis für Bestechung. Die alten Bundesländer haben da reichlich Geld reingesteckt. Entweder MINOL, oder Schafweide. Komisch, das alles wird nie erwähnt.

Zitat: von Nutzer5699432
Kurze Zeit später tauchen dann die "Ehrenwort geschützten" Parteispenden auf...... ist alles ganz sicher nur Zufall. :-))

Ja, sicher. Das musste ja kommen. Nur komisch, dass es dabei auch blieb. Komisch, dass da sonst keiner der angeblich Beteilgten inzwischen in seinen Memoiren darauf eingeht. Immerhin ist das alles lange verjährt. Moment, man weiß ja nicht mal, wer diese angeblich Beteilgten überhaupt sein könnten.

Zitat: von Nutzer5699432
Mich würde mal interessieren was passiert wäre wenn der jetzige Kanzler nicht Erinnerungslücken sondern ein Ehrenwort als Begründung für sein Schweigen in der Affäre um
Kumex ins Feld geführt hätte....
Was man davon halten soll..... muss jeder mit sich selbst ausmachen. Ich finde es sowohl als auch höchst bedenklich.


Wo ist da der Unterschied? Ganz einfach. Herr Scholz hat da aktiv eingegriffen. Und da ging es um Steuergelder.

Aber auch Herr Scholz ist ja nicht nur völlig ungeschoren davongekommen, er wurde sogar noch befördert.

Außerdem, was ist wohl "ehrenwerter"? Sogenannte "Erinnerungslücken"? Oder "ich weiß es, ich sag's aber nicht"?

Ach ja, die Schuldenbremse benötigen wir eben wegen dieser Wiederverinigung. Hätte die DDR sich selbst und alle Anderen nicht so erfolgreich belogen, was ihre angebliche Wirtschaftskraft anging, das wäre völlig anders gelaufen. Und die DDR war so fair, vorher noch eine Volkskammerwahl anzuhalten, um ein klares Mandat für die Wiedervereinigung zu haben. Unter allgemeinem populären Ost- Jubel für Herrn Kohl. Vor dem Eierwurf in Halle war 100.000-fach Jubel angesagt in Erfurt, Chemnitz, und in den anderen Großstädten der DDR.

Im Westen hatten wir diese Wahl nicht. Das wurde von Herrn Kohl leider unterbunden. Da hatte Oskar Lafontaine zumindest in diesem sehr speziellen Punkt den deutlich besseren Riecher.

Ja, ich wollte, es gäbe Parallelwelten, in die man reinschauen kann. Ich würde dann mal gerne die sehen, in der es keine Wiedervereinigung gegeben hätte, sondern eine klare Trennung in zwei deutsche Staaten, in jeder Hinsicht. Politisch, geographisch, staatsbürgerrechtlich, finanziell, ... DDR-Bürger würden dann heute wohl als Gastarbeiter nach Polen fahren, anstatt anders herum.

Wenn ich in dem Moment besonders garstig drauf wäre, dann hätte dann der bestehen bleibenden DDR sogar noch Westberlin als Trostpreis geschenkt. Gebrauchter Artikel, wie besehen, keine Rücknahme, keine Wandlung, keine Gewährleistung.

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Nutzer5699432 | Sun Dec 17 22:04:12 CET 2023 - Sun Dec 17 22:04:12 CET 2023

@4902401
Rückgabe vor Entschädigung kam von Seiten der Bundesrepublik in den Einigungsvertrag.
Aber darüber zu streiten ist mittlerweile eh zu spät.
Übrigens die Minol war eine staatliche Mineralölgesellschaft und das hätte sie durchaus auch bleiben können. Aber das gefiel dem damaligen Bundeskanzler nicht..... deshalb wurde an die französische Elf verkauft.
Kurze Zeit später tauchen dann die "Ehrenwort geschützten" Parteispenden auf...... ist alles ganz sicher nur Zufall. :-))
Mich würde mal interessieren was passiert wäre wenn der jetzige Kanzler nicht Erinnerungslücken sondern ein Ehrenwort als Begründung für sein Schweigen in der Affäre um
Kumex ins Feld geführt hätte....
Was man davon halten soll..... muss jeder mit sich selbst ausmachen. Ich finde es sowohl als auch höchst bedenklich.

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Nutzer4902401 | Sat Dec 16 16:44:05 CET 2023 - Sat Dec 16 16:44:05 CET 2023

@ Nutzer5699432 | heute - 15:06

Zitat: von Nutzer5699432
@4902401
Auch wenn es nicht zum Thema gehört....
Was falsch war an "Rückgabe vor Entschädigung" ist zum einen, dass bereits Entschädigte ohne Rückzahlung der bereits erhaltenen Entschädigung die Rückgabe ihres ehemaligen Eigentums erwirken konnten.

Wer hatte da wen entschädigt? Und mit was?

Rückgabe vor Entschädigung ... war das nicht sogar noch ein Gesetz der Volkskammer?

Zitat: von Nutzer5699432
Das die auf Jahrzehnte ungeklärte Eigentumsfrage maßgeblich zum Niedergang von Wirtschaft und Gesellschaft beigetragen haben.

Ernsthaft? Die DDR hat sich also von 1949 bis 1989 mit "ungeklärten Eigentumsfragen" gequält, und deswegen ist deren Wirtschaft hopps gegangen?

Zitat: von Nutzer5699432
Jeder der in der damaligen DDR über Eigentum verügte musste damit rechnen, dass irgendein Erbe auftaucht und Rückforderung geltend macht. Wer aber investiert denn in Dinge wenn die Eigentumsverhältnisse völlig unklar sind? Das Allein hat verhindert, dass die Entwicklung in den Beitrittsgebieten so Fahrt aufnehmen konnte wie es möglich und nötig gewesen wäre. DAS WAR FALSCH DARAN.

Soso ... ich wusste gar nicht, dass die DDR-Wirtschaft vor allem aus kleinen und mittelständischen eigenständigen Unternehmen bestand.

Und wer hatte denn die Sahnestückchen in der DDR als "Eigentum"? Doch wohl vor allem verdiente Genossen der SED, der StaSi und anderer staatstragender sozialistischer Organe.

„Investitionen“ in Wohneigentum. Also, wenn es das selbst Bewohnte ist, dann ist das Konsum, keine Investition. Und für eine Volkswirtschaft und deren Industrie unerheblich. Wenn es zum privaten Vermieten ist … hoppla, wie unsozialistisch …

Zitat: von Nutzer5699432
Was die Bundeswehr angeht, da wurde schon seit Gründung nur halbherzig investiert.... von daher kann man alle Rüstungsvorhaben durchaus in die Betrachtung mit einbeziehen.
Ob da Korruption eine Rolle gespielt hat (F104) oder einfach nur Ahnungslosigkeit ist im Ergebnis völlig belanglos.


Nee, da wurde alles andere als halbherzig investiert. Das Problem fing erst mit den Friedensbewegten und den Alt-68ern an. Und die F104 hatte ihren ganz eigenen Hintergrund. Das war sicher nicht der optimale Flieger für den Zweck. Aber was soll‘s.

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Nutzer5699432 | Sat Dec 16 15:06:18 CET 2023 - Sat Dec 16 15:06:18 CET 2023

@4902401
Auch wenn es nicht zum Thema gehört....
Was falsch war an "Rückgabe vor Entschädigung" ist zum einen, dass bereits Entschädigte ohne Rückzahlung der bereits erhaltenen Entschädigung die Rückgabe ihres ehemaligen Eigentums erwirken konnten. Das die auf Jahrzehnte ungeklärte Eigentumsfrage maßgeblich zum Niedergang von Wirtschaft und Gesellschaft beigetragen haben. Jeder der in der damaligen DDR über Eigentum verügte musste damit rechnen, dass irgendein Erbe auftaucht und Rückforderung geltend macht. Wer aber investiert denn in Dinge wenn die Eigentumsverhältnisse völlig unklar sind? Das Allein hat verhindert, dass die Entwicklung in den Beitrittsgebieten so Fahrt aufnehmen konnte wie es möglich und nötig gewesen wäre. DAS WAR FALSCH DARAN.

Was die Bundeswehr angeht, da wurde schon seit Gründung nur halbherzig investiert.... von daher kann man alle Rüstungsvorhaben durchaus in die Betrachtung mit einbeziehen.
Ob da Korruption eine Rolle gespielt hat (F104) oder einfach nur Ahnungslosigkeit ist im Ergebnis völlig belanglos.

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Das Anthropische Prinzip | Sat Dec 09 10:46:56 CET 2023 - Sat Dec 09 10:46:56 CET 2023

Man weiß nicht so genau, darum lieber Vorsorgen. Das mache ich mal.
Manchmal scheint in den Nachrichten vor Dingen gewarnt zu werden, eigentlich sehr häufig, die kaum existieren. So wie vor glatten Straßen, und ich muss zugeben das zu schreiben fühlt sich wirklich dumm an, mehrfach. Auch wenn es ein Lob an den Straßendienst ist, der hervorragend fast alles freiräumt, gibt es sicherlich hier und dort ein par gefährliche Stellen, aber was schadet dann diese Nachricht, auch wenn sie vielleicht zu 99% gelogen sein sollte, und obendrein einfach nur für Schlagzeilen sorgt? Außerdem gibt es im Straßenverkehr andauernd jemand der Drängelt. Das ergibt sich aus der Struktur von selbst, denn wer selbst nicht drängelt, der wird früher oder später gedrängelt. Auch als Drängler wird man gedrängelt, und das ergibt dann auch stets eine Kettenreaktion bis zum Tod.
Da kann man sich schon fast freuen, wenn die Straßen mal Glatt werden. Außer wenn sich am Drängeln nichts ändert. Das ist so das dümmste was man sich vorstellen kann. Viele meinen das nicht böse, sondern das ergibt sich einfach so wie geschildert.

Jetzt die Nachricht, die mit absoluter Sicherheit stimmt: Es gibt schon wieder eine Panikmache, von Leuten und in den Medien verbreitet, und einer Gestallt die widerlich ist, in der Form: "Wenn keine neuen Schulden, dann müsst Ihr länger Arbeiten!" auf die Rente bezogen. (Warum eigentlich immer die Rente, warum nicht längere Arbeitsstunden, oder Kinderarbeit?)
Wenn solche Leute in der Wirtschaft wirklich was zu sagen haben, und das nicht nur von den Medien kommt um Schlagzeilen zu machen, dann wäre zur Hälfte schon mal erklärt, warum Deutschland ständig, zumindest gefühlt, unter seinem Potential und Möglichkeiten bleibt. Vielleicht nicht mal das, vielleicht sind die einfach nur nervig, und warten auf ihre große Stunde.

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Ylander | Fri Dec 08 22:06:30 CET 2023 - Fri Dec 08 22:06:30 CET 2023

Zitat: von Nutzer5699432
Zitat: von Nutzer4902401
Zitat: von Freiser
Einfach Schwachsinn! Wir haben die geringste Schuldenquote aller Industriestaaten und gleichzeitig den größten Investitionsbedarf.
Während andere Länder gigantische Subventionen fahren um Industrie und Technologie anzulocken wandert bei uns alles ab.
Aber Hauptsache der Haushalt sieht in 10 Jahren einigermaßen aus in einem heruntergekommenen Land.

Welche Länder in der EU sollen das sein? Die mit "gigantischen Subventionen ... Industrie und Technologie anzulock ..."?

Klar wandert bei uns alles mögliche ab. Aber eben nicht wegen einer "verfehlten" Subventionierungspolitik, sondern wegen einer total verfehlten Einwanderungs-, Energie- und Klima"politik". Aber schön, wenn "wir" das Klima genesen lassen wie Kaiser Wilhelm die ganze Welt damals. Ganz alleine. Niemand hat uns das nachgemacht. Und wird es auch hier nicht tun.

Aber die OberklimaretterInnen brauchen sich ja nicht zu fürchten. Wenn es hier dann mal so richtig Sch**ße sein sollte, können die mit Opas Tabakprofiten schön sicher und bequem woanders ihr Leben fortsetzen.


@4902401

??? Wo soll das denn sein, dieses wo Anders???
Und wer soll sich dort mit welchen Werten genau was leisten können???
Auch wenn es Ihnen vielleicht schwerfällt das zu verstehen.....

DIE SCHWARZE NULL MACHT NIEMANDEN SATT UND STILLT AUCH KEINEN DURST.
DIE REPARIERT AUCH KEINE INFRASTRUKTUR UND SCHAFFT AUCH KEINEN ARBEITSPLATZ.

Die schwarze Null kann nicht mal den Stillstand sichern, weil uns im wahrsten Sinne die verpassten Chancen der Vergangenheit nicht nur unser Land sondern den ganzen Planeten unter dem Hintern "weg korrodieren" lassen.
Leider scheint dies aber kein nationales Problem zu sein.....
Selbst wenn man erkennen kann, das es in manchen anderen Staaten etwas besser zu laufen scheint. Alles in Allem sind das maximal "Fortschrittchen" die sich da beobachten lassen.
Allein schon der Vorsitz zur Weltklimakonferenz ....... welchen Bock will man denn noch zum Gärtner machen???
Ein Fond für Klimaschäden???
Wir glauben also immer noch, dass man mit Geld alles regeln kann?
Ich kann Ihnen versichern, das "wo Anders" von dem sie sprechen wird es nicht geben..... und falls doch irgendwo ein Refugium übrig bleibt in dem eine Handvoll Menschen überleben können..... dann wird "schön und reich sein" nicht zu den Eigenschaften gehören die dort ein überleben ermöglichen.
Tröstlich nur, das keiner von denen die heute darüber diskutieren davon betroffen sein wird. Im Hier und Jetzt ist es eben nicht opportun an das Große Ganze zu denken. Wir sind ja offensichtlich schon mit dem Klein Klein der Gegenwart hilflos überfordert. :-)
Wir klammern uns an selbstauferlegte Vorgaben obwohl jeder weiß, dass dies unsere Probleme nicht lösen kann sondern nur vergrößert.
Wir müssen die marode Infrastruktur (Transportwege, Schulen etc.) reparieren bzw. erneuern..... je länger wir damit warten, desto teurer wird es.
Wir müssen Klimaschutz und Umweltschutz voran bringen, je länger wir damit warten, desto schwerer werden die Schäden sein..... wenn dann überhaupt noch was zu retten ist wird es ein Vielfaches von dem kosten was wir jetzt einsparen.



Wie schon gesagt, es wäre ohne weitere Neuverschuldung mehr als genug Geld da für wichtige Aufgaben. Die mehrheitlich linke Bundesreigerung müsste nur aufhören damit, in großem Stile das Geld für Zwecke zu verballern, die den Interessen unseres Staates als Ganzem zuwider laufen. Aber genau dies passt nicht in ihr Konzept. Die Politik dieser Regierung ist verheerend.

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Nutzer4902401 | Fri Dec 08 19:28:37 CET 2023 - Fri Dec 08 19:28:37 CET 2023

@ Nutzer5699432 | heute - 13:18

So viel Narrativ, so viel selektive Erinnerung ...

Und auf einmal soll die Schudlenbremse also die ganz böse Selbstdisziplinierung einer ganz bösen Regierung gewesen sein, die selber nur ausgeben, ausgeben, ausgeben wollte und konnte? Was ist das für eine Klitterung? Aber selbst wenn, wo wären wir heute, wenn danach weiter nur ausgegeben, ausgegeben, ausgegeben worden wäre? weil, in "Investitionen" wäre das Geld sicher nicht geflossen. Dazu waren und sind die Begehrlichkeiten des sozialindustriellen Komplexes einfach zu groß und unbegrenzt.

Aber immerhin, man hat sich eine Schuldenbremse gegeben. Und wir stehen da auch nicht alleine da.

Schön, dass Sie sich da ein, zwei Projekte der Bundeswehr heraussuchen, die Ihnen gerade ins Konzept passen. Wobei der Starfighter in diesem Kontext komplett irrelevant ist. Das war lange vor der Schuldenbremse. Ich kenne da andere. Tornado, PAH1, Leo 1, Leo 2, Marder, Gepard, ... Und die F4F hatte nur das Problem, dass deren Nachfolger eben auch wiedervereinigungsbedingt kaputtgespart wurde. Kleiner Hinweis, der Eurofighter hieß mal Jäger 90. Ein Marder 2 war beschaffungsbereit. Und die C-160 war ebenso wie alles Andere, was noch aus der Zeit vor 1990 stammt, ein Opfer des "Endes der Geschichte".

Ach ja, was war denn falsch an "Rückgabe vor Entschädigung"? Wieso hätte der westdeustche Steuerzahler das auch noch bezahlen sollen? Zudem der Schaden hier ja nicht von Westdeutschland ausging.

Was bitte hätten denn diese VEB machen sollen? Die waren marode, pleite, in keiner Weise wettbererbs- oder zukunftsfähig. Das Thema "zehntgrößte Volkswirtschaft der Welt" hatten wir ja schon. Und die SED- und Stasi-Bonzen hatten teilweise noch schnell "Geschäfte" in die eigene Tasche getätigt ...

Ja, die Schuldenmisere des Bundes ging erst am 3. Oktober 1990 so richtig los. Immer dieser Mythos, das wäre alles Kohls Schuld gewesen. Und all jene, die jetzt am lautesten jammern standen 1989 da und haben lautstark die Westmark gefordert ... selbst falls die BRD die DDR "gekauft" haben sollte, die BRD wurde da von der DDR nach Strich und Faden beschissen. Ostalgie? Pah! Ich bekomme immer mehr Westalgie.

Und warum vergleichen sich die Ossis eigentlich immer mit dem Westen? Pro-Kopf-BIP von 32.837 - 35.909 EUR. Ohne die Wiedervereinigung wäre die eher irgendwo zwischen Bulgarien (11.684 US$) und Litauen (23.473 US$). Und Estland (27.282 US$) spare ich da ausdrücklich aus. Robotron da künstlich am Leben zu erhalten hätte sicher kein Digitalisierungswunder ausgelöst ...

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Nutzer5699432 | Fri Dec 08 13:18:24 CET 2023 - Fri Dec 08 13:18:24 CET 2023

@4902401
Wissen Sie, die Bundeswehr wurde von Anfang an über alle Parteigrenzen hinweg kaputt gespart und mit Fehlbeschaffungen geschwächt... weil zu keiner Zeit die militärischen Erfordenisse im Vordergrund standen sondern ausschließlich politische Interessen z.B. bei der Beschaffung des "Starfighters" und weiterer Waffensysteme die entgegen deren eigentlichen Konzeption zur " Eierlegenden Wollmilchsau" umfunktioniert wurden. Und darüber hinaus weit über deren vorgesehene Nutzungsdauer kostspielig in Betrieb gehalten. Z.B. Transall, F4F, CH 53 etc.
Was den Bereich Soziales angeht, so ist doch über den gesamten Zeitraum ebenfalls über Parteigrenzen hinweg zu beobachten, das dies immer zu populistischen Zwecken thematisiert wurde.... Beispiel: "spät römischen dekadenz" als Bezeichnung für Hartz 4! Vom damaligen stellvertretenden Bundeskanzler (FDP) vermutlich hatte der angenommen der damalige Regelsatz 364 € wäre nicht monatlich sondern ein Tagessatz;-).
Was die Automobil Industrie betrifft..... die braucht keine Politiker um International den Anschluss zu verlieren.... das kriegen die schon ganz alleine hin. Dieselskandal und Preisgestaltung auf dem Binnenmarkt. Fahrzeuge aus deutscher Produktion kann man z.B. in den USA um einiges günstiger erwerben..... da lohnt sich sogar ein teurer Reimport und man hat immer noch einige tsd. € gespart.
Und das die sich im "Chinageschäft" gründlich verzockt haben und darüber hinaus die Entwicklung zu alternativen Antrieben gründlich verpennt haben, ist sicher nicht politisch so herbeigeführt, sondern eher eine kaufmännische Fehlentscheidungen.
Und was den von Ihne genannten "super Lauf" angeht..... da kann ich nur sagen, " bei schönem Wetter kann jeder ein guter Kapitän sein"
Die Vorgänger Regierungen hatten doch gezeigt, wie sie ins Schwimmen kommen wenn's mal ruppig wird ebenfalls über Parteigrenzen hinweg. Energiepolitik, Flüchtlinge, Corona etc. Selbst bei der Wiedervereinigung konnte man doch sehen wo der Hase hinlaufen Sollte ( Rückgabe vor Entschädigung, Abwicklung der VEB über die Treuhand .... Minol- Verkauf an einen französischen Konzern und Spendengelder deren Ursprung durch ein "Ehrenwort" geschützt waren. Ganz ehrlich und diese Leute thematisieren heute "Erinnerungslücken"????
Ich möchte da mal das Glashaus zitieren...... die CDU/CSU hatte Glück, dass sie nicht in die Regierung gewählt wurde..... wer hat denn die Karre mit Wucht gegen die Wand gefahren???? Naklar die damalige Opposition. :-)
Wenn's morgen Neuwahlen gäbe,erzählt uns die neue Regierung, dass die über Jahrzehnte tadellosen Regierungserfolge von den Nachfolgern innerhalb von 2 Jahren zunichte gemacht wurden...... Die Schuldenbremse brauchten wir nochmal unter welcher Regierung ? Weil in welchem Jahrzehnt genau wer zuviel Geld ausgeben hat????

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Das Anthropische Prinzip | Fri Dec 08 07:54:48 CET 2023 - Fri Dec 08 07:54:48 CET 2023

Vermutlich im Vergleich zu ausnahmslos allen anderen Ländern dieser Erde gibt es in Deutschland keine Lebenspolitik.
Wer sein Leben in Deutschland verbessern möchte ist ganz auf sich allein gestellt.
In einem Sozialstaat mit unzähligen Hilfsorganisationen und riesigem Dienstleistungssektor.

Da ich das jetzt wieder hoffentlich vergessen und schlafen kann, wollte ich nicht mehr sagen.

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Nutzer4902401 | Fri Dec 08 07:11:49 CET 2023 - Fri Dec 08 07:11:49 CET 2023

@ Nutzer5699432 | gestern - 19:39

Oh je, so viel Narrativ, so wenige Fakten ...

Zitat: von Nutzer5699432
@4902401
Welche 20 Jahre meinen sie denn mit dem prima Lauf?

Seit ca. 2000 ... komisch, wie das schon wieder alle vergessen haben ...

Zitat: von Nutzer5699432
Die von 1945 bis 1965?
Als es was aufzubauen gab?

Das war ja auch einfach. Weil alles vorher von genau diesen Wiederaufbauern kaputt gemacht worden war. Weil niemand große Ansprüche gestellt hat. Alle hart gearbeitet haben, und trotzdem noch reichlich Hilfe von Außen nötig war. Als die Leute zum Arbeiten nach Deutschland gekommen sind.

Heute? Der durchschnittliche Bürgergeldempfänger lebt heute deutlich besser als der Vertriebene nach 15 Jahren bei Vollzeit. Und Vollzeit waren da noch 6 Tage und 45 Stunden die Woche. Und ja, die Mehrzahl dieser mittellosen Vertriebenen hat es trotz schlechtestem Start zu etwas gebracht. Nur war da halt dann auch eine kulturelle Konvergenz und der Wille zur Integration da.

Zitat: von Nutzer5699432
Oder die spätere Zeit als man anfing sich mit dem Aufbau von komplizierten Verfahren in der Verwaltung zu beschäftigen und den Rest so dahin gammeln gelassen hat.

Ah, das war dann die Post-68er Ära Brand und Schmidt. Als der das mit der Superduperobergerechtigkeit anfing. Und dem immer weiteren Ausbau und Wuchern des Sozialstaats.

Zitat: von Nutzer5699432
Oder meinen sie die "blühenden Landschaften " die bis heute nicht so richtig ins Blühen kommen wollen?

Tja, das war der historische Fehler Helmut Kohls. Nur, wer hat geschrien "wenn die Mark nicht zu uns kommt, dann gehen wir zur Mark"? Und dass diverse (lange nicht alle) Politiker Westdeutschlands der gleichen DDR-Propaganda auf den Leim gegangen sind wie die ganze DDR (von wegen zehntgrößte Volkswirtschaft der Welt, und so), kann man da nicht zum Vorwurf machen.

Und die gleichen Leute, also Leute wie Sie, haben damals allen kritischen Stimmen zu Währungsunion und Wiedervereinigung jegliche Legitimität niedergebrüllt.

Gedankenspiel, die alte BRD hätte eben keiner Wiedervereinigung und keiner Währungsunion zugestimmt, und zudem rechtzeitig das Staatsbürgerrecht reformiert, und DDR-Bürger wie jeden anderen Ausländer behandelt, wo stünde die DDR wirtschaftlich heute? Zwischen Slowenien und Estland? Oder eher zwischen Rumänien und Bulgarien? Und politisch? Zwischen Estland und Slowenien? Oder eher zwischen Ungarn, Rumänien und Bulgarien? Oder sogar Weißrussland und Russland? Immerhin lässt sich ja nicht abstreiten, wo die AfD groß geworden ist, und wie sich das trendmäßig mit zahlreichen anderen Ländern im ehemaligen Ostblock deckt ... die ex-DDR ist da dem Osten deutlich näher als dem Westen ...

Zitat: von Nutzer5699432
Oder meinen sie die "wir schaffen das " Euphorie...... die uns in letzter Konsequenz eine "rechts aussen Position" in den Bundestag gespült hat?

Das diskreditiert Rechtsaußen, aber kreditiert eben nicht dieses unselige "wir schaffen das".

Zitat: von Nutzer5699432
Oder meinen Sie 20 nicht zusammen hängende Jahre in denen hin und wieder mal eine von Intelligenz Betroffene Regierung gewirkt hat?

Welche soll das sein? Und ganz nebenbei, 21 von diesen 25 Jahren war eine Partei immer mit dabei. Und 9 Jahre immerhin auch noch eine andere. Nur die FDP, die hatte nur 6 Jahre davon. Selbst die Union, auf welche Sie abheben, hatte davon nur 16 Jahre. Und erstere Partei hat dazu ständig Erinnerunglücken wie der aktuelle von ihr gestellte Kanzler. "Warburg? Warburg? Regierungsbeteiligung? Regierungsbeteiligung? Da kann ich mich an rein gar nichts erinnern ..."

Ach ja, solange das Geld floss waren auch diese von Ihnen gescholtenen Regierungen immer ganz beliebt. Letzten Endes hat Frau Merkel und ihre schwarz-rote SPD mehr soziale Wohltaten verteilt als fast alle anderen Regierungen vor ihr. Und jegliche Mahner wurden auch von Ihresgleichen niedergeschrien.

Zitat: von Nutzer5699432
Heute kann doch jeder erkennen was erforderlich wäre..... aber wir zögern, weil wir uns selbst auf den Füßen stehen.

Tja, sobald jemand einen konkreten Vorschlag macht, wird der gleich wieder niedergeschrien, weil der halt notwendigerweise gegen das Narrativ und an den Kragen der heiligen Kühe geht.

Zitat: von Nutzer5699432
Die aufstrebenden Wirtschaften in Asien lachen sich tot über uns.

Das tun die schon lange. Und wir schenken den Chinesen gerade schon wieder den nächsten Strick, an dem die uns aufhängen werden. Erst die PV, dann die Windwirtschaft, und jetzt die KfZ-Industrie ... in 10 Jahren werden wir minderwertige Verbrennerautos in China kaufen. Die von uns, die es sich dann noch leisten können.

Zitat: von Nutzer5699432
Selbst unsere befreundeten Nachbarn in der EU halten sich schon vor lachen die Bäuche.

Ja, und streichen gleichzeitig das Geld ein, das wir denen zuschieben. Nur, auch das lässt sich nicht ändern. Und zuwanderungsbereinigt wären unsere Zahlen ja gar nicht sooo schlecht. Und eben diese Zuwanderung wird uns dann auch noch nicht lobend in Rechnung gestellt, sondern abschätzig bis ablehnend. Ja, da müssten Polen und Ungarn und noch ein paar andere gleich wieder raus aus der EU.

Zitat: von Nutzer5699432
Bis bei uns mal eine Entscheidung durch Rechtstskraft Bestand erlangt, vergehen inzwischen locker 20 Jahre..... meinen sie vielleicht diese Zeit??? ;-)

Jetzt übertreiben Sie maßlos. Aber auch das ist den NIMBYs wie Ihnen geschuldet. Weil, jeder will alles, aber nur das, was man selber direkt haben will, und nur eben ganz total supergerecht nicht im eigenen Umfeld, wenn es unbequem empfunden wird. Ökostrom? Ja! Aber keine WKAs und keine Stromleitungen - von der Saar bis an die Oder und vom Wetterstein bis zum Belt. Usw., usw., …

Zitat: von Nutzer5699432
Und wohin führte denn der "Lauf" von dem sie da so begeistert sind? Welche der selbstgemachten Probleme die wir heute zu lösen haben, hatten ihre Wurzeln denn nicht in diesem "Lauf "????

Wehrlosigkeit der Bundeswehr? Wuchern der alimentierten Parallelgesellschaften? Sonntagsreden und Lippenbekenntnisse zu Integration und den ganzen anderen politisch koketten Narrativen?

Zitat: von Nutzer5699432
Ach ja, auch ein kleiner Hinweis.... die "Ampel " ist nochmal genau wie lange im Amt???
Und vorher war die "Karre" flott wie nie???


Tja, die Ampel hat auch nicht von dem Klippen weggesteuert. Klippen, auf die wir schon seit Schröder zusteuern (der zumindest eine Beteiligung am Irakkrieg verhindert und die Agenda 2010 durchgesetzt hatte). Sondern das Steuer auf direkten Kollisionskurs herumgerissen und Volldampf gegeben. Mit einer mit Kohle befeuerten Dampfmaschine, weil, Atom ist ja böse. Das war der historische Fehler von Herrn Lindner. Er hätte besser nochmal nicht mitregiert statt falsch mitregiert. Und der Treppenwitz ist, dass die FDP dafür bezahlen wird bei den nächsten Wahlen, nicht die SPD, und schon gar nicht die Grünen ... aber immerhin hält die FDP da durch - noch - weil die "Alternativen" (und damit meine ich nicht nur die rechtsaußen) für dieses Land eventuell noch viel gruseliger wären.

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