Zitat: von Petent
[…] Nach den Unterrichtstagen brauchen wir ausreichend Zeit, um den Lernstoff zu verstehen, Hausaufgaben zu machen und uns auf Prüfungen vorzubereiten. […]
Ich dachte das war gerade Sinn der dualen Ausbildung: die im Berufsschulunterricht vermittelte Theorie wird gleich in der Praxis angewandt und geübt. Wenn’s jetzt ein Beschäftigungsverbot gäbe, dann hat man doch die Theorie von vor drei Tagen (also einschließlich ein Tag Zwangspause) gleich wieder vergessen bis man sie erstmals im Betrieb anwenden kann.
Falls man wirklich einfach nur ein „langsamer“ Lerner sein sollte, seit 2020 gibt es grundsätzlich die Möglichkeit eine Berufsausbildung in Teilzeit zu machen (zuvor nur in bestimmten Fällen). In der Regel könne damit nicht die Berufsschulunterrichtszeiten verändert werden, aber sehr wohl die Zeit im Ausbildungsbetrieb. Meinerseits keine Unterstützung dieser Petition.
Ich denke, der Petent meint etwas anderes.
Es geht hier um die Thematik, dass Arbeitstage üblicherweise 8 Stunden lang sind. Ein Berufsschultag ist aber manchmal deutlich kürzer und weniger als 5 Unterrichtsstunden (á 45 Minuten) lang. In dem Fall ist der Azubi tatsächlich verpflichtet, am Berufsschultag nach der letzten Stunde noch zum Arbeitsplatz zu fahren und dort bis Arbeitsschluss zu arbeiten.
Dauert die Berufsschule hingegen mindestens 5 Unterrichtsstunden, werden diese dem 8-stündigen Arbeitstag gleichgesetzt und der Azubi muss nicht mehr arbeiten gehen.
Kurzum: Azubis mögen Ausfall in der Berufsschule nicht besonders. Da fällt die letzte Unterrichtsstunde aus und dafür muss man nun 3 Stunden und 45 Minuten arbeiten gehen. Sonst hätte man nach 45 Minuten Unterricht Freizeit gehabt. Aber das „Problem“ ist nicht neu. Ich schlage vor, die Regelung zu lassen und dafür deutlich mehr Lehrer in die Schulen zu bringen.
Übrigens finde ich 5x45 Minuten keinesfalls so extrem lang. Jeder Schüler sitzt länger in der Schule … sogar jeder Grundschüler. In den höheren Klassen geht es schnell bis zu 9x45 Minuten.
Wie muss man sich das vorstellen?
Montag und Dienstag Berufsschule, und den Rest der Woche frei?
Also, 12 Wochenstunden (zu 45 Minuten) an zwei Tagen ... und dann nicht fähig, zeitnah zu lernen? So wie es andere Schüler auch zu tun haben?
Also, das verbessert den Fachkräftemangel sicher nicht. Früh übt sich, wer ein Abseiler werden will ...
Zitat: von Petent
Ich rege an, dass Auszubildende nach beiden Berufsschultagen in der Woche nicht mehr im Betrieb arbeiten müssen. Nach den Unterrichtstagen brauchen wir ausreichend Zeit, um den Lernstoff zu verstehen, Hausaufgaben zu machen und uns auf Prüfungen vorzubereiten. Aktuell bleibt oft kaum Zeit zum Lernen, weil wir nach der Schule direkt arbeiten müssen.
Diese Anregung soll nicht nur geprüft, sondern auch als Grundlage für eine Forderdiskussion im Bundestag genutzt werden. Es ist wichtig, die Ausbildung fairer zu gestalten und den Lernerfolg der Auszubildenden zu verbessern.
Der Arbeitgeber scheint gegen geltendes Recht zu verstoßen, wenn das stimmt, was Sie schreiben (unterstellt, Berufsschule dauert midenstens fünf Stunden).
Bitt einmal prüfen (lassen). Scheint mir keine Sache für den Petitionsausschuss zu sein.
Vielleicht einfach den Betrieb wechseln.
Berufsschultage sind kein Urlaub, sondern wesentlicher Teil der Berufsausbildung.
Es sollte im Interesse der Ausbildungsbetriebe liegen, dass ihre Azubis ein fundiertes theoretisches Wissen erwerben, auf welches in der Praxis zurückgegriffen werden kann. Soweit dies scheitert, weil dem Azubi nach der Theorieunterweisung in der Berufsschule keine hinreichende Zeit zur Nach- und Verarbeitung des Stoffs gegeben wird, nützt dies niemandem.
Strikte Ablehnung!
Die Azubis wollen einen Beruf erlernen und müssen dafür auch Leistungen zeigen.
NICHT die halbe Woche Urlaub machen.
Daher klares Nein zur Petition
Na, da sage ich mal freundlich und neutral: Da kann ich nicht mitzeichnen! Denn niemand gibt den "Nicht-Auszubildenen" einen Tag frei, um etwas neues zu lernen (Bildungsurlaub jetzt mal ausgenommen), den Haushalt zu machen, den Partner im Krankenhaus zu besuchen, oder sich z.B. sich um die Enkel zu kümmern. Das Ist nun mal das Leben, das ist hart aber millionen andere haben es bis heute geschafft. Auszubildene sind schon gut "geschützt": Keine Nachtschichten, keine Überstunden. Wenn sie Zeit zum Lernen brauchen, dann legen sie das Handy beiseite oder schalten es aus!