@Vaccina | 23.07.2025 - 18:54:
Können, aber tun es meist eben nicht.
In der Regel erkennt man die familientypischen Merkmale schon wieder, über Generationen.
Und wenn keine zu einem vermeindlichen Elternteil bestehen, und nicht alle dem anderen zugeordnet werden können...
...dann guckt man sich mal unter Nachbarn und Portboten um wer da passen würde.
Und dann gibt es halt Zungenrolltest und andere, schön dominant/rezessiv vererbte Eigenschaften.
Oder - falls wegen Resusfaktor die Blutgruppe festgestellt wurde, wird vielleicht auch schon einiges klar.
Und jetzt soll ein Standard-Vaterschaftstest eingeführt werden, für die paar Fälle, in denen das alles fehlschlägt, aber ein Grundmißtrauen besteht?
Das ist kein Fall für den Gesetzgeber und die Allgemeinheit sondern einer für ein Paarberatung.
Zitat: "a) einfach mal das Kind ansehen, dann ist es meist schon klar;"
Vaccina: Quatsch! Kinder können völlig anders aussehen, oft sind sie einem Elternteil viel ähnlicher als dem anderen, sehr häufig ähneln sie Großeltern Onkels, Tanten........
Zitat: von Nutzer621931
Wie groß ist das Problem tatsächlich?
Verschwindend gering.
Nur ist halt nach Eintrag der Vaterschaft das Verschwinden eben dieses Vaters etwas schwieriger. Und nur darum geht es - dieses zu vereinfachen.
Und sorry, wer seiner Angebeteten nicht mal soweit traut, der sollte tunlichst die Tüte auf dem Lümmel lassen ... und möge die Kosten des Tests bitte selber übernehmen.
Außerdem, ist das Kind mal da, dann überwiegt das Wohl des Kindes. Und deswegen ist das mit den rechtskräftigen Vaterschaftstests eben doch etwas schwieriger.
Ein gesamtgesellschaftliches Interesse, "bei allen neugeborenen Kindern DNA-Tests zur Feststellung der Vaterschaft" zu machen, existiert schlicht nicht. Und damit eben auch kein Bedarf, dies "staatlich zu finanzieren oder subventionieren".
Das größere Problem mit Vaterschaftsbetrug sind jene, die alles als Kinder anerkennen, was sich ganz weit fort vom Baum (oder von der Palme) schütteln lässt. Aber das wäre eine andere Petition.
Das allergrößere Problem mit Vaterschaftsbetrug sind jene, die sich aus ihren Pflichten entziehen und dies "Vater Staat" überlassen.
Zitat: von J-2-the-P
Studien ergeben dort andere Werte. Mit mindestens 2% sollte man schon rechnen. Das ist jetzt nicht wenig.
Und für Betroffene ist das schon ein erheblicher Schaden. Insbesondere emotional. (siehe Tagesspiegel vom 21.11.2023)
Das Problem an freien Test ist, das dort beide Elternteile zustimmen müssen, da auch von der Mutter DNA genommen wird und das mit dem Recht der Persönlichkeit im Konflikt steht. Und sie auch für das Kind zustimmen muss. Es wäre also sinnvoller, ein Recht zu schaffen, das dieser Test durchgeführt werden kann auch gegen den Willen.
Allerdings wird dies als Misstrauen ausgelegt. Würde der obligatorisch, dann wäre dies nicht der Fall.
Die Anzahl der Teste, werden das Verfahren günstiger machen und dann sind die Kosten, insbesondere zu anderen Kosten rund um Geburt, im Verhältnis zum Aufwand gerechtfertigt.
@ J-2-the-P
Also wenn ein Elternteil Zweifel an der Abstammung des Nachwuchses hat. Dann ist das doch durchaus als Misstrauen anzusehen. Warum jetzt also eine gesetzliche Regelung hinter der sich dieses Misstrauen verstecken kann?
Entweder man hat Zweifel und steht dazu oder lebt damit.
Sich als "Alibi" hinter einem Gesetz zu verstecken, das dann für ALLE eine entsprechende Untersuchung vorschreibt...... also bitte?!
Ganz nebenbei, wenn von allen Neugeborenen ein genetischer Fingerabdruck genommen wird, könnte dies Begehrlichkeiten wecken..... da möchte man lieber nicht darüber nachdenken!
Ich denke da an Krankenkassen, Versicherungen etc. Aber auch für diverse andere "Dienste" könnten diese Daten verführerisch interessant sein. ;-)
Also ein solches Gesetz birgt enormen Zündstoff für jede "freie" Gesellschaft. Vor allem vor dem Hintergrund, dass Datenschutz immer nur so sicher/gut ist, wie die Menschen, die mit dem Schutz dieser Daten beauftragt sind.
Darüber hinaus gibt es bereits die Möglichkeit seinen persönlichen Zweifel durch eine entsprechende Untersuchung auszuräumen oder zu bestätigen. Wer ernsthaft Zweifel hat soll auch dazu stehen und nicht alle anderen dazu zwingen ebenfalls eine solche Untersuchung zu erdulden.
@J-2-the-P | heute - 09:36:
2% Zweifel, definitiv keine Vaterschaft oder überraschend keine Vaterschaft.
a) einfach mal das Kind ansehen, dann ist es meist schon klar; b) falls nicht, Blutgruppe Vater vs. Blutgruppe Kind kann auch schon reichen, dito Zungenrolltest, etc.
Nein, aber es würde bei einigen die Illusion zerstören, die man gemeinsam aufgebaut hat.
Das sind schon Massentests, das wird nicht mehr viel billiger.
Aber was ist denn die Zielgruppe:
Männer in einer Beziehung, in der sie einen ungeschützten Seitensprung mit einem ihnen ähnlich aussehenden Kerl vermuten, aber selber eigentlich keine Kinder wollen, und bei denen Schwangerschaft und Niederkunft unproblematisch war; ja, 20.000 davon pro Jahr wäre vorstellbar; aber warum dafür die anderen zu eine Prüfung zwingen, die ihnen nichts gibt?
Studien ergeben dort andere Werte. Mit mindestens 2% sollte man schon rechnen. Das ist jetzt nicht wenig.
Und für Betroffene ist das schon ein erheblicher Schaden. Insbesondere emotional. (siehe Tagesspiegel vom 21.11.2023)
Das Problem an freien Test ist, das dort beide Elternteile zustimmen müssen, da auch von der Mutter DNA genommen wird und das mit dem Recht der Persönlichkeit im Konflikt steht. Und sie auch für das Kind zustimmen muss. Es wäre also sinnvoller, ein Recht zu schaffen, das dieser Test durchgeführt werden kann auch gegen den Willen.
Allerdings wird dies als Misstrauen ausgelegt. Würde der obligatorisch, dann wäre dies nicht der Fall.
Die Anzahl der Teste, werden das Verfahren günstiger machen und dann sind die Kosten, insbesondere zu anderen Kosten rund um Geburt, im Verhältnis zum Aufwand gerechtfertigt.