Text der Petition
Mit der Petition wird eine stufenweise Besteuerung von Lärm im Straßenverkehr gefordert.
Begründung
Krach und Lärm sind ja bekannterweise gesundheitsschädlich. Besonders sind die vielen Anwohner an Haupt- und Nebenstraßen betroffen. Erzeuger von Lärm sind hierbei oft leere LKW mit ihren Aufbauten. Weiterhin gibt es auch Teilnehmer am Straßenverkehr, die ihren sportlichen Ambitionen mit illegalen Umbauten am Ansaug- und Auspuffsystem frönen. Ich will und kann keineswegs diese Handlungen generell verbieten. Deshalb schlage ich eine lärmabhängige Anhebung der Kfz-Steuer vor. Dies könnte in mehreren dB-Stufen je nach Lärmerzeugung geschehen. Die Stufung könnte von einem Bundesverkehrsamt festgelegt werden. So z. B. :
0 % für Originalausführung
25 % für leicht erhöhte dB-Werte
50 % für erheblich erhöhte dB-Werte
75 % für stark erhöhte dB-Werte
Dadurch kann jeder Verkehrsteilnehmer selbst entscheiden, wie stark er sich im Straßenverkehr präsentieren möchte. Wer im geschlossenem Auto unbedingt noch den sonoren Sound des Auspuffs hören will oder mit dick gepolstertem Helm im Fahrtwind nicht mehr die Schaltdrehzahl seines Motorrades abschätzen kann, ist somit in der Lage weiterhin mit röhrenden, polternden, stampfenden oder knallenden Auspuffgeräuschen seinen gewohnten Interessen nachzugehen. Diese leichte Besteuerung ist angesichts dessen, wieviel manche Verkehrsteilnehmer für den nicht billigen Umbau ihres Fahrzeuges ausgeben der noch kleinere Anteil für "ihren" Spaß am Fahren.
Der Nebeneffekt hierbei ist, dass dann doch so mancher Verkehrsteilnehmer auf solche lautstarken Umbauten verzichtet, was letztendlich zum Wohle aller ist.
Weiterhin bringt diese Besteuerung etwas Geld in die klamme Staatskasse.
Mit den Einnahmen könnte der Straßenzustand auch verbessert werden, was ebenfalls zu einem ruhigeren Verkehrsablauf bei LKW's führt.
Beim Benzin-Laubpuster wurden die Lautstärkeangaben der Hersteller maßlos geschönt. Z.B. steht da "90dB *" und beim Sternchen (* "gemessen in 30m Abstand"). Real hat soeine Lärmkanone schon mal 139dB in nächster Nähe. Sobald vorm Haus soein Ding losröhrt, dröhnt es bei mir im Schlafzimmer (4 Etagen höher, trotz Kastenrollo) etwa so laut, als hätte jemand die Tür aufgemacht und im Flur davor den Bodenstaubsauger an. Mit Fenster auf wird es dann so laut, das man sein eigenes Wort nicht versteht, und ein einziger solcher KAT-lose Zerknalltriebling verpestet die Luft etwa so stark wie 200 Autos. Migräne durch Sommersmog ist da unausweichlich.
Wenn da irgendsoein durchgeknallter Ghostbuster selber mit Gehörschutz gepanzert den Rest der Welt mit dem Lärm seines Igelschredders foltert, ist das akustischer Terrorismus oder zumindest gemeingefährlicher groben Unfug. (Lärm tötet!) Und wenn er dann noch wie ein röhrender Hirsch seiner Aggression durch ständiges rhythmisches Drücken des Gashebels kundtut (warum wird das nicht durch ein Steuergerät verhindert?!), ist das nicht nur Benzinverschwendung (jedes Beschleunigen und Abbremsen frisst Sprit!) sondern eine Form von Psychoterror, die allenfalls mit den vielen umschaltbaren Tönen einer US-Polizeisirene vergleichbar ist. Das ständige stundenlang heulende "Wuiwuiiii wuiwuiWUUUUUHHHH..." in ohrenbetäubender Lautstärke raubt jeden Schlaf und ist ein eindeutiger Verbotsgrund. Würde jemand >1h lang ein altes Moped ohne Auspuffrohr vor jemandes Haus im Stand oder ständig umher fahrend laufen lassen, würde das auch sofort als Straftat eingestuft und niemand käme ernstlich auf die Idee, das könnte eine sinnvoll notwendige Aktion sein.
Kein Gerät das für seinen Nutzer einen Gehörschutz erfordert, sollte im Freien in der Nähe von Anwohnern betrieben werden dürfen, sofern es nicht 1. von extremer Nützlichkeit ist (z.B. 3 Tage Arbeit auf 2 Minuten verkürzt) und 2. keine Alternative existieren.
Grade beim Laubbläser heisst die Alternative nicht bloß der Rechen bzw. Besen (die ja angeblich etwas mehr Mannstunden brauchen), sondern es gibt sehr einfache und zuverlässige Kehrmaschinen mit rotierenden Bürstenwalzen, die außer einem leisen Rauschen praktisch lautlos sind und in der handgeführten Schiebeversion oder mit E-Motor keine Auspuffgase produzieren.
Der Laubpuster ist kein Arbeitsgerät sondern ein Senioren-Egoshooter für motorisiertes Machotum! Diese Ausgeburt akustischer Reviermarkierung gehört in die gleiche Kategorie eingestuft wie Sportauspuffanlagen, XXXL-Vuvuzelas, Boomcars mit 10000W-Woofern oder Polenböller. Mit einem legitimen Werkzeug zur Wegereinigung und Gartenpflege hat dieses Rowdyprodukt etwa soviel gemein wie eine Flasche rauchende Salpetersäure mit einem Essigreiniger. Er ist gemeingefährliche Gesundheitsgefährdung und gehört sofort verboten.
(eindeutig Mitzeichnung)