Text der Petition
Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass das Gesetz zur Beschränkung des Verbringens oder der Einfuhr gefährlicher Hunderassen in das Inland abgeschafft bzw. die darin enthaltene Liste gefährlicher Hunde (Rasseliste) gestrichen wird. Die Gefährlichkeit eines Hundes soll nicht an seiner Herkunft bzw. Rasse festgemacht werden.
Begründung
Das Verbot der Einfuhr bestimmter Hunderassen ist nicht mehr zeitgemäß.
Die Zahlen der Beißstatistiken zeigen, dass ein Verbot oder die besonderen Auflagen für bestimmte Hunderassen die Gesamtzahl der Vorfälle nicht beeinflusst - sie bleiben seit Jahren annähernd gleich und sind zunehmend von Rassen dominiert, die als "ungefährlich" gelten.
Eine Rassenliste vermittelt lediglich eine Differenzierung zwischen scheinbar ungefährlichen und gefährlichen Tieren. Dabei wird suggeriert, dass Hunde nicht gelisteter Rassen ungefährlich sind, obwohl diese in den letzten Jahren mit einem viel höheren Anteil zu Bissverletzungen geführt haben. Die Rassenliste verbreitet im Land, gegenüber der gelisteten Hunde, mehr Angst und Zweifel und löst daher eine fälschliche Sicherheit aus gegenüber ungefährlicher Rassen. Es sei nicht nur die Bisskraft zu beurteilen, sondern viel mehr das Aggressionsverhalten der einzelnen Tiere. Dies ist nicht zu verallgemeinern.
Es sollte viel mehr sollte dazu aufgerufen werden, unabhängig von der Hunderasse, den Halter zu analysieren und zu bestimmen, ob ein Jener generell dafür geeignet ist einen Hund zu halten - unabhängig von der Rasse.
Die vermeintlich "gefährlichen" Hunderassen fallen hingegen kaum durch Biss-Attacken auf. Diese liegen in der Beißstatistik sogar noch weit hinter Boxer, Dackel und Jack Russel Terrier.
Schuld an Beiß-Attacken ist jedoch immer der Mensch. Gleichgültig ob "Handtaschen-Hund" oder großer Hund - alle Hunde müssen vernünftiges Sozialverhalten lernen.
Ich befürworte einen Hundeführerschein BEVOR ein Hund angeschafft wird und zusätzlich die Pflicht zum Besuch einer Hundeschule mit dem Hund ( ggf. jährliche Wiederholung oder Wiederholung alle 2 Jahre)
Kleinkinder werden oft in Kopf und Hals gebissen, weil Hunde sie damit wie Welpen erziehen wollen. Kinder verhalten sich aber nun einmal ganz anders als Welpen. Es liegt ergo am Halter seinem Hund (Hunden) zu vermitteln, dass der Hund nicht "Aufpasser" ist und Kinder nicht von ihm zu maßregeln sind.
Eindeutig: Mitzeichnung
Nachtrag:
auch sollten die Haltungsbedingungen der Hunde geprüft werden und Hundehaltern die Auflagen erteilt werden, Hunde nach ihrem Wesen zu beschäftigen.
Hütehunde / Jagdhunde sind z.B. oftmals absolut unterfordert und benötigen einen Ausgleich, den die Halter zu gewährleisten haben.
Als Beispiel: "Agiliti" für Hütehunde, "Nasen-Aufgaben" für Jagdhunde o.ä.
Damit würde verhindert, dass Hunde als "Spielzeug" für Kinder und/oder als "Statussymbol" für Erwachsene angeschafft werden.