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Diskussion zur Petition 52664

Arzneimittelwesen

Kostenerstattung bei Medikamenten auf Cannabisbasis / keine strafrechtliche Verfolgung vom 30.05.2014

Diskussionszweig: Cannabis in der Medizin, wozu eigentlich?

Zig_Zag | 17.08.2014 - 21:58 (Zuletzt geändert am 18.08.2014 - 11:08  von Moderation )

Cannabis in der Medizin, wozu eigentlich?

Anzahl der Antworten: 13

Hallo,

wenn man die Beiträge hier liest fällt (leider) eins sehr deutlich auf:
Die "Gegner" kommen oftmals mit den immer gleichen, inzwischen überholten, Ansichten.
Cannabis ist eine Einstiegsdroge, Cannabis macht gefährlich Abhängig, Cannabis, Cannabis, Cannabis - nur leider scheint es den "Gegnern" nicht möglich zu sein, sich erst einmal Informationen bzgl. Cannabis in der Medizin und Cannabis und Prohibition zu verschaffen.

Warum nicht? Weil die Informationen, die durch die Presse geistern reichen? Da muß ich leider sagen: Großer Fehler!
Es ist nicht gewollt, dass positive Informationen in die Presse gelangen, ansonsten wären Berichte über Kinder mit Epilepsie die erfolgreich mit Cannabis behandelt wurden oder Beiträge über Parkinson-Patienten, die Dank Cannabis wieder einigermaßen ohne dieses Zittern leben können, in unseren Nachrichtensendungen wohl reichlich vertreten.
Es kann aber nicht sein, was nicht sein darf! Also hält man diese Informationen bewußt zurück, um das negative Bild "der gefährlichen Einstiegsdroge Cannabis" nicht versehentlich in ein anderes, positiveres Licht zu rücken.

Es wäre schön, wenn sich die "Gegner" hier einfinden (die Befürworter natürlich auch), die angebotenen Informationen nutzen, und dann hier weiter diskutieren könnten. Würde mich freuen.

Infos zu Cannabis in der Medizin:
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Ein sehr beeindruckendes (wie ich finde) Video eines Parkinson-Patienten vor, während und nach der Einnahme von Cannabis:
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CBD für die Behandlung von Epilepsie bei Kindern, die die Medizin im Grunde schon aufgegeben hatte:
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Es gibt noch sehr viel mehr Beispielvideos, die den Erfolg von Cannabis in der Medizin zeigen, allerdings sind nahezu alle Videos dazu in Englisch – warum wohl?
Weil die Politiker nicht wollen, dass man ihre Ahnungslosigkeit öffentlich macht? Weil sie nicht wollen, dass man zu deutlich merkt, dass ihnen das Wohl des Menschen im Grunde egal ist – allerdings nicht die volle Brieftasche der Pharmalobby, von der ja so einige Politiker selbst nicht schlecht profitieren? Denkt mal drüber nach, worum es den Politikern wirklich gehen könnte.

Gerade die letzten beiden Beispiele zeigen, dass Cannabiskonsum in der Medizin eben nicht heißt, dass der Patient, der sich damit behandelt, auf einen Rausch aus ist!
Es geht um ein lebenswerteres Leben für Menschen, bei denen die Medizin mit ihren tausenden Pillen nichts erreicht.

Die derzeitige Gesetzeslage, die Cannabis durch das Betäubungsmittelgesetz verteufelt und aus Patienten Kriminelle macht, ist es, die dringend geändert werden muß.
Es kann nicht sein, dass der Gesetzgeber tausende Patienten ohne wirksame Medikation vor sich hinleiden läßt, obwohl es durchaus möglich wäre, dieses zu ändern.
Es grenzt schon fast an unterlassene Hilfeleistung, wenn Patienten, die sich das überteuerte Apothekencannabis nicht leisten können und aus diesem Grund auf den Schwarzmarkt ausweichen müssen, dann noch als Kriminelle abzustempeln.

Es geht also darum den Menschen die Medikamente zu legalisieren und eben zu bezahlen (das dann vermutlich über die KK), die sie brauchen, egal, ob es sich dabei um Dronabinol, Sativex, Cannabisöl oder andere Tinkturen oder eben um Cannabisblüten handelt.

Es würde mich freuen, wenn sich einige der “Gegner” dieser Petition etwas tiefer in die Materie “Cannabis in der Medizin” einlesen würden und dann hier gerne weiter diskutieren.

LG
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