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Diskussion zur Petition 41091

Gesetzliche Rentenversicherung - ZRBG

Rückwirkende Auszahlung von Ghetto-Renten vom 28.03.2013

Diskussionszweig: Sippenhaft

Lifeguard78 | 23.05.2013 - 11:20

Sippenhaft

Anzahl der Antworten: 28

Ich verstehe das Problem der Opfer, jedoch muss man auch das Problem verstehen, dass es eigentlich keine Sippenhaft gibt. Alles was rückwirkend beschlossen wird, muss mit Geld bestritten werden, was heute zusätzlich eingenommen wird. D.h. es werden Menschen in die Haftung genommen, die das Regim damals weder gewählt, noch zu verantworten haben.
Bliebe nur, die Alten von damals zu belasten. z.b mit einer Sondererbschaftssteuer für alle Vermögen die Vererbt werden von Menschen die bis 1945 wahlberechtigt geworden sind.
Wird dafür ein Kredit aufgenommen, haben wir es geschafft, das auch noch die 4 und 5 nachgeneration etwas davon hat.
Weiterhin sei die Frage gestattet, ob der Staat Israel auch schon anfängt zu sparen, um die zivilen Opfer unter den Arabern zu entschädigen. Oder ist das was typisch deutsches für die Sünden der Vorfahren zu bezahlen.
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Wuttier | 19.06.2013 - 21:54

Von wessen Vergangenheit soll ich mich denn distanzieren wollen? Von meiner? Ne, die ist in Ordnung.
Ich würde nur gerne wissen, wo überall in die Welt die Rente hinfliesst und ob sie auch versteuert werden muss.

Sie soll eine Widergutmachung oder Entschädigungsleistung darstellen, aber ich habe nichts widergutzumachen. Sollen die zahlen, die die Leute beschäftigt haben.

Ach übrigens... mein Opa und meine Oma sind lange tot.
Und wenn alle Überlebenden tot sind, dann bekommen hier die Hinterbliebenen die Ghettorente weiter.
Nachprüfbar? Na ich weiss nicht.....

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gaul1 | 19.06.2013 - 20:05

Ok, ich habe auch nicht gelebt, als Dein Opa Rente eingezahlt hat. Trotzdem darf er was von meinen Steuern (und ich zahle reichlich) abhaben, solange er noch lebt.

Wenn alle Überlebenden tot sind, dann musst Du nichts mehr zahlen. Dann hast Du allerdings nie mehr die möglichkeit ein Zeichen zu setzten, dass Du Dich von unserer Vergangenheit distanzieren willst.

Wieviel zahlst Du eigentlich?

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gaul1 | 19.06.2013 - 20:00

Weil...
es um unser deutsches Recht geht.
Wenn beschlossen ist, dass was gezahlt wird, soll das auch gezahlt werden. Nutzer15716, hast Du die Petition gelesen? Es geht nicht darum ob überhaupt und wieviel, sondern dass etwas, nur weil der Antrag zu spät eingeht nicht gezahlt wird.

Was das uns kosten wird? Denkt mal alle nach: lange leben die Überlebenden nicht mehr, viele sind es auch nicht mehr.

Es geht nur darum dass jemand seine Rente bekommt, wenn er dafür was geleistet hat.

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T.Räger | 19.06.2013 - 09:54

Wieso Sippenhaft? Es wurden zwangsweise Sozialversicherungsbeiträge abgeführt - also sollte es selbstverständlich sein, das auch Renten ausgezahlt werden.

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Der_Max | 18.06.2013 - 09:55

Eine Rente ist eine Zahlung zum Bestreiten des aktuellen Lebensunterhaltes. Insofern fordere ich extreme Zurückhaltung bei der nachträglichen Gewährung einer Rente - schließlich ist ja die Lebenszeit, für die diese Rente gedacht war, unwiderbringlich verstrichen. Es kann also auch nicht sein, dass eine nachträglich Rente dann lediglich die Erbmasse vergrößert.

Insofern bin ich strikt gegen die Gewährung einer Rente für einen Zeitraum vor deren Beantragung plus einer angemessenen Bearbeitungszeit für die Prüfung des Anspruchs - weil sonst die Rentenzahlung ihren Sinn verliert.

Eine rückwirkende Rentenzahlung als Einmalbetrag sollte (über einen moralischen Anerkennungsbetrag von ca. 3 Monatsrenten) sollte nur erfolgen, wenn die Ansprüche durch ein Gerichtsverfahren rechtshängig waren, also gerichtlich geklärt ist, dass die Rente fälschlicherweise nicht zur Auszahlung gelangte.

Auch die Ghettorente sollte sich nach diesem Grundsatz richten. Ansonsten wäre es keine Rente, sondern irgendeine Form eines "Schmerzensgeldes". Und da empfände ich es als Sauerei gegenüber den Einzahlern im Generationenvertrag, mit ihren Beiträgen für so etwas geradestehen zu sollen! Wenn Abgeordnet des Bundestages das anders sehen, sollen sie dieses Schmerzensgeld gefälligst aus anderen Quellen bezahlen!

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Wuttier | 13.06.2013 - 21:17

Mich stört, dass ich für Sachen zur Verantwortung gezogen werde, an denen nicht mal meine Eltern Anteil hatten.
Ich denke, es reicht langsam.

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komkom13 | 13.06.2013 - 13:34

...ich habe damals auch nicht die Regierung Kohl gewählt, da ich noch nicht volljährig war (zudem hätte ich dies ohnehin nicht getan), dennoch hat diese Regierung Entscheidungen getroffen, für die ich heute bezahlen darf... Menschen, die unter einem totalitärem Regime zu Zwangsarbeit (und dann noch in einem Ghetto) genötigt werden, verdienen eine Wiedergutmachung. Auch mein Vater - Jahrgang 1921 - war 2 x in Russland und ebenfalls in Gefangenschaft. Ich habe ihn noch nicht einmal sagen hören, dass mit dem ganzen Wiedergutmachen nun endlich mal Schluss sein sollte. Ganz im Gegenteil, es ist ein moralisch-ethisches Armutszeugnis für Deutschland und seine Verantwortlichen, dass dies nicht schon längst geschehen ist - natürlich kann dies auch noch ein wenig herausgezögert werden, dann sind auch die letzten Zeitzeug_innen und somit direkt Betroffenen verstorben und "stören" nicht mehr länger.

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Nutzer15716 | 12.06.2013 - 22:10

Wie viele Generationen noch? Es muss Schluss sein. Auf beiden Seiten. Meine Meinung. Nein, ich bin nicht rechts. Mein Großvater hat im Übrigen fünf Jahre keinen Sold erhalten.5 Jahre mit etlichen Schusswunden, Gefangenschaft und und und..........er sagt, dass es ihm jetzt eh egal ist, da das die Vergangenheit ist und recht hat er. Geld bringt das nämlich auch nicht mehr in Ordnung, was passiert ist.

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tardazgo | 07.06.2013 - 21:53

WANN werden die Palästinenser vom Staat Israel entschädigt?
WANN?

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rupert1159 | 02.06.2013 - 15:38

Mensch Eulenmammi,
ich wollte doch nur darlegen,welche Büchse der Pandora hier wieder geöffnet werden soll.
Die heute noch(wenigen) Lebenden erhalten,wenn ich das richtig verstanden habe,eine entsprechende Rente.Es geht aber hier um Nachzahlungen 12 Jahre in die Vergangenheit hinein.
Da gab es noch deutlich mehr lebende Anspruchsberechtigte.Und das wohlgemerkt in der Hauptsache irgendwo im Ausland, nicht hier.
Da stellt sich einerseits die Frage nach entsprechenden Nachweisen,man denke da nur an den US-Skandal,in dem Anspruchsberechtigte erfunden und abgerechnet wurden.Und das zeitnah, nicht 12 Jahre zurück.
Und andererseits in der Tat die Frage,warum Nachfahren(und um die dürfte es sich mehrheitlich mittlerweile handeln) in den Genuss bis zu 12 Jahren rückwirkender Rentenzahlung zzgl. Zinsen gelangen sollten.Denn wie ausgeführt wären rechtmässig festgestellte Ansprüche m.E. an
die Erben mittlerweile Verstorbener zu bezahlen.

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