Text der Petition
Der Deutsche Bundestag möge
die staatliche Anerkennung des Berufsbildes Osteopath als eigenständiger Beruf mit primärem Patientenkontakt und damit die Implementierung der Osteopathie als zweiten zur Ausübung der Heilkunde berechtigten Beruf im Gesundheitssystem beschließen.
Begründung
Der Beruf Osteopath ist bis heute bundesweit nicht staatlich anerkannt.
Es existieren keine gesetzlichen Regelungen über die qualitativen Anforderungen an Ausbildungsumfang und -inhalt. Eine rechtliche Grundlage ist nicht vorhanden.
Paradoxum:
Die Osteopathie wird der Heilkunde zugerechnet. Heilkunde per se ist nicht delegierbar! Auf Grund dessen muss die Osteopathie den primären Patientenkontakt ohne ärztliche Verordnung erhalten.
Die Ausbildung zum Osteopathen beinhaltet ein umfassendes fachübergreifendes Wissen aus allen medizinischen Bereichen.
Im Zentrum der Therapie steht die Einflussnahme auf den Körper ausschließlich mit den Händen. Ziel ist die Optimierung von physiologischen Vorgängen und die Normalisierung der funktionellen Abläufe im Körper.
Weiter kann der staatlich anerkannte Osteopath mit der Berechtigung zum Primärkontakt zukünftig helfen, die flächendeckende medizinische Patientenversorgung zu gewährleisten und die vorhandenen Engpässe und die Wartezeitproblematik in Arztpraxen zu reduzieren.
Momentan ist der Begriff des Osteopathen in Deutschland nicht geschützt und wird sehr frei verwendet. Viele Patienten wissen meist nicht, welche Art der Ausbildung der Therapeut/In genossen hat. Hat er/sie vielleicht ein BAO/BVO-Zertifikat erworben, was nach vollendeter Ausbildung zum Physiotherapeuten weitere 6 Jahre Ausbildung (insg. 1350 UE) und inhaltlich neben osteopathiespezifischen Themen sehr viele Grundlagen der Anatomie, Physiologie, Biochemie aber auch Krankheitslehre beinhaltet, oder ist es ein Therapeut, der einen sechswöchigen Kurs über osteopathische Techniken belegt hat und ebenfalls Osteopath vor der Türe stehen hat?
In Deutschland kann Patient dies momentan nur auf Nachfrage herausbekommen!
Ein definiertes Berufsbild mit klaren Vorgaben mit welcher Qualifikation man die Ausbildung starten kann, mit klaren Ausbildungs-Inhalten und einem definierten staatlichen Abschluss würde hier sofort Abhilfe schaffen und den Patienten die nötige Transparenz geben.