Text der Petition
Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass die von Bundesbeamten geleisteten Dienstzeiten, die im Wechselschichtdienst absolviert wurden, in der Form angerechnet werden, dass ihr Anteil im Verhältnis zur gesamten Dienstzeit, ein niedrigeres Pensionseintrittsalter zur Folge hat.
Begründung
Schichtdienst, insbesondere Nachtdienst, ist dadurch gekennzeichnet, dass man ständig gegen die innere Uhr kämpfen muss (gestörter Biorhythmus). Arbeitsmedizinische Einlassungen zu dieser Thematik gibt es unzählige. Alle kommen zu dem Schluss, dass Schichtdienstarbeit ungesund ist. Nach vierzig Jahren im Wechselschichtdienst haben viele Kollegen Schwierigkeiten ihren Dienst bis zur regulären Pensionseintrittsaltersgrenze zu bewältigen. Einige müssen aus gesundheitlichen Gründen früher in Pension gehen. Dabei müssen erhebliche finanzielle Einbußen hingenommen werden.
Die Realisierung meiner Petition würde zumindest dafür sorgen, dass gerade die Beamten, die in ihrem Berufsleben fast ausschließlich im Wechselschichtdienst tätig waren etwas früher in den Ruhestand gehen könnten, ohne so starke finanzielle Einbußen verkraften zu müssen. Ein solches Signal der Wertschätzung ihrer schweren Tätigkeit wäre für die Betroffenen auch sehr wünschenswert.
Inwiefern sich die geleistete Wechselschichtdiensttätigkeit auf das Pensionseintrittsalter mindernd auswirkt, muss der Gesetzgeber ausloten.