Suchtgefahren - Legalisierung von Cannabis in Deutschland vom 25.09.2017
Text der Petition
Legalisierung von Cannabis in Deutschland
Der Bundestag möge den Markt für Cannabis als Genussmittel regulieren und dabei besonders die Aspekte Jugendschutz, Prävention, Verbraucherschutz und Qualitätskontrolle berücksichtigen.
Begründung
- Millionen Konsumenten werden staatlich verfolgt. Sie werden mit erheblichem Einsatz von Polizeikräften und fragwürdigen Überwachungsmaßnahmen ausgeforscht, was zu über 100.000 Strafverfahren jährlich wegen rein konsumbezogener Cannabisdelikte führt.
- Es werden erhebliche Polizeikräfte gebunden, die bei der Verfolgung Schwerkrimineller oder der Überwachung von terrorverdächtigen „Gefährdern“ fehlen.
- Strafverfolgung und der Verzicht auf die Besteuerung von Cannabis machen das Verbot zu einer Maßnahme, die den Staat jedes Jahr Milliarden kostet. Geld, das im Bereich der Prävention wesentlich bessere Wirkung entfalten würde.
- Der künstlich erzeugte Schwarzmarkt für Cannabis fördert organisierte Kriminalität.
- Streckmittel und Verunreinigungen in Schwarzmarkt-Cannabis sind eine erhebliche zusätzliche Gesundheitsgefährdung.
- Die Tabuisierung durch das Verbot erschwert eine offene Kommunikation über den Konsum, was Prävention und soziale Kontrolle erschwert.
Dass bei der Cannabispolitik dringender Reformbedarf besteht, ist mittlerweile praktisch unstrittig unter Fachleuten. Eine stärkere Entkriminalisierung der Konsumenten ist Minimalkonsens. Viele Experten und Organisationen teilen die Auffassung, dass eine vollständige Regulierung des Cannabismarktes der richtige Weg wäre.
Der internationale Trend hin zu einer liberaleren Cannabispolitik ist eindeutig. Deutschland droht hier einmal mehr die Entwicklung zu verschlafen und am Ende von einer weltweiten Legalisierungswelle überrollt zu werden, ohne dann noch Einfluss auf die Ausgestaltung der Regeln zu haben. Auch das wirtschaftliche Potential mit vielen neuen Arbeitsplätzen wird dann anderswo geborgen, wie es sich schon jetzt abzeichnet.
Aus all diesen Gründen fordere ich stellvertretend für den Deutschen Hanfverband den Bundestag auf, den rechtlichen Umgang mit Cannabis und Alkohol aneinander anzugleichen. Cannabis sollte in Fachgeschäften an erwachsene Konsumenten verkauft werden dürfen, inklusive einer Konsummöglichkeit vor Ort. Cannabisprodukte sollten nur in geprüfter Qualität und mit detaillierter Produktinformation abgegeben werden. Auch der Anbau von Hanf in kleinem Umfang durch Konsumenten und Anbauvereine zur Selbstversorgung sollte legal sein.
Selbstverständlich ist jede Art von staatlicher Verfolgung einfacher Konsumenten im Zuge der Legalisierung zu beenden. Das gilt auch für das Führerscheinrecht. Der massenhafte Entzug von Führerscheinen bei Cannabiskonsumenten, die nicht berauscht gefahren sind, muss beendet werden.




Bitte diskutieren Sie sachlich die zugrundeliegende Petition. Die Diskussionsbeiträge sollten sich auf das Pro und Contra der Petition beziehen.
Fragen zum Petitionsverfahren oder zu anderen Sachverhalten können Sie an die im Impressum angegebene E-Mail-Adresse: post.pet@bundestag.de senden.
Einige Sachverhalte werden auch unter der Rubrik "Service & Information"-FAQ erläutert.
Vom Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages werden nur elektronische Mitzeichnungen von registrierten Nutzern des epetitions-Systems des Deutschen Bundestages anerkannt. Ferner kann eine Unterstützung per Post/Fax erfolgen. Diese muss jedoch den vollständigen Namen, die Adresse und die eigenhändige Unterschrift des Unterstützers enthalten. Sie muss auch erkennen lassen, um welche Petition beim Petitionsausschuss es sich handelt.
Der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages kann die in seinen Verfahrensgrundsätzen festgeschriebenen Standards für elektronische Mitzeichnungen nicht auf fremden Internetseiten überprüfen.
Hinweis zu Links (URLs):
Links (URLs) auf andere Webseiten sind nicht zugelassen. Links (URLs) sind nur als Quellenangabe für ein Zitat erlaubt. Die alleinige Angabe der Überschriften der Artikel reicht nicht aus. Als Quelle für ein Zitat ist ein Auszug aus dem Text gemeint, auf den besonders hingewiesen werden soll. Dies dient der Übersichtlichkeit des Forums. Bitte beachten Sie die Richtlinie. Bei dem Hinweis auf Beiträge auf Youtube-Seiten sollten Sie bitte Folgendes beachten: Der Verweis auf Youtube-Beiträge anhand von Links (URLs) sollte mit einem entsprechenden Zitat verbunden sein. Es sollte die Zeitangabe, in der das Zitat im Beitrag vorkommt, angegeben sein. Der alleinige Hinweis auf einen Beitrag von Youtube ist nicht ausreichend. Die Zeitangabe ist erforderlich, damit die Nutzer und auch die Moderation das Zitat ohne langes Suchen nachvollziehen können. Das Forum soll aus sich selbst heraus verständlich bleiben. In den Diskussionsbeiträgen sollte mit eigenen Beiträgen das Pro und Contra der Petition diskutiert werden.
Auszug aus der Netiquette:
„Neben diesen Grundsätzen gelten für das Forum folgende Regeln:
o Bitte eröffnen Sie zur Diskussion neuer Gesichtspunkte jeweils einen eigenen Thread (Thema) mit aussagekräftigem Titel.
o Bitte prüfen Sie vor Eröffnung eines neuen Threads, ob bereits ein sachgleicher Thread existiert.
Erstellt 25.10.2017 - 07:37 von Admin . (Zuletzt geändert am 13.11.2017 - 07:20 von Admin)
Admin
Wie sie bestimmt wissen ist das Thema cannabis mehr als wichtig!
Millionen von Menschen werden Diskriminiert!
Viele unschuldige sitzen deswegen im Gefängnis!
Das muss nicht sein!
Sie können das wider gut machen in dem sie bis ein neues Gesetz umgesetzt wird die Verfolgung von Cannabis Konsumenten zumindest mit sofortiger Wirkung auszusetzen und das solange bis hier Klarheit geschaffen wird.
Dazu gehört auch die Führerschein Reglung.
Millionen Konsumenten würden das begrüßen.
Danke
Erstellt 24.11.2017 - 10:01 von Hanffreunde .
Syntaxie
Ich habe Unterschriften auf Papier für diese Petition gesammelt. Dabei habe ich immer wieder zu hören bekommen:
„Also ich bin ja voll für die Legalisierung, klar, aber ich unterschreibe das nicht, weil ich nicht in der Datenbank stehen möchte.“
Gerade Konsumenten, welche bisher noch nicht erwischt wurden hatten Angst zu unterschreiben. Wäre die Angst vor diesem unmenschlichen Strafverfolgungsapparat nicht so groß, dann hätten bestimmt 300000 oder mehr Cannabisbefürworter diese Petition unterschrieben.
Sachverhalt:
Wenn die Stimmen ausgewertet werden, dann muss überprüft werden, ob die Stimmen auch gültig sind. Auch die Daten zu den schriftlichen Stimmen werden dazu im PC erfasst. Erfolgt dabei eine Identitätsprüfung? Doppelte Unterschriften und ungültige Unterschriften werden gelöscht. Dann wird zusammengezählt.
Es entsteht eine Datenbank der Cannabisbefürworter, welche an der Petition teilgenommen haben.
Diskussionsthema:
Wie sicher ist es, dass Strafverfolgungsbehörden keinen Zugriff auf diese Datenbank bekommen? Immerhin wird diese Datenbank laut Datenschutzerklärung zur Petition erst nach 3 Wahlperioden gelöscht.
Ich bin der Meinung, dass nur das Ergebnis zählt. Es gibt hier im Diskussionsforum einige Beiträge, wo aufgezeigt wird, wie fies und hinterhältig der Krieg gegen Drogen geführt wird. So eine Datenbank weckt das Jagdfieber unserer Strafverfolgungsbehörden. Deshalb Datenbank bitte löschen.
Erstellt 25.11.2017 - 00:53 von Sagwiesist .
Sagwiesist
Ich selber habe mich gewundert das diese noch läuft, und bewundere das 35.000 Menschen das Quorum nicht Erichen den es müssen 50.000 sein.
Ehrlich gesagt weis ich gar nicht was Quorum heißt ...
Aber ich Frage mich :
was ist wen nur ein Mensch gegenüber den Staat eine Sonderbehandlung benötigt , wird er da als Mittbürger vom Staat berücksichtigt ?
Oder wird er Stillgestellt damit die anderen 49.999 nichts davon erfahren?
Bitte Berücksichtigt den einen Mensch, den wir alle können in seine gleiche Problematik geraten .
Danke
Erstellt 24.11.2017 - 03:24 von Di Lione .
Heinz 55
Der Großteil der Polizei glaubt sicher korrekt zu handeln bei der Hexenjagd auf Kiffer und ist z.T. auch
Opfer von Erpressung - machen, oder Problem mit Vorgesetzem usw.
Wichtig ist bei überraschendem Kontakt die Argumentation, daß THC kein BTM, sondern eine anregende Substanz ist.
Wer sich allerdings nicht mit den medizinischen Anwendungen befassen möchte, hat wahrscheinlich keine Chance beim Kontakt mit der Polizei korrekt zu argumentieren. Nur selber chillen wollen reicht einfach nicht zum Argumentieren. Die Argumente stecken quasi in einigen med. Anwendungsmöglichkeiten. NICHT pauschal die Anwendung gegen Schmerzen !
THC alleine kann nämlich sogar Kopfschmerzwahrnehmung verstärken, weil eben KEIN BTM
Erstellt 24.11.2017 - 06:18 von Syntaxie .
Syntaxie
Von zahlreichen Cannabiskonsumenten, deren Existenz durch die Kriminalisierung zerstört worden ist, über ökonomische Argumente, bis hin zu verfassungsrechtlichen Argumenten, ist hier ein breites Spektrum zu lesen gewesen.
Dass die Petition die stärkste Petition des Jahres 2017 geworden ist, zeigt auf, dass das Thema einer breiten Bevölkerungsschicht seit vielen Jahren auf der Seele brennt.
Wie viele andere hier, habe ich kleine Hoffnungen in eine Jamaikakoalition gesetzt. Nun zeichnet sich eine Große Koalition oder eine Minderheitenregierung ab.
Mit dem Ergebnis, dass Grüne und FDP durch Verhandlungen keine Zugeständnisse abringen können. Weil es den Verhandlungstisch schlicht nicht mehr gibt.
Die SPD hat Cannabis nicht in ihrem Programm, und deren Alte, die die Macht verwalten, haben mehrheitlich keine fortschrittliche Einstellung zum Thema Cannabis.
Als Cannabiskonsument darf man deswegen zurecht befürchten, dass die nächste Regierung nicht unter Druck kommen wird zumindest Schritte zur Entkriminalisierung einzuleiten.
FDP, Linke und Grüne können aus der Opposition heraus selbst bei einer Minderheitenregierung kaum etwas bewegen, da die SPD mitmachen müsste.
Ich rate jedem, der sich engagieren will, jetzt und über die nächsten Monate (und wenn es sein muss Jahre) gezielt E-Mails und Briefe an SPD-Politiker in ganz Deutschland zu schreiben.
Da die Landesverbände viel mitzureden haben und Parteitage letztlich über das Parteiprogramm entscheiden, müssen wir nicht nur die Bundestagsabgeordneten erreichen, sondern die gesamte SPD in Deutschland.
Wir müssen Kontakt zu SPD-Funktionären auf allen Ebenen aufnehmen, vom Ortsverein bis zum Bundesvorstand.
Mit einem einzigen Brief ist es nicht getan, ich nehme mir vor an SPD-Funktionäre auf allen Ebenen über die nächsten Tage, Wochen, Monate und Jahre immer wieder Briefe zu schreiben.
Der erste Brief wird nichts bringen, aber in der Summe, und vorallem wenn andere meinem Beispiel folgen, werden die Briefe der SPD ins Gewissen reden und ihr den Spiegel vorhalten.
Ich habe eben mit einem Juso-Mitglied telefoniert, das mir bestätigt hat, dass klassische Briefe tatsächlich einen stärkeren Effekt haben als E-Mails, und dass diese besonders wenn es viele sind, in internen SPD-Gremien durchaus Anstoß zu Diskussionen geben.
Auch wenn es ein langer Prozess ist, ist es also nicht vergeblich.
Am Ende ist es eine Frage der Zeit bis die Legalisierung kommt, aber wenn wir uns gemeinsam dafür einsetzen und nicht locker lassen, dann wird die Entkriminalisierung und zum Schluss die Legalisierung früher kommen, als es der Fall wäre, wenn wir der SPD ihre Untätigkeit unwidersprochen durchgehen lassen.
Das heißt nicht, dass ihr der SPD aggressive Briefe schreiben sollt, denn dann werden die Briefe weggeschmissen und nicht beachtet, wie ich aus dem besagten Telefonat mit dem Juso-Mitglied erfahren habe. Scharf, faktenbasiert und höflich müssen sie sein.
Die Jusos setzen sich übrigens nach ihren Aussagen stark für dieses Thema ein, und bringen immer wieder Anträge auf Parteitagen ein. Leider gibt es nach ihrer Einschätzung für eine Entkriminalisierung in der SPD noch keine Mehrheit.
Lasst uns den Jusos helfen und mit dem Druck auf die alteingesessenen sogenannten Sozialdemokraten nicht nachlassen, bevor ihnen endlich ein Licht aufgeht.
Ich hoffe wir können uns alle auch nach der Petition und ohne dieses Forum weiterhin vernetzen, ich bin am überlegen Mitglied beim Hanfverband zu werden und werde auf jeden Fall bei der Weihnachtsspendenaktion teilnehmen.
Außerdem werde ich an Aktionen in meiner Stadt und darüberhinaus teilnehmen.
Bitte nehmt diese Petition als Anlass euch in Zukunft verstärkt zu engagieren, an anderen Aktionen teilzunehmen und selbst welche zu initiieren.
Wir haben ein starkes Signal mit der Petition gesetzt und dürfen sie als kleinen Zwischenerfolg verbuchen.
Danke an euch alle, die ihr zu diesem kleinen Erfolg beigetragen habt.
Es hat einen riesen Spaß gemacht sich mit euch im Forum auszutauschen.
Erstellt 24.11.2017 - 13:54 von Nutzer2562643 . (Zuletzt geändert am 24.11.2017 - 19:44von Nutzer2562643 )
Syntaxie
die ich persönlich mit der Prohibition, also der konsequenten Durchsetzung eines Verbotes mit Hilfe des Strafrechtes, erlebt habe.
Ich bin ein Kind der "Keine Macht den Drogen" Kampagnen der 90er.
Die Suggestion, es gäbe verbotetene Substanzen, deren Gefährlichkeit darin bestehen würde,
nach einem "schwachen Moment" des Probierens, unweigerlich in eine Spirale der Abhängigkeit und dem Verlust von Selbstbestimmung zu gleiten,
diese Vorstellung machte mir Angst und ich klebte als kleiner Steppke Stolz und voller Überzeugung meinen Anti-Drogen Aufkleber an meine Schultasche.
Drogen: Nicht Sichtbar, Abstrakt und irgendwo da draußen in den bösen Winkeln der Welt. Wer mich deswegen belächelte, hatte in meinen naiven Augen einfach schon die Macht verloren.
Auf der Oberstufe wurde ein eigentlich von allen geschätzter und leistungsmäßig erfolgreicher Mitschüler bei der Schulleitung wegen Besitz von Cannabis gemeldet :
Dieser wurde von der Polizei im Klassenzimmer abgeholt, Verhört, dabei weitere "Täter" benannnt und ein darauffolgender Schulverweis folgte.
Gottseidank waren damals Handys noch kein Thema. Der Denunziant bekam ein anerkennendes Lob für seinen "Mut". Alles richtig gemacht.
Ein Umdenken fand erst mit 18 durch einen Auslandsaufenthalt statt. Ich durfte einen Familienvater kennenlernen, welcher statt Alkohol sich eine abendliche Cannabiszigarette ansteckte und zu meinem
Erstaunen locker und offen mit der Thematik umging. Ein Mensch der mitten im Leben steht und alles andere als das erwartete ungepflegte Junkiebild abgab.
Das aufkommende Internetzeitalter bot mir eine Fülle von Informationen über THC, das Wirkungsspektrum, geschichtliches und die realistischen Gefahren.
Gefahren die geradezu lächerlich im Vergleich der etablierten und verharmlosten Volksdrogen stehen.
2012 nach einem unverschuldeten Auffahrunfall mit einem Schleudertrauma entwickelte sich bei mir ein bis heute vorhandenes chronisches HWS-Syndrom mit ständigen Schmerzen und Bewegungseinschränkungen.
Physiotherapie und konventionelle Schmerzmedikation mit den damit verbunden Nebenwirkungen war die erfolgslose medizinische Antwort.
Auf der Uni hatte ich dann mein Schlüsselerlebnis mit Cannabis welches mein Medikament der Wahl werden sollte.
Entspannung der Muskulator, Schmerzreduktion und Lebensfreude.
Ohne dubiose Bezugsquellen oder der aussichtslosen Beantragung einer Ausnahmegenehmigung beim BfArM, entschied ich mich Jahre später für den Eigenanbau von Cannabis.
Niemand auser meiner Ehefrau, die mich dabei moralisch unterstütze wurde davon in Kenntnis gesetzt.
Meine Berufliche Laufbahn war hervorragend, Kinder und Hausbau war in Planung. Bis auch ich die Auswirkungen des Krieges gegen Drogen, gegen Cannabis erleben durfte.
Mit dem Vorwurf ein legales Beleuchtungsmittel bei einem legalen Shop bestellt zu haben, welches jedoch nach polizeilicher Erkenntnis zum Anbau von Cannabis verwendet werden könnte, wurde meine Wohnung auf den Kopf gestellt.
Man wuste nicht wo, was und wieviel man findet, hatte jedoch einen richterlichen Durchsuchungsbeschluss der gleichzeitig die Annahme zum Handel beinhaltete. Eingeschüchtert sichtete man persönliche Briefe, begutachtete akribisch
Zimmerpflanzen und schloss mich in meiner eigenen Wohnung ein. Drohungen wurden ausgesprochen und nach freiwilliger Herausgabe meiner Ernte wurde mein Zuhause zum Fotostudio für Polizeiakten.
Wie ein Schwerverbrecher, der ich nach dem Gesetz bin, Abtransportiert, Fingerabdrücke genommen, Verhört, Gedemütigt, Registriert und dann der Ermittlungserfolg an die Staatsawaltschaft weitergereicht.
Bis heute zittere ich wenn die Türglocke abends läutet oder schwarze Autos vor dem Haus parken.
Zur Wiedergutmachung eines abstrakten Schadens an der Volksgesundheit musste ich mit einer Haftstrafe, Strafzahlung und "Zwangsarbeit bezahlen".
Mit den Folgen als Vorbestrafter habe ich mich abgefunden, mit dem psychischen Trauma werde ich alleine gelassen und kann es wohl erst adäquat aufarbeiten wenn ein normaler Umgang mit Cannabis möglich ist.
Persönliche Folgen:
-Posttraumatische Belasstungsstörung welche von Kassenärzten medikamentös (mit körperlich abhängig machenden Drogen!) interverniert wird > Finanzielle Kosten trägt die Gesellschaft
-Horrende Summen für Anwalt und Gerichtskosten
-Berufliche Ziele als Beamter unmöglich mit Vorstrafe
-Tätigkeitsausschluss in der Jugendarbeit
-Kaputter Lebenslauf welcher nur durch Lügen kaschiert werden kann (Damoklesschwert Führungszeugnis)
-Mobilität durch Führerscheinentzug auf ein minimum reduziert
-Familiäre Strukturen zerstört
-Vertrauen in Polizeiarbeit und Staat erschüttert
Schluss mit Krimi !
Erstellt 24.11.2017 - 01:57 von Bernd_Larsen .
Nutzer2562643
Hallo!
Vorweginfo zu meiner Person. Ich bin 18 Jahre alt und besuche die 13. Klasse eines staatlichen Gymnasiums, stehe somit also kurz vor meinem Abitur. Als Kind und bis ins Jugendalter war ich stark übergewichtig, wog bei 183cm über 100kg. Ich begann mit 15 oder 16 Jahren, mich endlich zu überwinden und schaffte es, auf sehr ungesunde Art und Weise an Gewicht zu verlieren. Als ich in die Oberstufe (11. Klasse) kam, lernte ich eine gute Freundin kennen; zu diesem Zeitpunkt hatte ich in etwa Normalgewicht. Allerdings war ich mir selbst noch lange nicht dünn genug und sah mich immernoch fett, weswegen ich begann, immer mehr abzunehmen, tagelang nichts mehr zu essen und exzessiven Sport zu treiben. Ich wurde magersüchtig und bulimisch, bis ich bei einer Körpergröße von 183cm nurnoch etwa 50kg wog.
Eines Tages kam ich mit bereits erwähnter Freundin eher zufällig auf das Thema Cannabis zu sprechen und sie erzählte mir von ihren bisherigen Erfahrungen damit. Bis zur 10. Klasse war ich übrigens komplett gegen jede Art von Drogen (wie es heutzutage stets gepredigt wird), war aber bei diesem Gespräch schon seit einiger Zeit deutlich liberaler geworden. Sie fragte mich, ob wir denn nichtmal zusammen rauchen wollten, aber aufgrund von Angst vor gesetzlichen Folgen lehnte ich ab. In den daraufkommenden Wochen informierte ich mich jedoch interessehalber intensiv über Cannabis, bis ich ein ungemeines Wissen in jedem Bereich darüber angehäuft hatte. So entschied ich für mich, es mit meiner Freundin doch mal zu probieren. Gesagt getan - nach zwei Tagen hatte ich drei mögliche "Dealer" an der Hand, alle aus meiner Klassenstufe (man sieht, wie wenig die Prohibition funktioniert).
Ich besorgte uns etwas und wir konsumierten es gemeinsam und im Geheimen. Das erste Mal bekamen wir leider ungeheuer schlechte Ware, es war eine Zumutung und meine Freundin erklärte, dass dieses gestreckte Zeug mit echtem Cannabis nicht viel zu tun habe. Aus gesundheitlichen Bedenken entsorgten wir die Droge (eine staatlich kontrollierte Abgabe würde eine bedenkenfreie Qualität sichern und das Schaden Gesundheit durch Konsum von Straßencannabis verhindern). Wir starteten einen zweiten Anlauf und das dann erhaltene Marihuana war einwandfrei. Dadurch verbrachten wir schöne und entspannte zwei bis drei Stunden, was unsere Freundschaft im übrigen noch weiter stärkte. Weil danach aber noch etwa 2 Gramm übrig waren, beschloss ich, diese in den kommenden Wochen noch alleine zu konsumieren, was ich auch tat. Aber der Konsum bewirkte etwas in mir. Die wohl bekannteste Nebenwirkung von Cannabis ist der starke Drang, zu essen - und so ging es auch mir. Ich begann wieder zu essen und je öfter ich konsumierte, desto egaler wurde mir mein Gewicht, desto selbstbewusster wurde ich über meine Figur und desto mehr nahm ich zu.
Ich bemerkte diesen Effekt sehr schnell, kaufte erneut und rauchte die darauffolgenden Monate regelmäßiger, jedoch immer in großer Angst vor strafrechtlicher Verfolgung oder Intoleranz durch andere Menschen, zumal ich mich stets verstecken musste. Nach ein paar Monaten also hatte ich wieder ein gesundes Gewicht, welches ich jetzt seit gut anderthalb Jahren halte: 62kg bei der Größe von 183cm. Im Nachhinein habe ich der Droge Cannabis sehr viel zu verdanken, sie hat meine bulimische Magersucht geheilt, meine Psyche in der Hinsicht wieder komplett gerade gebogen und das ganz ohne professionelle Therapie. Ich wüsste nicht, wo und ob ich heute noch wäre ohne die Hilfe von Cannabis (medizinisches Cannabis war damals noch nicht zugelassen und ich hätte es für meine Krankheit sowieso nicht verschrieben bekommen). Selbstverständlich ist eine richtige ärztliche Behandlung eigentlich unabdingbar und von einer Selbsttherapie ist in aller Regel abzuraten, aber in meinem Fall hat es vermutlich mein Leben gerettet.
Seitdem bin ich mit voller Überzeugung für die Legalisierung von Cannabis als Rauschmittel und Medizin. Schließlich habe ich mit beidem Erfahrung gemacht und muss sagen, dass ich Cannabis jederzeit dem Konsum von Alkohol vorziehen würde, obwohl ich seit langer Zeit keinen Kontakt mehr mit der Substanz hatte - weil ich auf meinen Führerschein angewiesen bin und weiter kein Risiko von verschmutztem Cannabis eingehen möchte. Bekanntermaßen ist das Millionen anderer Konsumenten in Deutschland egal und sie konsumieren trotzdem regelmäßig. Alleine aus diesen Gründen ist es längst Zeit, das uralte und längst überholte Verbot aufzuheben. Und das nicht erst in einem, zwei oder fünf Jahren, sondern so bald wie möglich. Auch wenn die Bürokratie in Deutschland unfassbar langsam und zäh ist, sollte das Thema Cannabis nicht unterschätzt werden - es ist kein kleines und unwichtiges Thema, welchem man sich irgendwann vielleicht mal widmen kann, wenn grade Leerlauf im Bundestag ist. Dahinter steckt allerdings keine Ungeduld, das Anliegen sollte eine vorangestellte Priorität allein schon aus oben genannten Gründen erhalten.
Wenn das hier von Politikern gelesen wird, welche sich zukünftig mit dem Thema aufgrund dieser Petition befassen werden, bitte ich Sie, jegliche Fakten, welche von unserer deutschen Drogenbeauftragten Frau Mortler propagiert werden, aufs Kleinste zu prüfen. In der Vergangenheit argumentierte sie nämlich schlichtweg und nachgewiesenermaßen mit extrem veralteten Fakten und sogar schlichtweg Lügen. Seien Sie bitte ehrlich und sehen Sie alle Vorteile sowie Nachteile einer Legalisierung. Wem schadet es? Wer nicht will, der muss auch nicht. Aber wer will, soll bitte seine eigene Entscheidung treffen dürfen, ohne bevormundet und grundlos strafrechtlich verfolgt zu werden.
Ein riesiges Dankeschön an den Petenten, jeden einzelnen Mitzeichner, jeden der das hier gelesen hat, den Petitionsausschuss, die Politiker im Bundestag, welche sich hoffentlich endlich öffnen werden, um Cannabis zu legalisieren und schlussendlich danke auch der Droge selbst.
Erstellt 24.11.2017 - 17:07 von Nutzer2545725 .
iltisbaer
Meine Bitte an Verantwortlichen Petition:
Fassen sie ähnlichere Petition zusammen damit weniger Diskussionszweige ermöglichst wird zusätzlich sollte in Zukunft begrenzte Diskussionszweige beispielsweise höchstens 10 Diskussionszweige reichen, damit man NICHT den Überblick verliert - diese Thema hatten wir in Feedback Forum -. Das wäre von mir der Vorschlag für die Zukunft für alle Petition Einschränkungen Diskussionszweige pro Petition.
Mit freundlichen Gruß
Ihr nachdenklicher Mitglied
Heinz - Jürgen Schmidt ( Heinz 55 )
heutige Zusatz meiner Seite:
Danke an 37 Mitgliedern " Ich finde diesen Beitrag hilfreich " bewertet haben.
Erstellt 11.11.2017 - 19:20 von Heinz 55 . (Zuletzt geändert am 25.11.2017 - 00:28von Heinz 55 )
Heinz 55
Falz in Zukunft eure Freunde, Verwandte, Kinder oder Kindeskinder Lust bekommen sich anders zu Berauschen als mit Alkohol oder Cannabis was währ Ihnen Lieber ?
( A ) ... das diese sich von Arzte, Apotheker und Staatlich anerkannte Personen Versorgen und Beraten lassen können ?
oder :
( B )... Soll es lieber bleiben wie es ist, Versorgung und Beratung durch Dreckige Straßendealer, die sich ne Goldene Nase verdienen und überhaut keine Ahnung haben was für ein Gift sie verkaufen?
Danke
Erstellt 23.11.2017 - 02:52 von Di Lione .
Nutzer2555486