Text der Petition
Mehr finanzielle und rechtliche Unterstützung in den Bereichen: Kinderbetreuung, Familie, Erwerbstätigkeit für erwerbstätige Eltern, Elternteile mit erwerbstätigen Partner, der oft beruflich unterwegs ist.
Begründung
Die meisten Menschen in Deutschland arbeiten jeden Tag nur dafür um überleben zu können und nicht um zu leben. In den meisten Fällen trägt ein Partner mit seinem Gehalt nur die Kosten für die Betreuung der Kinder. Das macht das arbeiten für viele Deutsche einfach nicht mehr atraktiv. Jeder Mensch möchte sich und seinen Kindern, dafür das er jeden Tag aufsteht , seine Kinder in fremde Hände gibt um arbeiten zu gehen zu können, etwas gönnen. Nur leider kann dies kaum noch jemand in Deutschland. Kitagebüren von 200 bis 800 Euro und mehr kann sich kaum noch einer leisten.
Alle Kitas sollten in die Obhut des Staates übergehen. Keine Gemeinden und Länder die unterschiedliche Preise und Öffnungszeiten haben. Deutschlandweit einheitliche Öffnungszeiten von 06:00 - 18:00 Uhr, kostenlose Kitaplätze für jedes Kind und Kinderbetreuer die verbeamtet werden ! Das wäre ein riesiger Schritt in die richtige Richtung. Hundertausende Mütter könnten erwerbstätig werden, Geld verdienen, Steuern zahlen und die Wirtschaft mit ankurbeln. Junge Menschen können es sich wieder leisten Kinder zu zeugen, die später einmal zusätzliche Steuerzahler werden.
Ein Elternteil das in einer Partnerschaft lebt mit einem Partner, der beruflich viel unterwegs ist, ist in Deutschland so gut wie nicht vermittelbar. Selbst der Anspruch auf Arbeitslosengeld I wird bei vielen Elternteil versagt, da sie keine Betreung der Kinder nachweisen können. Somit rutscht dieses Elternteil in Harz IV. Und selbst dort bekommen viele Elternteile keine finanziele Unterstützung, weil einige Partner "zu viel verdienen". Diese Elterteile sind dann nicht einmal krankenversichert wie es zb. bei vielen Soldatenfrauen der Fall ist. Der Bürger wird vom Gesetz dafür bestraft, dass er eine Arbeit nachgeht oder sogar seinem Land dient und dabei sogar Wochen oder Monate nicht zu Hause ist. Doppelte Haushaltsführungen, Reisekosten uvm. wird meistens nur zum Teil erstattet oder gar nicht. Dieser Partner ist in diesem Moment alleinerziehend und erzieht die Kinder, die später einmal Steuern an die Bundesrebublik Deutschland zahlen werden und an dessen Wirtschaft teilnehmen werden. Diese alleinerziehenden Partner machen so viel und können gar nicht in diesen Zeiten erwerbstätig sein. Und trotzdem bekommen sie keine staatliche Hilfe. Arbeitslosengeld I sollte keine Bedingungen haben für Menschen, die in Arbeit waren und es sich verdient haben. Alleinerziehenden Partnern sollte es frei stehen zu arbeiten oder nicht so lange wie der andere Partner auf Dienstreisen ist. Und der Staat sollte diese Menschen finanziell entlasten und ihnen bei Seite stehen.
Allgemein ist zu sagen, dass es in Deutschland unattraktiv ist, einer Arbeit nachzugehen, da der Bürger komplett auf sich alleingestellt ist. Der Staat sollte sich mehr um diese Menschen kümmern.
Ich kenne es aus dem Bereich Schule. Es gibt im Grundrecht ganz klar eine Schulpflicht. Kennt jeder, ist unbestritten. Aber in den letzten Jahren gab es immer mehr Bemühungen, die Stunden, die die Schulpflicht umfasst, extrem auszudehnen...leider mit Erfolg. Heute haben zumindest in Hessen der größte Teil aller Schulen in irgendeiner Form den Ganztag eingeführt, nicht selten den geschlossenen Ganztag - d.h. das Kind geht früh nach dem Frühstück in die Schule und kommt abends pünktlich zum späten Abendessen wieder nach Hause. Jeden Tag Schule im verpflichtenden Ganztag ist kindeswohlgefährdend. Wo bleibt die Freizeit, wo bleibt Zeit für Freunde, für Familie? Ist es echt so unwichtig, dass ein Kind Kontakt zu seinen Eltern hat?
Das Ganze jetzt auch für den Kindergarten zu wollen, beschädigt die Beziehung zwischen Eltern und Kind nachhaltig. Klassenlehrer haben jetzt schon, für die „großen“ Kinder die Funktion von Ersatzeltern. Was soll das im Kindergarten werden?
Schon vor einiger Zeit wurde darüber diskutiert, eine Art Kindergartenpflicht einzuführen...eventuell auch nur für das letzte Jahr. Da will kein Mensch einen verpflichtenden Ganztag! Nur der Schritt ist dann verdammt klein.
Ein Kind zu bekommen ist eine bewusste Entscheidung. Bei dieser Entscheidung weiß man bereits um das Problem der Finanzen. Wie schon geschrieben wurde, werden junge Familien in Deutschland ungeheuer gefördert und unterstützt - gerade in den ersten Jahren. Ein bisschen Selbsteinsatz darf man schon erwarten.