Text der Petition
Der Deutsche Bundestag möge den Entwurf eines Dritten Gesetzes zur Änderung des Waffengesetzes und weiterer Vorschriften (Drittes Waffenrechtsänderungsgesetz – 3. WaffRÄndG) in der vorgeschlagenen Version ablehnen.
Die Bundesregierung möge den handwerklich unzureichenden Entwurf eines Dritten Gesetzes zur Änderung des Waffengesetzes nochmal gründlich überarbeiten.
Begründung
Der Gesetzentwurf der Bundesregierung zum Waffengesetz (Drs. 19/13839) ist umgehend zu stoppen!
Das deutsche Waffengesetz zählt zu den strengsten in Europa. Sportschützen, Waffensammler und Jäger sind nicht verantwortlich für Terroranschläge mit illegalen Waffen.
Der vorliegende Entwurf (Drs. 19/13839) nutzt kaum Ausnahmemöglichkeiten der EU-Feuerwaffenrichtlinie (Richtlinie (EU) 2017/853). Der Bundesrat will mit seiner Stellungnahme den Entwurf u. a. mit einer Aufhebung der waffenrechtlichen Privilegierung der deliktisch irrelevanten Armbrust und einer Regelabfrage der Waffenbehörde beim Verfassungsschutz zusätzlich verschärfen.
Herr Seehofer muss auf die Verbände hören und den Gesetzentwurf dringend überarbeiten. Lesen Sie die Stellungnahmen der Verbände (gerade der Schießsportverbände) auf der Seite des BMI und vergleichen Sie diese mit der Aussage von Herrn Seehofer.
Statt im Parlament zu behaupten, man nutze Spielräume, sollte Herr Seehofer besser außerhalb des eigenen Ministeriums einmal mit der Mehrzahl der Verbände sprechen.
Wir fordern
1. Die EU-Feuerwaffenrichtlinie so schonend wie möglich in deutsches Recht umzusetzen und den bewährten Rechtsstand so weit wie möglich zu bewahren. Möglichkeiten der EU-Richtlinie, organisierte Sportschützen internationaler Disziplinen von Verboten + Beschränkungen bei Magazinen und Waffen freizustellen und generell Magazine allenfalls erlaubnispflichtig zu machen, anstatt sie gleich zu verbieten, sind zu nutzen. Das BMI will Halbautomaten mit großen Magazinen (A7) und große Magazine für alle Sportschützen verbieten. Die EU-Feuerwaffenrichtlinie sieht jedoch Ausnahmen vor: Die Mitgliedstaaten können den Sportschützen eine Genehmigung der Kategorie A erteilen, sofern die Person aktiv an Schießwettbewerben teilnimmt oder diese Disziplinen ausübt.
2. Keine Bedürfnisprinzipausweitung, insbesondere nach 3 oder spätestens 5 Jahren Schießsportausübung zur Aufrechterhaltung des Bedürfnisses keine oder wenigstens stark reduzierte Pflichttermine vorzusehen und die generelle Schießsportausübung gelten zu lassen. Eine waffenbezogene Kontrolle des Schießsports lehne ich ebenso ab wie langjährige Aufzeichnungspflichten von Schießterminen.
3. Das Waffengesetz zu deregulieren und zu entbürokratisieren. Waffen von Sportschützen besitzen marginale Deliktrelevanz, Gefahren gehen von illegalen Waffen aus. Rechtstreue Bürger verdienen Vertrauen und nicht Gängelung, echte Entlastung statt Lippenbekenntnissen.
4. Bekämpfen Sie endlich effektiv Kriminalität und Terrorismus in Deutschland und hören Sie auf, loyale Bürger zu drangsalieren, die laut BKA keinerlei Größe im Bereich Kriminalität/Terrorismus darstellen.
5. Die Bundesregierung muss illegalen Handel und Herstellung von Schusswaffen bekämpfen, nicht ohnehin rechtstreue Besitzer registrierter Schusswaffen weiter drangsalieren. Kein Generalverdacht durch Regelabfrage beim Verfassungsschutz für rechtstreue Waffenbesitzer.
1. Zum Schiessen reicht Luftdruck, vielleicht noch Kleinkaliber. Zum Schiessen braucht man Großkaliber oder Magazine nicht.
2. Zum Schiessen reichen die Minimalausrüstungen, die wir für richtig halten und den Schützen vorschreiben.
3. Keine Sorge liebe Schützen, wir sind sachkundig und wollen Euch nicht schaden.
Würde man heute alle Motorsportarten, z.B. Formel 1, Paris-Dakkar, 24h Le Mans, auf eine Kompaktautoklasse mit 45PS reduzieren, oder alle sportlichen Skidisziplinen auf einen geraden 300m Hang mit 45° Neigung durchführen, so entspräche das etwa der Aussage 1.
Würde eine Person ohne Führerschein und Fahrpraxis ein Auto für die verschiedensten Bedürfnisse der Autofahrer entwerfen und entscheiden oder ein Nichtskifahrer einem Skifahrer seine Ausrüstung zusammenstellen, so entspräche dies der Aussage 2.
Aussage 3 beantwortet sich denke ich schon aus den Statements, die uns mit 1 und 2 gegeben wurden.
Sehr geehrte Politiker, wenn Ihr Eure Aussage 3 nur im Ansatz ernst meint, dann holt Euch die Kompetenz von Seiten derer, die wissen von was sie reden, weil sie es auch lange genug praktiziert haben oder die Auswirkungen von Entscheidungen realistisch einschätzen können.
Alles andere wäre eine Vernichtung eines Kulturbereiches unserer Gesellschaft, ohne das der proklamierte Nutzen überhaupt eintreten würde. Bitte zerstört dies nicht aus Fanatismus, Absolutismus und der fehlenden Beurteilungsfähigkeit von Personen, die nur ausserhalb des Zaunes einem Spiel kurz zugeschaut haben.
Bitte hört auf die Sachverständigen!
Sonst erklärt ein Blinder den Sehenden die Farbe des Himmels. Nein - er schreibt hnen vor, wie sie den Himmel zu betrachten haben und wie sie ihn nicht mehr betrachten dürfen.