Text der Petition
Mit der Petition wird eine Gleichbehandlung von unverheirateten und verheirateten Vätern sowie von unverheirateten Vätern und Müttern bei Fragen des Sorgerechts gefordert.
Begründung
Das deutsche Sorgerecht sieht vor, dass unverheiratete Mütter, verheiratete Mütter sowie verheiratete Väter automatisch das Sorgerecht für ihre Kinder erhalten.
Lediglich unverheiratete Väter erhalten das Sorgerecht nur durch Erklärung und mit Zustimmung der Mutter bzw. dadurch, dass sie es erstreiten.
Dies stellt eine Diskriminierung unverheirateter Väter sowohl gegenüber verheirateten Vätern sowie gegenüber den Kindesmüttern dar.
Dies wurde in der Vergangenheit auch bereits vom europäischen Gerichtshof gerügt, als Reaktion entschied die damalige Bundesregiserung nur das Recht, das Sorgerecht zu erstreiten.
Begründung war damals, dass den werdenden Müttern in 9 Monaten Schwangerschaft nicht zuzumuten wäre, das alleinige Sorgerecht zu erstreiten, sollte das Sorgerecht des Vaters dem Kindeswohl abträglich sein.
1. Stellt das Erstreiten des alleinigen Sorgerechts für die Mütter keineswegs eine derart große Belastung dar, dass die Beschneidung der Gleichstellungsrechte der Väter hierdurch gerechtfertigt wäre.
2. Stellt die Annahme, dass öfter Väter dem Kindeswohl abträglich seien als Mütter eine Diskriminierung aufgrund des Geschlechts dar.
3. Stellt die Annahme, verheiratete Väter seien geeigneter, das Sorgerecht automatisch zu erhalten als unverheiratete eine Diskriminierung aufgrund der Ehe dar.
Ich fordere den Gesetzgeber auf, diese diskriminierende Gesetzgebung nun endlich zu verändern und unverheirateten Vätern die gleichen Rechte einzuräumen wie verheirateten und Müttern.