Text der Petition
Mit der Petition wird eine sofortige Parkplatzerweiterung für Lastkraftwagen (Lkw) und damit bessere Möglichkeiten für Kraftfahrer, eine vernünftige und ungestörte Pause einzulegen, gefordert.
Begründung
Entlastung der Industriegebiete und Verminderung von wildem Parken.
Verringerung der Gefährdungspunkte an Ein- und Ausfahrten von Raststätten und Parkplätzen
Prävention für alle Verkehrsteilnehmer
In den letzten Jahren ist Deutschland zum größten Transitland Europas herangewachsen und dadurch ist ein Mangel an Parkplätzen entstanden. Viele Kraftfahrer haben nicht mehr die Möglichkeit, eine vernünftige Ruhepause einzulegen, da ab ca. 15 Uhr schon die Parkplätze knapp werden. Dadurch entstehen Gefährdungspunkte an Ein- u. Ausfahrten von Raststätten und Parkplätzen, da sich die Lkw wegen Platzmangel dort hinstellen und sich bzw. andere Verkehrsteilnehmer gefährden. In Industriegebieten wird wild geparkt und dadurch werden Anwohner und Anlieger gestört und es finden größtenteils Vermüllungen statt.
Zusätzlich sind die vorhandenen Sanitäranlagen stark verschmutzt, weil sie nicht die Kapazität für so viele Menschen bereitstellen. Teilweise sind vorhandene Parkplätze nicht mehr nutzbar, da sie im katastrophalen Zustand sind. Die Situation wird sich in den nächsten Jahren nicht verbessern und deswegen fordern wir ein schnelles und unkompliziertes Handeln, um zeitnah neue Möglichkeiten zu erschließen und Parkplätze zu bauen.
Kraftfahrer, die nicht ausgeruht sind, fehlt größtenteils die 100% Aufmerksamkeit im Straßenverkehr und somit birgt das auch eine Gefahr für alle anderen Verkehrsteilnehmer.
Wird es so gehandhabt, reicht ein Parkplatz für das Rastbedürfnis von 20 oder mehr Fahrern je Tag aus. Übernachtet ein LKW-Fahrer auf einer Raststätte, dann braucht fast jeder LKW einen eigenen Parkplatz, der von der Allgemeinheit finanziert wird.
Das Problem kann man also nur lösen, wenn die Speditionen sich um ordnungsgemäße Plätze für das nächtliche Abstellen ihrer Flotten selbst kümmern, oder wenn man die Autobahnraststätten ab einer gewissen Aufenthaltsdauer gebührenpflichtig macht.
Z.B. könnte 1 h (d.h. der übliche Gebrauch für eine kurze Fahrtunterbrechung) kostenfrei (bzw. in der Maut inbegriffen) sein, danach würden Gebühren je Stunde anfallen. Damit würde einerseits der Bedarf zurückgehen, der Steuerzahler erhielte seine Infrastruktur von den Nutzern bezahlt, und Spediteure hätten einen Anreiz, selbst aktiv zu werden, sich z.B. gegenseitig das nächtliche Parken auf ihren Höfen zu gestatten.
Und schließlich müssten auch die Fahrer nicht mehr so oft an der lauten Autobahn oder illegal im Industriegebiet ohne entsprechende Infrastruktur im Auto übernachten, sondern könnten auf die Infrastruktur eines Speditionsnetzes zurückgreifen.
Flankiert werden müsste das Ganze mit einem konsequenten Vorgehen gegen Falschparker, die es auf Autobahnraststätten heute leider regelmäßig gibt - oft werden sogar dutzende PKW-Stellplätze durch wenige LKW blockiert, die dort nichts zu suchen haben. Zur Not muss eben die Spedition einen Parkplatz abseits der Autobahn rechtzeitig organisieren, den der Fahrer vor Ablauf seiner Lenkzeit ansteuern kann.