Text der Petition
Mit der Petition wird eine wissenschaftliche und transparente Aufklärung des Post-Vac-Syndroms gefordert. Das Krankheitsbild muss politisch und medizinisch anerkannt werden. Es müssen Maßnahmen wie die Entwicklung von Diagnoseverfahren, Schaffung medizinischer Versorgungsstrukturen sowie Investitionen in die dringend benötigte Erforschung der Krankheitsmechanismen ergriffen werden. Betroffenen muss umgehend medizinische sowie sozialrechtliche Versorgung zur Verfügung gestellt werden.
Begründung
Die Bekämpfung der COVID-19-Pandemie war die letzten Jahre von hoher gesellschaftlicher Bedeutung. Durch die zügig entwickelten COVID-19-Impfstoffe ließen sich die Anzahl schwerer Krankheitsverläufe und die dadurch hervorgerufenen Todesfälle reduzieren. Dennoch mehren sich innerhalb der letzten zwei Jahre die Berichte von schweren Impfnebenwirkungen.
Viele Betroffene berichten von langanhaltenden Long-Covid-ähnlichen Beschwerden seit Impfung. Die medizinische Praxis berichtet von einer hohen Übereinstimmung beider Krankheitsbilder. Die Erkrankung tritt in unterschiedlichen Schweregraden auf und kann bis zu einer anhaltenden Bettlägerigkeit führen. Ein Großteil der Post-Vac-Betroffenen erfüllt zudem die Kanadischen Kriterien zur Diagnose von ME/CFS – eine Erkrankung, die in den vergangenen Jahrzehnten ebenfalls eine große medizinische und gesellschaftliche Vernachlässigung erfahren hat.
Adäquate medizinische Versorgung gibt es für Post-Vac-Betroffene keine. Aufgrund von Unwissenheit, mangelnder Anerkennung oder Stigmatisierung werden den Erkrankten in der hausärztlichen aber auch in der fachärztlichen Versorgung häufig fälschlicherweise psychosomatische Ursachen diagnostiziert. Dies führt nicht selten zu schädigenden Therapiemaßnahmen. Anlaufstellen in Fachzentren und Universitätskliniken gibt es kaum, die Mehrzahl der Post-Covid-Ambulanzen lehnt die Behandlung von Post-Vac-Patient*innen ab. Die wenigen Ambulanzen, die für Betroffene zugänglich sind, berichten von Wartelisten mit mehreren Tausend Patient*innen.
Nach wie vor fehlen Therapiemaßnahmen für Post-Vac-Betroffene, ebenso wie für Post-Covid- und ME/CFS-Erkrankte. Aufgrund großer Überschneidungen dieser Krankheitsbilder, ist eine gemeinsame Betrachtung der Erkrankungsmechanismen sinnvoll. An dieser Stelle besteht enormer Forschungsbedarf!
Aufgrund anhaltender Arbeitsunfähigkeit sowie erhöhter finanzieller Belastungen für medizinische Maßnahmen stehen viele Betroffene vor Existenznöten. Anträge auf Anerkennung von Impfschäden nach dem Infektionsschutzgesetz werden für das Post-Vac-Syndrom bisweilen von den zuständigen Landesbehörden abgelehnt.
Aufgrund unzureichender Erhebung kann die Anzahl von Post-Vac-Betroffenen bis heute nicht beziffert werden.
Wir Post-Vac-Betroffene sind dem Aufruf der Bundesregierung zur COVID-19-Impfung nachgekommen, haben uns solidarisch gezeigt und uns impfen lassen – nicht nur zu unserer eigenen Sicherheit, sondern auch, um vulnerable Gruppen zu schützen. Nun sind wir Erkrankte selbst Teil der vulnerablen Gruppe und bitten daher die Bundesregierung sich solidarisch mit uns zu zeigen: Lassen Sie uns nicht im Stich!
Mit dieser Petition setzen wir uns für eine wissenschaftliche und transparente Aufklärung von schweren Impfnebenwirkungen ein und distanzieren uns ausdrücklich von Querdenker*innen und Coronaleugner*innen
Bereits im ersten Satz scheitert die Petition um im zweiten die Fehler nochmals zu bestätigen. Es gibt kein "Post-Vac-Syndrom".
Es gibt verschiedene Folgen von Impfungen. Diese bestehen aber aus verschiedenen Symptomen und Ursachen. Eine allergischer Reaktion auf Proteine im Totimpfstoff ist etwas vollkommen anderes als mit der Nadel verletzte Nervenbahnen. Das wäre in so, als sollten alle Unfallopfer gleich behandelt werden: Der Herzstillstand genau wie der Knochenbruch, die blauen Flecken und die psychischen Folgen der Zeugen und Helfer.
Wir brauchen auch keine "wissenschaftliche und transparente Aufklärung" - die haben wir schon lange. Keine Impfung ist so intensiv begleitet und untersucht worden wie die Corona-Impfung.
Ach ja, das liebe "viele". Eine nicht quantifizierte Menge. Bleiben wir lieber bei den Fakten.
Laut PEI - bei dem alle tatsächlichen Meldungen zusammenlaufen - gab es 0,27 Verdachtsfälle pro 1000 Impfungen.
Tatsächlich erwiesen oder wahrscheinlich sind 250 Fälle die unter "Post-Vac" zusammengefasst werden könnten.
Weitere 3.968 haben bisher keinen eindeutigen Zusammenhang und werden noch untersucht. Basierend auf den bisherigen Erfahrungen könnten sich davon rund 480 weitere Fälle bestätigen.
"Viele Betroffene" sind also in Summe 730 Menschen mit unterschiedlich schweren Beeinträchtigungen und vollkommen unterschiedlichen Symptomen. Das sind viele, keine Frage, aber nur 0,0004% aller Impfdosen.
Nein, herzzerreißende Berichte auf Facebook vom Bekannten einer Freundin meiner Friseurin die gerne von frisch erstellten Accounts gepostet werden sind im echten Leben irrelevant.
Die Fragestellung der Petition ist folglich:
Brauchen wir über die bestehenden Studien, Untersuchungen und Behandlungen hinaus zusätzliche Geldmittel für die Behandlung von maximal 730 bereits medizinisch versorgten Menschen mit vollkommen individuellen Symptomen?