Herzlich Willkommen auf den Internetseiten des Petitionsausschusses des deutschen Bundestages. Jedermann hat die Möglichkeit, Bitten oder Beschwerden an den Deutschen Bundestag zu richten.

Um direkt zu entsprechenden Bereichen zu springen verwenden Sie die Sprungmarken wie folgt:

Auf dem Bild sehen Sie ...

Diskussion zur Petition 149354

Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV)

Ausgestaltung des ÖPNV gemäß dem ÖRR zur Finanzierung des Nahverkehrs vom 20.04.2023

Diskussionszweig: Nein, der ÖPVN darf keine Gratis-Leistung werden.

KSKKH | 28.05.2023 - 10:43

Nein, der ÖPVN darf keine Gratis-Leistung werden.

Anzahl der Antworten: 0

Nein, der ÖPVN darf keine Gratis-Leistung werden.
Der ÖPVN wird aus versch. Gründen angenommen und nicht angenommen. Löst aber auch nicht alle Probleme. Eine komplett erzwungene Finanzierung und kostenfreier Leistungsbereitstellung des ÖPVN verzerrt in eine andere Richtung, ohne den Zielsetzungen von diesem gerecht zu werden.

ÖPVN Umweltfreundlich?
Den Unterschied macht die Benutzung der Verkehrsmittel.
Konkretes Beispiel: An die Umweltbilanz eines vollbesetzten Privat-PKW als Fahrgemeinschaft mit Kollegen, wird eine Busverbindung aus dem Speckgürtel in den Speckgürtel einer benachbarten Stadt nicht herankommen. Zusätzlich wird hierfür mehr Freizeit- oder Arbeitszeit verbrannt.
Ein kostenfreier ÖPVN wird NOCH weniger eine bewusste Nutzung der Verkehrsmittel bewirken. Umweltschonend ist jede NICHT getätigte Fahrt.
Unter dem Aspekt umweltfreundlich zu sein, kann Mobilität nicht teuer genug sein.

ÖPVN unabhängig von Nutzung finanziert ist sozial?
Eine Entkopplung des Bedarfes von der Finanzierung erhöht die Kosten für die Planung bzw. Bedarfsermittlung (Stichwort: Verwaltung), was von allen Bürgern finanziert werde muss und nicht an anderer Stelle verwendet werden kann. Es wird auch unerwünschte Nutzung finanziert, die man nicht Subventionieren möchte. (Bsp. Fahren zum Selbstzweck der Fahrt oder weil es im Winter Bus wärmer ist als an der Haltstelle.

Eine Gebühr für alle Bürger verpflichtet den Staat zur Gegenleistung unabhängig vom wirklichen Bedarf. Konsequent umgesetzt würde es eine gleichmäßige Leistungsverteilung über das gesamte Bundesgebiet bedeuten. Folgendes Beispiel mach die Absurdität deutlich:
Einfrieren der aktuell im Bundesgebiet verwendeten Ressourcen für den ÖPVN um die Kosten nicht zu erhöhen. Gleichmäßige Verteilung dieser über ie aktuell im Bundesgebiet existierenden Haltestellen mit nach technischer Möglichkeit gleichen Taktrate.

Eine Steuer belastet alle, auch wenn diese Leistung aus validen Gründen nicht Nutzen können. Gleich ob aus beruflichen, gesundheitlichen, anderen persönlichen Gründen oder einfach nur des fehlenden Ausbaus.

Sofern man unbedingt möchte, dass der ÖPVN besser angenommen wird, muss dessen Leistung im Verhältnis zur Leistung des Individualverkehrs verbessert werden. Wäre ein zeitweise Subventionierung für die Zeit des Ausbaus hilfreich. Das Fernziel sich größtenteils selbst finanzieren zu können sollte jedoch oben stehen. Wie wäre es mit einem neuen Versuch eine Autobahn-Gebühr für alle. Gebündelt mit der Verwendung jetzigen Kfz-Steuer für den Ausbau des ÖPVN und Sammelgüterverkehr. In diesem Fall reduziert sich mit der Anzahl der PKWs auch der Betrag der ÖPVN-Subvention. So bestimmt ein Markt das Verhältnis auf Basis des Bedarfs.
Besser wäre natürlich eine Verbrauchssteuer, die sich direkt an den Individualverkehr richtet. (unabhängig von der Antriebstechnologie)
1 Personen finden diesen Beitrag hilfreich