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Diskussion zur Petition 153198

Erziehungsgeld/Elterngeld

Unveränderte Beibehaltung der Einkommensgrenze nach § 1 Absatz 8 des Bundeselterngeldgesetzes vom 03.07.2023

Diskussionszweig: Geburtstermin im Januar und es wurde sich auf das Elterngeld verlassen

Ickzorn1980 | 08.07.2023 - 12:21

Geburtstermin im Januar und es wurde sich auf das Elterngeld verlassen

Anzahl der Antworten: 31

Hier ein Beispiel bei dem es trotz einem zu versteuerndem Einkommen über 150k zu echten Problemen führt.
Wir haben vor kurzem ein Haus gekauft und somit unsere Ersparnisse fast aufgebraucht, meine Frau trägt 75% des Haushaltseinkommens bei und der Geburtstermin ist am 30 Januar. Wir haben also keine Zeit weitere genügend Ersparnisse aufzubauen und kommen somit in echte finanzielle Schwierigkeiten.
Wenn wir diese Bedingungen vorher gewusst hätten, hätten wir uns zumindest jetzt nicht für ein Kind entschieden. Das kann doch auch nicht wirklich im Interesse der Gemeinschaft liegen, denn Statistisch zahlen Akademikerkinder hinterher auch mehr Steuern als Kinder von Nichtakademikern. Schlussendlich werden alle mit dieser Regelung benachteiligt.

Denn nur nochmal als Wohlstand zum verteilen wächst nicht auf Bäumen sondern muss hart erarbeitet werden !!!
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Nutzer18343 | 05.08.2023 - 14:34

Zitat: von Ickzorn1980

.., meine Frau trägt 75% des Haushaltseinkommens bei und der Geburtstermin ist am 30 Januar.



Also tragen Sie 25% bei. Warum bleiben Sie nicht zu Hause nach der Geburt? Schon alleine wegen der Hypothek sind Sie sicher auf die 75% doch angewiesen?

Ich würde mich an ihrer Stelle mit einem Steuerberater treffen oder es mal durchgehen. Es geht um das zu versteuernde Einkommen. Die Zinzen für Ihre Hypothek werden ja von der Steuer abgesetzt nach meinem wissen und das dürfte Ihr zuversteuerndes Einkommen erheblich reduzieren. Im Notfall wie gesagt denke ich das man ja auch in unbezahlten Urlaub gehen könnte und somit sein zuversteuerndes Einkommen senken.

Bin kein Steuerberater aber ich denke da müsste was gehen.

Ich hoffe das dies Ihnen hilft. Dies war als echte Hilfe für Sie gemeint. Beste Wünsche für die Zukunft und viel Erfolg mit der jungen Familie.

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Nutzer5940926 | 02.08.2023 - 14:44

Die Kurzfristigkeit ist tatsächlich das Hauptproblem. Dadurch ist eine Planung, wenn man bereits schwanger ist, gar nicht mehr möglich....

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Ylander | 12.07.2023 - 07:24

Zitat: von Ickzorn1980
Hier ein Beispiel bei dem es trotz einem zu versteuerndem Einkommen über 150k zu echten Problemen führt.
Wir haben vor kurzem ein Haus gekauft und somit unsere Ersparnisse fast aufgebraucht, meine Frau trägt 75% des Haushaltseinkommens bei und der Geburtstermin ist am 30 Januar. Wir haben also keine Zeit weitere genügend Ersparnisse aufzubauen und kommen somit in echte finanzielle Schwierigkeiten.
Wenn wir diese Bedingungen vorher gewusst hätten, hätten wir uns zumindest jetzt nicht für ein Kind entschieden. Das kann doch auch nicht wirklich im Interesse der Gemeinschaft liegen, denn Statistisch zahlen Akademikerkinder hinterher auch mehr Steuern als Kinder von Nichtakademikern. Schlussendlich werden alle mit dieser Regelung benachteiligt.

Denn nur nochmal als Wohlstand zum verteilen wächst nicht auf Bäumen sondern muss hart erarbeitet werden !!!



Hierzu merke ich Folgendes an:

1. Dumm gelaufen, wenn man sich vom Staat und seinen Wohltaten, abhängig macht, nicht wahr? Ich tu da nicht.

2. Dass Sie ein Haus - zur Eigennutzung, nehme ich an - gekauft haben, ist übrigens unter Umwelt- und Klimagesichtspunkten nicht vertretbar. Sie könnten es verkaufen, dann haben Sie Liquidität, und Sie sind die mutmaßliche Last des Darlehens auch noch los. dann könnten Sie in einen Gegend ziehen, wo sie günstig zur Miete wohnen können. Müssen Sie wissen, ich übernehme keine Haftung.

3. Sie bestätigen zwischen den Zeilen etwas, was ohnehin bekannt ist, und vielleicht mit ein Grund ist, warum dasElternngeld nun gestrichen wird: Das Elterngeld wird als willkommenes Zubrot für die Finanzierung des gehobenen Lebensstandards betrachtet, erfüllt also einen reinen Mitnahmeeffekt.

4. Wir haben heute eine Akademikerschwemme, aber nur wenige sind wirklich qualifiziert. Von daher vermag ich Ihren Überlegungenzum Steueraufkommen aus Akademikerkindern unter Ihrerseitigen Bemühungen von Statistiken bereteits deshalb nicht zu folgen.

Schlussbemerkungen:

Eins hat mir bereits jetzt die kursorische Durchsicht der vielen Beiträge der vermeintlichen Menschen mit gehobenem Einkommen gezeigt: Gebildeter und kompetenter als die finanziell weniger Begüterten sind sie in aller Regel nicht. Ein Grund, sich über die Letztgenannten zu erheben, besteht nicht. Sie haben einfach nur ein höheres Einkommen, und dürfen darauf deutlich mehr Steuern zahlen - mehr nicht.

Es ist immer um dieselbe Masche, die sich hundetfach widerholt wie ein roter Faden durch dieses Forum zieht: Man wehrt sich unter wenig überzeugenden Argumenten gegen den Wegfall der eigenen Pfründe.

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Nutzer5899529 | 12.07.2023 - 04:47

Zitat: von Nutzer5884595
Gleiche Situation. Nach Jahren der Suche, gerade endlich eine bezahlbare Immobilie gefunden und gekauft. Ebenfalls nach Jahren der harten Arbeit und Investition in die eigene Ausbildung werden wir nun dieses Gehaltsniveau zum ersten Mal erreichen. In allen Risikobetrachtungen zum Immobilienkauf, hätten wir nie mit einem Wegfall des einkalkulierten Elterngeldes gerechnet.
Das Elterngeld ermöglicht es uns erst diese Zeit zu überbrücken (mit finanziellen Einschränkungen). Ein Wegfall des Elterngeldes ist für uns bei den heutigen Immobilienkosten nicht zu verkraften - und schon gar nicht so kurzfristig.
Das Elterngeld ist auch keine soziale Transferleistung. Alle Betroffenen haben jahrelang mit ihren Steuern ein x-faches eingezahlt und möchten nun auch ein mal von den Vorzügen eines Sozialstaats profitieren (sie werden ihr gesamtes Berufsleben lang überproportional einzahlen und wahrscheinlich sonst nie in Anspruch nehmen).
Für den Staat ist es zudem eine sinnvolle und langfristig absolut profitable Investition in eine starke Mittelschicht und Demografie.



Genau so!
Für jetzt Schwangere ist es einfach richtig mies.
Warum macht man keine Abstufung? Aber die Grenze von 100% auf 0% ohne Übergang wie sonst bei Steuern üblich (siehe Soli) ist einfach richtig übel.
Davon abgesehen ist das Cap von 1800€ schon echt niedrig und man büßt viel Einkommen ein. Dadurch werden doch höhere Einkommen schon mehr bestraft als niedrigere.

Und eben, wir zahlen ein Vielfaches an Steuern und möchte EINMAL auch eine Leistung abrufen...

Bei uns genauso, hochgearbeitet, die ersten Akademiker der Familie, gerade so die Grenze erreicht und jetzt die Wohnung abzahlen. Wohlgemerkt Wohnung, da Haus nicht bezahlbar...

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Nutzer5895121 | 11.07.2023 - 22:53

Damit ist Frau Paus von den Grünen gemeint... von ihr kam der Vorschlag zur neuen Grenze. Nicht von Lindner.

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Nutzer5691837 | 11.07.2023 - 21:27

Zitat:
"... statt ausschließlich nur mit dem realen Einkommen zu rechnen. Dann kann ja jeder mit Geld hantieren was er noch gar nicht hat. Das ist Dummheit."

Das gilt dann für alle Menschen gleichermaßen oder?
Sie plädieren dafür, sämtliche Sozialleistungen zu streichen.
Ist natürlich auch eine Möglichkeit, wenn auch sicher keine populäre.

D.h. für niemanden mehr Bürgergeld, kein Kindergeld, etc.

Mit dem eingesparten Geld könnten ja z.B. gratis Kitas etc. finanziert werden.

Dass dann aber tausende Menschen obdachlos wären stört sie ja nicht nehme ich an, schließlich ist ein Haus ja "Luxus", richtig?

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Ingenieuricus | 11.07.2023 - 20:49

Zitat: von Nutzer5870886
Auch bei uns genau das gleiche. Geburtstermin am 2.Februar. Haben beide studiert, vor vier Jahren dann im festen Job angefangen und haben vor zwei Jahren gebaut. Wir haben nichts geerbt oder geschenkt bekommen und haben daher wenig Rücklagen. Jetzt sind wir mit Anfang 30 im „besten Alter“ um unseren Kinderwunsch zu erfüllen. Aber auch wir verdienen exakt das gleiche und sind knapp über der zu versteuernden Einkommensgrenze. Das würde für uns bedeuten, wir reduzieren unser Einkommen um 50% bei gleichbleibenden Fixkosten.

Unter den Umständen hätten wir sicher noch nicht mit der Kinderplanung gestartet. Und das ist wirklich traurig.



Wirklich, ich bin absolut gegen die Senkung der Bemessungsgrenze für das Elterngeld.

Aber wie kann man es bitte normal finden mit 2 Jahren im Job erst mal zu bauen und natürlich dann finanziell entsprechend knapp aufgestellt zu sein?

Da fehlt mir einfach jedes Verständnis.

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Ingenieuricus | 11.07.2023 - 20:47

Zitat: von Hilli93
Bei uns das gleiche, verdienen beide ähnlich, nicht verheiratet, beide spitze Steuersatz in Steuerklasse 1, Eigentumswohnung in Frankfurter am Main und Ende 20, wo sollen da noch Rücklagen herkommen? Mit 1.800 knapp, aber grade zu stemmen, beide in der PKV da günstiger als GKV, aber mit einem Gehalt weniger , entweder Schulden machen, ein Zimmer untervermieten oder kind mit 8 Wochen in den Kindergarten, das kann doch nicht ernsthaft gewollt sein.



PKV statt GKV heißt auch: an Solidarität wird in diesem Haushalt gerne gespart. Man braucht ja das Geld für die Eigentumswohnung. Dann aber jammern, dass das Elterngeld wegfällt. Ich würde mal sagen - wer sich das mit Ende 20 aufgelastet hat, der hat das sehenden Auges getan und nein, so ist das nicht gewollt. Ihr habt es trotzdem gemacht.

Die nächste Petition sollte die Abschaffung der PKV sein.

Trotzdem: Elterngeld sollte bleiben. Auch wenn dann leider diese Personen auch was bekommen.

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Dajo15 | 11.07.2023 - 20:10

Da ist es wieder, das Namens-Paradoxon. Jedes Mal wenn die SPD das Land regiert, findet Sozialabbau statt (Stichwort Hartz 4). Man könnte meinen, die SPD ist eine Wirtschaftspartei. In jedem Fall kann ich Sozial nicht erkennen. Mich wundert die aktuelle Entwicklung bzgl. Umfragen nicht, auch das Thema lässt sich wieder einige nach einer Alternative für Deutschland umschauen (was ich überhaupt nicht gut finde). Frauen werden schlechter gestellt. Das passt nun wirklich überhaupt nicht mehr in die Zeit. ABER: noch ist nicht aller Tage Abend. Meine Tipp: Das ist das Thema für das Sommerloch. Darüber kann jetzt jeder schön diskutieren - ist wichtiger, weil es viele selbst betrifft, als die tats. brennenden Themen und danach wird doch alles ganz anders und es war so nicht gemeint.

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Elli2210 | 11.07.2023 - 19:59

Und auch hier: Kinderfreibetrag steht jedem zu der Kinder hat. Arbeitet man hart und viel wirkt er sich auch in voller Höhe aus.

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