Text der Petition
Mit der Petition wird die vollständige und unverzügliche Abschaffung der Anbindehaltung von Rindern (Mastrinder, Milchkühe etc.) gefordert. Dies schließt sowohl die ganzjährige als auch die saisonale Anbindehaltung ein. Zudem wird ein komplettes Verbot sämtlicher Käfighaltungen wie Kastenstände, Kälberboxen und Kaninchenkäfige gefordert, da diese Haltungsformen ethisch-moralisch untragbar sind. Landwirtinnen und Landwirte sollen beim Ausstieg aus diesen Qualhaltungssystemen unterstützt werden.
Begründung
Die Anbindehaltung enthält den betroffenen Tieren die Auslebung grundlegender körperlicher als auch psychischer Grundbedürfnisse vor. Die Tiere stehen weitgehend bewegungslos im Stall, können ihren Juckreiz kaum lindern und sind beim Ruhen und der Nahrungsaufnahme stark eingeschränkt. Eine freie Kontaktaufnahme zu anderen Tieren - wie das Einhalten eines selbst gewählten Abstands zu diesen - ist nicht möglich. Die ständige Fixierung setzt die Rinder überdies gravierenden Gesundheitsrisiken aus: Die Tiere leiden an Gelenks- und Hautverletzungen, Erkrankungen des Euters, der Geschlechtsorgane, des Verdauungsapparats, des Atmungsapparates, der Klauen etc.
Auch die saisonale Anbindehaltung muss beendet werden. Gerade in den Hotspots der Anbindehaltung in Süddeutschland sind die Sommer und entsprechende Weideaufenthalte kurz und belaufen sich nur auf 3-5 Monate. Die übrige Zeit – 7-9 Monate – stehen die Rinder in dieser Haltungsform in der Regel angebunden im Stall. Das ist keinem Tier zuzumuten.
Kastenstände für Sauen werden in Deutschland auch nach langer Übergangsfrist bis 2036 im Abferkelbereich nur eingeschränkt, aber nicht verboten. Die weiterhin erlaubten fünf Tage am Stück führen zu erhöhten Schmerzen für die Tiere während der Geburt, verhindern ein artgerechtes Nestbauverhalten und können den Mutter-Kind-Kontakt dauerhaft schädigen.
Ein Großteil der Kälber muss die ersten 2-4 Wochen seines Lebens isoliert in Kälberboxen oder -Iglus verbringen. Da die Jungtiere während dieses Zeitraums stark unter der Einsamkeit, Enge und Monotonie leiden, ist diese Haltungsform zu untersagen und durch kuhgebundene Gruppenhaltungen zu ersetzen.
Obwohl die schlimmsten Missstände inzwischen untersagt sind, enthalten auch die weiterhin erlaubten Kaninchenkäfige den bewegungsfreudigen Nagern die Auslebung wesentlicher Grundbedürfnisse wie Nahrungssuche, Graben und sozialen Rückzug vor. Wir fordern daher ein entsprechendes Verbot.
Um Landwirtinnen und Landwirte beim Ausstieg und Umbau zu unterstützen, schlagen wir die Einführung einer Abgabe auf tierische Produkte vor, deren Erlöse diesen zur Verfügung gestellt werden. Bedingung für die Förderung ist, dass die Landwirt*innen aus der Tierhaltung aussteigen oder dass sie ihren Tieren einen deutlich über das durchschnittliche Niveau in Deutschland hinausgehenden Standard zur Verfügung stellen.
Bei der Schweinhaltung oder der Haltung von Milchvieh könnte ich genauso weitermachen. Es sind eben nicht Hund und Katz- denen würde man so ein Leben nie zumuten. Warum? Was unterscheidet Haustier vom Nutztier? Kleine Randbemerkung: Katzen können nicht vegetarisch, aber das scheint niemanden zu stören, nicht mal die sog. Tierschützer.
Wenn dann ein Nutztier am Ende seines Nutzens bzw. beim gewünschten Gewicht angekommen ist wirds zum Teil erst richtig übel. Und das alles, damit unser Fleisch auch ja schön billig ist.
Ich selber bin bekennender Fleischesser. Und weil zum Fleischessen auch das Töten von Tieren gehört halte ich meine Hühner artgerecht und schlachte selber-kein Transport, ein schneller, schmerzloser Übergang in Würde und weitestgehende Nutzung des gesamten Tieres. Noch eine Bemerkung vorweg: Ein Fuchs, Marder oder ähnliches macht nicht so kurzen Prozess, das dauert und ist viel stressiger fürs erbeutete Tier. Ich hab auch schon 50 EURO für die Behandlung eines Huhns (Wert ca. 15 EURO weil Rasse-Legehenne) beim Tierarzt ausgegeben-weil mir mein Tier das wert war. Mit ein bißchen mehr Aufwand-der selbstverständlich kostet wäre eine gute Haltung für alle unsere Nutztiere möglich. Und wenn man sieht, welche Unsummen für Hund und Katze ausgegeben werden: warum nicht auch für hochwertiges Fleisch das von artgerecht gehaltenen und geschlachteten Tieren stammt? Weniger Tiere, also Abkehr von der Massentierhaltung wäre auch besser fürs Klima. Kühe in Almwiesenhaltung tragen in höchstem Maß zur Pflege der Almwiesen bei, die deutlich mehr CO2 speichern als die selbe Fläche Wald. Das geht auch im Flachland und nennt sich Weidehaltung. Die alten Hühner-, Rind- und Schweinerassen sind durchaus wetterfest und halten selbst den Winter draussen aus. Die Milch/Eier/Fleisch ist gesünder, die Tiere artgerecht gehalten und allen gehts besser. Wäre ganz einfach. Dann gibts halt nur noch einmal im Monat Fleisch.Richtig gutes und das wird dann auch wertgeschätzt. Schadet uns allen nicht. Anbindehaltung / Käfighaltung wäre dann auch nicht mehr notwendig. Angekommen ist das aber bisher noch lange nicht bei jedem-vielleicht weil der Bezug zum Tier fehlt? Wer hat den heute noch Kontakt zu Schweinen? Oder zu Hühnern? Vielleicht sollte man hier schon ansetzen, dann wäre das Leben des Broilers vielleicht wieder was wert. Dann käme man gar nicht auf die Idee den mit 4999 anderen einzupferchen oder die Sau in die Ferkelbox zu zwingen. Denn wer schon einmal erlebt hat, wie sich eine Muttersau um ihre Ferkel kümmert wenn man sie lässt oder eine Glucke selbstlos die Küken aufzieht, denkt da nicht mal mehr im Traum dran.