Text der Petition
Mit der Petition wird eine faire Beitragsberechnung für die studentische Krankenversicherung gefordert.
Begründung
Petition: Gerechte Beitragsberechnung für die studentische Krankenversicherung
Die Beiträge zur studentischen Krankenversicherung sind in den vergangenen Monaten deutlich angestiegen. Grund dafür ist die Anpassung der Berechnungsgrundlage an den erhöhten BAföG-Satz. Diese Entwicklung hat jedoch weitreichende, oft übersehene Konsequenzen, insbesondere für Studierende, die keine BAföG-Leistungen beziehen.
Unfaire Belastung durch pauschale Berechnung
Die studentische Krankenversicherung basiert auf der Annahme, dass alle Studierenden gleichermaßen von der Anhebung des BAföG profitieren. Doch diese Annahme ist falsch. Viele Studierende sind entweder nicht BAföG-berechtigt oder beziehen bewusst keine Leistungen. Dennoch werden sie durch die erhöhte Berechnungsgrundlage belastet. Dies stellt eine pauschale und unfaire Lösung dar, die die heterogenen finanziellen Lebensrealitäten von Studierenden nicht ausreichend berücksichtigt.
Steigende Kosten verschärfen soziale Ungleichheiten
Die Anpassung der Beiträge kommt zu einer Zeit, in der Studierende ohnehin durch steigende Lebenshaltungskosten, höhere Mieten und Inflation finanziell belastet sind. Für jene, die sich ihr Studium durch Nebenjobs, Unterstützung der Familie oder Stipendien finanzieren, bedeutet die Erhöhung eine zusätzliche Last, die nicht durch höhere Einnahmen kompensiert wird. Besonders betroffen sind Studierende aus einkommensschwachen Haushalten, die weder BAföG noch andere staatliche Hilfen in Anspruch nehmen können.
Fehleinschätzung in der Beitragsgestaltung
Die Kopplung der Beiträge an den BAföG-Satz berücksichtigt nicht, dass dieser lediglich einer Teilgruppe der Studierenden zugutekommt. Diese pauschale Herangehensweise führt zu einer Fehlkalkulation, die viele Studierende unverhältnismäßig belastet. Die aktuellen Regelungen schaffen keine Entlastung, sondern verstärken die soziale Ungleichheit und den finanziellen Druck auf Studierende, die ohnehin nicht von staatlichen Förderungen profitieren.
Unsere Forderung:
Wir fordern eine Neuregelung der Beitragsberechnung für die studentische Krankenversicherung, die folgende Aspekte berücksichtigt:
Transparente und differenzierte Berechnungsgrundlage: Die Beiträge sollten sich nicht pauschal an den BAföG-Satz anpassen, sondern die tatsächlichen Einkommensverhältnisse von Studierenden berücksichtigen.
Soziale Gerechtigkeit: Studierende ohne BAföG-Bezug dürfen nicht mit den gleichen Beitragserhöhungen belastet werden wie diejenigen, die von der Anhebung des BAföG-Satzes profitieren.
Finanzielle Entlastung: Eine faire Beitragsgestaltung muss sicherstellen, dass Studierende nicht durch ungerechtfertigte Beitragserhöhungen zusätzlich belastet werden.
Die Bildungspolitik sollte Studierende unterstützen und nicht durch undifferenzierte Maßnahmen finanziell belasten. Eine gerechte Regelung stärkt die Chancengleichheit und entlastet diejenigen, die ohnehin keine staatliche Unterstützung erhalten.