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Diskussion zur Petition 175673

Vergütung für medizinische Leistungen

Stärkung der hausärztlichen Versorgung/Vollständige Vergütung aller hausärztlichen Leistungen vom 06.12.2024

Diskussionszweig: Etwas sehr schwammig

Heinz 548 | 07.01.2025 - 13:30

Etwas sehr schwammig

Anzahl der Antworten: 5

Otext: „(…) dafür muss die Hausarztzentrierte Versorgung als freiwilliges Primärarztsystem gestärkt und weiterentwickelt werden.

Frage: Durch was genau, wie? Durch wen? Welche Maßnahmen sind hierfür erforderlich?


Otext: „Die stabile wohnortnahe hausärztliche Versorgung auch in Zukunft, dafür müssen alle hausärztlichen Leistungen vollständig vergütet werden.

AW: Es ist unverständlich, dass die wirkmächtigen Spitzenverbände wie Hartmannbund, Marburger Bund, NAV-Virchow-Bund, Spitzenverband Fachärzte Deutschlands, Deutschen Hausärzteverband, Freie Ärzteschaft u. a. nicht in der Lage sind in konzertierter Aktion mit den KV´en eine „wohnortnahe hausärztliche Versorgung“ zu organisieren, resp. herzustellen.

Ebenso ist unverständlich angesichts 304 Milliarden Euro (Krankenversicherung- Gesamtvolumen) keine „vollständige Vergütung“ erfolgt. Wo sind denn die Arbeitnehmervertretungen als Tarifparteien welche sich ausdrücklich die Umsorgung Ihrer zahlenden Mitglieder auf die Fahne geschrieben haben?

Oder kann es sein, dass gerade im Gesundheitswesen /Ärzteschaft sich ein extrem aufgeblasener Verwaltungsapparat still und heimlich etabliert hat?

Braucht Deutschland 94 GKV´en? Wer braucht 17 kassenärztliche Vereinigungen, dazu noch eine Kassenärztliche Vereinigung auf Bundesebene? Wer braucht 16 zahnkassenärztliche Vereinigungen? Wer braucht 1.600(!) Reha- Einrichtungen? Braucht Deutschland wirklich 6.572 ergotherapeutische Praxen? Braucht es wirklich ein „Bündnis Gesundheit“ bei dem sich alleine hier 40(!) Verbände und Organisationen des Gesundheitswesens angeschlossen haben?

Was genau haben denn die bisherigen neun stattgefundenen Gesundheitsreformen, inkl. Hausarztverträge gebracht, wenn Patient, Arzt, med. Angestellte, Pharmaindustrie, Apotheken, Krankenhäuser, Rehakliniken immer noch jammern?

Oder liegt die Misere eher daran, dass heute jeder mit einer „Schnittverletzung Daumen links“ den Notarzt + Rettungsdienst bemüht, weil er sich dem Tode nahe fühlt und auf sofortiger Einweisung auf die Intensivstation, neudeutsch ICU = intensive care unit besteht?

Oder auch daran, dass wenn der Chef nicht morgens persönlich und höflich grüßt sich ein „burn out“ eingebrannt hat, welches dringend mit 60 – 120 Sitzungen psychotherapeutisch zu begegnen ist?

Vielleicht wäre es angebracht, nicht andauernd der Wirkung nachzusteuern, sondern die Ursache des Übels zu ermitteln und hier nachzusteuern.
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Das Anthropische Prinzip | 10.01.2025 - 00:08

Wie betreut denn diese eine Person 150 AN? Oder generell bei allen Krankenkassen? Was machen die? Eine Kontrollfunktion, falls Auffälligkeiten auftreten? Was verwalten die denn da? Teilt man 80mio Bundesbürger durch 150, kommt rund eine halbe Million Verwaltungsmenschen mit Kontrollfunktion heraus. Mein Handy könnte das alleine übernehmen. Also ich bin zumindest sicher, die machen da keine Ferndiagnose vom Patienten. Oder doch? Genau das soll die ePA doch auch verbessern. Anonym.

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Signalman | 09.01.2025 - 09:37

@Heinz

Offensichtlich aber auf einen anderen Planeten.....

Betriebskrankenkassen haben keinen "Wasserkopf", ganz im Gegenteil, da werden 600 AN von 4 Leuten betreut. Zum Beispiel.

Und die AOK sind nun mal schon immer lokal organisiert, was ja auch Sinn macht, die ganze Kunden sind dort.

Auch gibt es keine EINE DRV, die alten Schön weiter da.
Zum Beispiel hier in Herne die Knappschaft und in Bochum der Neubau der Knappschaft Bahn-See.
KSK Ist auch noch genau so da wie die BfA.

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Heinz 548 | 08.01.2025 - 21:57

@ Signalman

Ich werfe nichts durcheinander, sondern schildere Realitäten.

19 kassenärztliche Vereinigungen + 16 zahnkassenärztliche Vereinigungen, warum genau? Das sind 35 teure Wasserköpfe mit den gleichen Aufgaben, mit den gleichen Organisationsstrukturen mit den gleichen Kostenstellen. Kann das was 35 Organisationen machen nicht eine einzige erledigen? Warum gibt es elf rechtlich selbständige Allgemeine Ortskrankenkassen? Kann das nicht eine AOK machen, schließlich gibt es auch nur eine bundesweit tätige Deutsche Rentenversicherung Bund (alt: BFA von 16(!) deutschen Rentenversicherungsträgern)

GKV: Nein habe ich nicht vergessen, dass darunter auch „zahlreiche Firmenkrankenkassen“ zu zählen sind. Auch diese „Firmenkrankenkassen“ haben teure verzichtbare Wasserköpfe die aus Mitteln der Krankenversicherung gezahlt werden. Das „teure“ fällt da nicht weiter auf, da das „teure“ hier steuerrechtlich abgesetzt werden kann.

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Das Anthropische Prinzip | 08.01.2025 - 19:02

Heinz 548 spricht für meiner Annahme des Systemfehlers. Zu derer ich auch ohne die eindrucksvolle Auflistung komme. Der häufig auftretende Punkt mit den kleinen Wehewechen zur Überlastung dieses System, ist ein Sympton für sich, durch diesen Systemfehler, in der Tat möchte ich dazu sagen, und deswegen auch nicht weg zu bekommen, daher wiederum irrelevant. Man könnte auch sagen, so lange es nur Geld ist, das hoffentlich im Kreislauf bleibt um Arm und Reich weiter zu trennen, kann sich dieses Spielchen ja geleistet werden, doch der Punkt wird überschritten, wenn es ans Eingemachte geht. Wenn durch das System die Heilleistung, also Qualität, leidet. Dann tritt wiederum auch das besagte Symptom hervor!

Das Eingemachte ist die Würde des Menschen. Statt irgendwas zu heilen, verletzt dieses System die Würde. Bestenfalls steht es dabei sich selbst im Weg.

Der Hausarzt könnte das am ehesten noch bemerken, der will Heilen, das hat der sich zur Lebensaufgabe gemacht, kann aber nicht. Vielleicht weiß der selber nicht warum.

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Signalman | 07.01.2025 - 22:52

@heinz

Sie werfen aber da sehr viel durcheinander.
19 Kasssenazrtzliche Vereinigungen sind doch für jedes Bundesland eine.

Bei den GKV vergessen Sie wohl das sich dahinter zahlreiche Firmenkrankenkasse verbergen, die erst durch diese Unsinnsreform schlecht dastehen.

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