Text der Petition
Mit der Petition soll erreicht werden, dass Bonitätsprüfungen transparenter und fairer werden. Derzeit speichern viele private Auskunfteien unabhängig voneinander Daten, oft falsch oder veraltet. Dies führt zu Nachteilen bei Krediten und Mietverträgen. Nur eine zentrale Stelle soll Bonitätsdaten verwalten, mit klaren Löschfristen, Transparenz und Verbraucherschutz.
Begründung
Begründung der Petition
1. Problemstellung: Unkontrollierte Bonitätsspeicherung in Deutschland
In Deutschland gibt es zahlreiche private Bonitätsauskunfteien, die unabhängig voneinander Daten über Verbraucher speichern, bewerten und weitergeben. Während eine zuverlässige Bonitätsprüfung sinnvoll ist, um Zahlungsausfälle zu vermeiden, führt die derzeitige Situation zu erheblichen Problemen für Verbraucherinnen und Verbraucher.
1.1. Fehlende zentrale Kontrolle
Derzeit existiert kein einheitliches System, das sicherstellt, dass gespeicherte Bonitätsdaten korrekt, aktuell und gerecht bewertet werden. Jede dieser privaten Auskunfteien speichert ihre eigenen Daten und nutzt individuelle Algorithmen zur Bonitätseinstufung. Dadurch entstehen für Betroffene erschwerte Bedingungen, um ihre eigene Bonitätsbewertung zu verstehen oder Fehler korrigieren zu lassen.
1.2. Veraltete oder falsche Daten schaden Verbrauchern
Viele Bürgerinnen und Bürger berichten davon, dass veraltete oder fehlerhafte Einträge nicht gelöscht werden. Ein Beispiel hierfür sind Unternehmen, die nicht mehr existieren, aber weiterhin in den Bonitätsakten geführt werden. Auch falsche Adressen oder Verträge können dazu führen, dass eine Person als nicht kreditwürdig eingestuft wird, obwohl sie nie eine Zahlung versäumt hat.
1.3. Mangelnde Transparenz
Verbraucher haben oft keine Möglichkeit zu erfahren, welche Auskunftei welche Daten über sie speichert. Selbst wenn eine Korrektur bei einer Stelle durchgeführt wird, bleibt die fehlerhafte Information oft bei einer anderen bestehen. Dieses undurchsichtige System führt dazu, dass sich Betroffene in einer Schleife aus Anfragen, Berichtigungen und Verzögerungen befinden, die schwer aufzulösen ist.
1.4. Unfaire wirtschaftliche Nachteile für Verbraucher
Eine negative Bonitätsbewertung kann schwerwiegende Folgen haben, insbesondere in den Bereichen Wohnungssuche, Kreditanträge, Handyverträge und Finanzierungsanfragen. Besonders problematisch ist dies, wenn negative Einträge falsch oder veraltet sind, aber dennoch wirtschaftliche Konsequenzen haben.
1.5. Missbrauch und Handel mit sensiblen Daten
Ein weiteres Problem ist der Handel mit Bonitätsdaten. Viele dieser privaten Auskunfteien verkaufen oder tauschen Daten untereinander – ohne Zustimmung der betroffenen Person. Dadurch kann es passieren, dass selbst gelöschte oder korrigierte Informationen weitergegeben und erneut gespeichert werden, was für Verbraucher eine endlose Spirale bedeutet.
2. Forderungen der Petition: Für eine gerechte Bonitätsbewertung
2.1. Eine einzige zentrale Stelle für Bonitätsbewertungen
Nur eine staatlich regulierte und kontrollierte Auskunftei soll für die Speicherung und Verwaltung von Bonitätsdaten zuständig sein. Alle anderen privaten Auskunfteien müssen abgeschafft oder strikt reguliert werden.
Auskunftsdateien sammeln oft ohne je geprüft zu haben, ob diese Daten auch noch Aktuell sind.
Sie sind daran interessiert, das jemand für Geld auf die Daten zugreifen möchte.
Die Kreditwürdigkeit für die Kunden (Schuldner) wird somit künstlicht eingeschränkt, was sich negativ auf den Konsum auswirkt, weil sie dem "Anfragenden" keine genauer Situation des Kunden aufzeigt.
Wenn die Inkassofirmen mehr an die Kette gelegt werden, werden wir sehen, dass sich das Leben auch für die Glubiger einfacher gestaltet. Nur wer als Firma sich auf diese Firmen verläßt, wird sein Geschäft auf Dauer nicht halten können.
Der Grund liegt aber in den Unternehmen selbst, da sie nicht die Fähigkeit besitzen. klare Zahlungsziele mit dem Kunden zu treffen und erwarten dass das die Inkassofirmen dann für sie erledigen.
Wenn dieser Wildwuchs beseitigt würde, hätten Firmen, die sich mit der Geldeintreibung ihr Geschäftsmodell begründen, einfach keine Chance und der Gläubiger käme besser an sein Geld.
Ein TIPP:
Ein Mahnbescheid ist die günstigste Art für ein Unternehmen seine Forderung zu verfolgen.
Bei Einschaltung von Inkasso`s, verdient erst einmal dieser, bläht die Kosten nur auf, bevor der Gläubiger nur einen Cent sieht, wenn er überhaupt einen sieht.