Text der Petition
Mit der Petition wird eine Änderung des Jugendarbeitsschutzgesetzes (JArbSchG) gefordert, die es 17-jährigen Schülerinnen und Schülern ermöglicht, bis zu 150 Tage im Jahr zu arbeiten, ohne auf die Ferienzeit beschränkt zu sein.
Begründung
Der derzeitige Rahmen des Jugendarbeitsschutzgesetzes sieht vor, dass 17-jährige Schülerinnen und Schüler nur in den Ferien bis zu vier Wochen im Jahr arbeiten dürfen. Dieses Limit schränkt die Möglichkeiten junger Menschen erheblich ein, ihre finanziellen Bedürfnisse zu decken und praktische Berufserfahrungen zu sammeln. Dabei stehen 17-Jährige oft am Übergang zum Erwachsenenalter und haben bereits einen hohen Grad an Eigenverantwortung und Selbstständigkeit entwickelt. In einer Zeit, in der sich der Arbeitsmarkt zunehmend flexibilisiert und junge Menschen immer mehr auf eigene finanzielle Mittel angewiesen sind, ist es nicht mehr nachvollziehbar, warum 17-Jährige weiterhin auf Ferienjobs beschränkt bleiben sollten. Viele Jugendliche möchten sich neben der Schule ein zusätzliches Einkommen erwirtschaften, um ihre Ausbildung oder das Studium zu finanzieren. Darüber hinaus ist es für sie von entscheidender Bedeutung, praktische Erfahrungen zu sammeln, die sie später im Beruf weiterbringen können. Die aktuelle Regelung benachteiligt diejenigen, die durch eine regelmäßige Beschäftigung ihre beruflichen Chancen verbessern oder ihre Unabhängigkeit fördern wollen. In einem zunehmend globalisierten und dynamischen Arbeitsumfeld sind junge Arbeitskräfte gefordert, ihre Fähigkeiten flexibel und in unterschiedlichen Kontexten weiterzuentwickeln. Eine Erweiterung der Arbeitszeiten auf bis zu 150 Tage pro Jahr würde diese Entwicklung unterstützen und den Jugendlichen ermöglichen, ihre Arbeitszeiten an ihre schulischen und persönlichen Bedürfnisse anzupassen. Die flexiblere Handhabung der Arbeitszeitregelungen würde nicht nur den Jugendlichen zugutekommen, sondern auch den Unternehmen, die motivierte und gut ausgebildete junge Arbeitskräfte benötigen. Diese könnten durch das zusätzliche Arbeitsangebot ihre Personalressourcen erweitern und von der frischen Perspektive der Jugendlichen profitieren. Letztlich ist die Änderung des Gesetzes ein Schritt, um 17-Jährigen mehr Verantwortung zu übertragen und sie besser auf das Berufsleben vorzubereiten. In vielen Fällen sind 17-Jährige in der Lage, die Verantwortung und Reife eines Erwachsenen zu übernehmen, auch wenn sie rechtlich noch als Jugendliche gelten. Das Gesetz sollte diese Reife anerkennen und den jungen Menschen die Möglichkeit geben, auch außerhalb der Ferienzeiten wertvolle Erfahrungen zu sammeln und ihre beruflichen und finanziellen Ziele zu verfolgen.
Das Gesetz ist ein SCHUTZ und eine Errungenschaft unserer sozialen Welt. Es soll Kinder und Minderjährige vor Ausbeutung schützen, auch vor ihren eigenen Eltern, wie die Petition ja irgendwie anschaulich darlegt.
Denn
für die "finanziellen Bedürfnisse" der "jungen [minderjährigen] Menschen" sind ihre Eltern zuständig. Dafür müssen und sollen sie nicht arbeiten.
was für ein Unfug, mit Verlaub.
Welche Berufserfahrung sammelt man denn bitte im Hilfsjob? und warum sollte das der Jugendliche tun? Immerhin geht es ja noch zur Schule und soll dort seine praktischen Erfahrungen machen. Denn würde er dort nicht sein, wäre sein Posten die Ausbildung und dort wird er auch öfter als in den Ferien arbeiten- müssen.
jetzt mal ehrlich, niemand benötigt Nachhilfeunterricht in Entwicklungspsychologie, zumal dieses sich in Sprüchen, extremen Halbwissen und "wie argumentiere ich in einer komplett undurchdachten Petition" erschöpft.
wenn Minderjährige , um die es hier geht, "immer mehr" auf eigene finanzielle Mittel für ihr Leben angewiesen sind, dann sollten sich die Eltern an die Nase fassen und schauen, wie sie ihre Arbeitszeit erhöhen. Geht das gar nicht, erhält die Familie Unterstützung und auch hier muss der Minderjährige nichts "für sein Leben" erwirtschaften.
Man könnte meinen, da spricht ein Unterhaltspflichtiger, der sich seiner Pflicht entziehen und sein Kind statt dessen für Arbeit animieren möchte mit der zynischen Schutzbehauptung auf "zunehmende Selbstständigkeit" und "ich tue Dir einen Gefallen, Du sammelst Erfahrung fürs Leben"
für wen ist es "nicht mehr" nachvollziehbar? Und um welchen 17jährigen geht es? und wie stellen Sie dann sicher, dass der Teil der verantwortungslosen Eltern, den es gibt, das nicht ausnutzen und den Heranwachsenden für seinen eigenen Lebensunterhalt arbeiten lassen?
Gerade, weil wir von Minderjährigen reden? Und wieso 17 und nicht schon 16 oder 15? Da wird man doch auch schon "zunehmend selbstständig"?
Da haben wir es. Für die Ausbildung oder Studium, statt der Eltern, die es finanziell leisten könnten. Denn wenn sie es nicht können, kann der Betreffende Bafög bekommen, auch Schülerbafög ist möglich, Hilfen zur Berufsausbildung (BAB) oder Bafög im Studium. Da wird er/sie dann 18 und volljährig sein und sich nebenbei dazu verdienen dürfen.
Und dass "viele" Jugendliche scharf drauf sind, für ihren Lebensunterhalt zu arbeiten, darf man bezweifeln und ins Reich der "wo krieg ich ein Argument her" verorten.
also mal ehrlich, das ist an Lächerlichkeit kaum zu überbieten. In welchem Beruf bringt es einen weiter, wenn man Zeitungen austrägt, im Café bedient oder sonst einen ungelernten Aushilfsjob macht?