Text der Petition
Mit der Petition wird gefordert, dass die Übergangsfrist für das Verbot von Mikroplastik in Wasch-, Pflege- und Reinigungsmitteln wo möglich verkürzt wird. Mikroplastik gelangt über Abwässer und Wind in unsere Gewässer und Meere, wo es die Ökosysteme schädigt und in die Nahrungsketten gelangt, mit irreversiblen Auswirkungen auf die Umwelt. Laut der aktuellen EU-Regulierung soll dieses Verbot ab 2028 gelten, was im Hinblick auf den Umweltschutz jedoch nicht ausreichend schnell ist.
Begründung
Das kommende Verbot von Mikroplastik durch die EU betrifft eine Vielzahl von Anwendungsfeldern, die ganz unterschiedliche Anpassungen erfordern. Daher ist es notwendig, die unterschiedlichen Bedingungen in den verschiedenen Bereichen stärker zu berücksichtigen. In Haushaltsprodukten wie Wasch- und Reinigungsmitteln können mikroplastikfreie Alternativen nicht nur schneller entwickelt werden als in anderen Bereichen, sondern es gibt sie bereits und sie sind integraler Bestandteil des Marktes.
In anderen Bereichen hingegen wie Sportstätten, in denen Mikroplastik in Kunstrasen oder Sportbelägen verwendet wird, erfordert die Umstellung hingegen einen deutlich längeren Übergangszeitraum und logistische Lösungen, vor allem um Methoden zu finden, das bereits vorhandene Material zu recyceln. Die Umstellung erfordert dort umfangreiche Infrastrukturmaßnahmen, höhere Kosten und mehr Zeit für die Forschung und Entwicklung geeigneter Alternativen. Bei Wasch- und Reinigungsmitteln besteht diese Notwendigkeit dagegen nicht, denn Mikroplastik ist im Wesentlichen recycelbar, sondern es gelangt direkt in die Gewässer. Es wird aus ästhetischen Gründen eingesetzt, um den Absatz zu steigern, die Marken optisch aufzuwerten oder aus haptischen Gründen, die für die Reinigungsleistung oder die pragmatische Funktion der Produkte irrelevant sind. Wertvolle Ressourcen in der Forschung werden derzeit darauf gerichtet, den genauen Mehrwert von Mikroplastik zu ermitteln. Eine Umstellung würde die Konzentration auf die Erforschung von nachhaltigeren Alternativen lenken. Wir fordern deshalb eine schnellere Umsetzung des Verbots von Mikroplastik in Bereichen, in denen es möglich ist, um in Deutschland und auf EU-Ebene, um die Umweltbelastung so schnell wie möglich zu reduzieren, und es ist nicht zu erwarten, dass die Nachfrage von Produkten des täglichen Bedarfs dadurch sinkt.
Die chemische Industrie, zu der diese Produkte gehören, ist ein wichtiger Teil der deutschen Wirtschaft und könnte dadurch veranlasst werden, ihre Forschung schon jetzt auf nachhaltigere Produkte zu konzentrieren. Dies würde nicht zuletzt die Position Deutschlands als Exportnation für chemische Produkte und umwelttechnologische Innovationen stärken.