Herzlich Willkommen auf den Internetseiten des Petitionsausschusses des deutschen Bundestages. Jedermann hat die Möglichkeit, Bitten oder Beschwerden an den Deutschen Bundestag zu richten.

Um direkt zu entsprechenden Bereichen zu springen verwenden Sie die Sprungmarken wie folgt:

Auf dem Bild sehen Sie ...

Diskussion zur Petition 179941

Abstammungsrecht

Erweiterung der Rechtsgrundlage für die Feststellung rechtlicher Vaterschaft um Regelungen für biologische Väter vom 03.04.2025

Diskussionszweig: Meiner Meinung nach ist die Sache komplexer als manche annehmen

Kulturimpuls | 10.07.2025 - 17:45 (Zuletzt geändert am 12.07.2025 - 17:05 von Kulturimpuls )

Meiner Meinung nach ist die Sache komplexer als manche annehmen

Anzahl der Antworten: 2

Das ist ein komplexes Thema für das es wohl keine Musterlösung gibt. Meine Meinung dazu ist:
Wenn eine Frau den Mann als unwissenden Samenspender benutzt weil sie unbedingt schwanger werden will und dem Mann nichts davon sagt dann kann sie hinterher an den biologischen Vater auch keine Forderungen stellen. Unwissend ist der Mann wenn er davon ausgehen kann das es nur um Sex geht (also Sex nur zum Spaß und nicht zur Fortpflanzung), wenn also ein Kinderwunsch seitens der Frau nicht angesprochen wurde und der Mann verhütet oder die Frau behauptet zu verhüten.
Dabei spielt es keine Rolle ob die Frau den Mann bezüglich Verhütung belogen hat oder ob die Verhütung die der Mann vorgenommen hat (Kondom) von der Frau manipuliert wurde.
Soweit ich weiß ist es aktuell dem Gesetzgeber egal wie die Schwangerschaft zustande gekommen ist, das sollte es aber nicht.
Familienplanung geht nur zu zweit und einvernehmlich. Wenn eine Frau schwanger werden will muss sie dies dem Mann vorher mitteilen. Sich eine Schwangerschaft zu erschleichen (mit welchen Tricks auch immer) sollte nicht erlaubt sein.
Die Frau kann auch legal eine künstliche Befruchtung in betracht ziehen. Die Männer die dafür Ihren Samen spenden tun dies wissentlich und freiwillig.

Es gibt bei dem Thema noch zahlreiche andere Konstellationen (wer was wollte oder wusste oder gemacht hat oder nicht gemacht hat) aber hier geht es nur darum das ein Mann nicht gegen sein Wissen und Willen als Samenspender ausgenutzt werden darf. Den das plötzlich ein Kind in das Leben des unwissenden biologischen Vaters tritt ist eine enorme Veränderung im Leben, das darf die Mutter nicht einfach absichtlich so machen. Und natürlich muss auch die Situation des Kindes betrachtet werden.

Bleibt nur noch die Frage wie das am Ende vor Gericht alles zu beweisen ist und welche juristischen Folgen das hat. Denkbar wäre das der Mann dadurch keinerlei Verpflichtungen auferlegt bekommt und die Mutter dem Kind die Wahrheit erklären muss wenn das Kind alt genug dafür ist und sofern das Kind das wissen möchte. Die Gesetze sollten so ausgestaltet sein das sie ein differenziertes Bild der Situation abbilden können. Daher habe ich die Petition mitgezeichnet.
2 Personen finden diesen Beitrag hilfreich