Text der Petition
Mit der Petition wird die Erstellung eines Berufes Helfer-Umwelttechnologe/Umwelttechnologin für Kreislauf- und Abfallwirtschaft gefordert.
Begründung
Viele kennen noch den Beruf „Müllmann“, der seit August 2024 jetzt die Bezeichnung „Umwelttechnologe für Kreislauf- und Abfallwirtschaft“ hat. Ziel dieser dreijährigen Berufsausbildung ist es, Mitarbeiter bei den Entsorgungsfirmen heranzuziehen. Der derzeitige Markt der Firmen im Bereich des Abfallmanagements ist aber im Laufe der Zeit deutlich vielschichtiger geworden. Lösungen zur Bewältigung der Abfallproblematik in Gebietskörperschaften haben sich als eine drängende Aufgabe der Kommunen herausgestellt. Dass diese Problematik existiert, zeigt an sich schon daran, dass die derzeit zur Lösung anvisierten Konzepte nicht ausreichen. Das Konkurrenzverhalten der jeweiligen Marktbegleiter hilft kaum bei der Lösung der Probleme, obwohl marktwirtschaftliche Gesichtspunkte sicherlich wichtig sind. Dabei treten Betriebe aus der Wirtschaft gegen kommunale Betriebe an, die über eine Finanzierung der Gebühren verfügt.
Kommunale Betriebe haben dafür häufig den Auftrag, ein Tätigkeitsspektrum der möglichen Normalverteilung von Abfallproblemen in der Kommune abzudecken. Hier unterscheiden sie sich von Betrieben der freien Wirtschaft. Diese können sich Segmente der Normalverteilung herauspicken, um den optimalen wirtschaftlichen Erfolg zu erhalten. Im Verhalten zeigt der Markt derzeit durchaus eine Überschneidung der wirtschaftlichen Ausrichtung. Kommunale Betriebe schränken die Dienstleistungen ein, Öffnungszeiten werden reduziert, Batterien oder andere Problemstoffe werden aufgrund von Kostenreduzierungen nicht mehr angenommen, ohne dass die Gebühren für den Bürger reduziert werden.
Freie Betriebe hingegen erweitern derzeit ihre Dienstleistungssegmente in Zusammenarbeit mit den Wohnungsbaugesellschaften. So gab es vor einigen Jahren in Bremen einen Zusammenschluss von 4 der größten Wohnungsbauunternehmen in Bremen mit einem Dienstleister, um den Stadtteil- Ohlenhof in Gröpelingen in der Fläche zu reinigen. Das Projekt „Sauberer-Ohlenhof“ kann als Erfolgsmodell angesehen werden.
Die Loslösung von rein kommunalen Entsorgungslösungen kann somit einen Weg zur Optimierung der Entsorgungsproblematik und Wertstoffrettung sein.
Worüber hier sicher ein Konsens besteht, ist, dass für die Tätigkeit in der Straßenreinigung nicht das Gesamtspektrum der Berufsausbildung „Umwelttechnologen für Kreislauf- und Abfallwirtschaft“ benötigt wird. Wie auch in anderen Berufssparten, kann auf solche Optionen durch die Erstellung eines vereinfachten Berufsabschlusses „Helfer“ konstruktiv reagiert werden. Inhalte und Länge der Ausbildung, dann nur 2 Jahre, können hier den Berufsabschluss auch für Personen nach § 45 BBiG ermöglichen, die sonst seltener bei den Ausbildungsbetrieben oben auf der Wunschliste stehen.