Text der Petition
Mit der Petition soll erreicht werden, dass auf jeder Online-Plattform mit mehr als 50.000 Mitgliedern sich jeder Nutzer per Personalausweis verifizieren muss.
Begründung
Social Media ist Fluch und Segen zugleich. Nie zuvor konnten sich Menschen so schnell über die ganze Welt miteinander verbinden und Kontakt halten, Informationen und Ideen austauschen und gemeinsam Ereignisse zelebrieren.
Zugleich regt der vermeintlich rechtsfreie Raum im Internet zu hasserfüllten Kommentaren, Hetze, Bots und Trollen ein, die den Diskurs schädigen, mit Kommentaren Straftaten wie Beleidigungen begehen und durch den gezielten Einsatz letztlich die Stabilität der Gesellschaft und der Demokratie gefährden.
Ich frage mich: Würden alle Menschen "offline" so kommunizieren und kommentieren, wie sie es "online" tun?
Ohne den Schutz der Anonymität auf großen Plattformen (> 50.000 Mitglieder), das heißt mit Klarnamen und hinterlegter persönlicher Verifizierung, ist eine effiziente Strafverfolgung der Personen möglich. Jeder andere Nutzer sieht den Namen und die Strafverfolgungsbehörden können Straftaten wesentlich leichter aufklären.
Das Ziel dieser Petition ist es, den öffentlichen Raum zu einem sicheren Raum zu machen und uns alle vor Hass und Hetze, der Einflussnahme externer Akteure, Trollen, Bots und Gefährdern zu schützen.
Wenn ich von verbalem Fehlverhalten höre, dann fällt mir dabei auf, dass zur Motivlage der Täter häufig Verallgemeinerungen im Vordergrund stehen wie z.B. Radikalisierung in einer „Gesinnungsblase“.
Ich frage mich ernsthaft ob die Gesellschaft sich dabei nicht einer gefährlichen Vereinfachung bedient.
Verbale „Aussetzer“ sind zunächst mal nichts anderes, als nicht verarbeitete Frustration gepaart mit dem Unvermögen, seinen Frust auf einem gesellschaftlich akzeptiertem Weg „Luft“ zu verschaffen.
Je mehr sich die Täter von der Gesellschaft „gegängelt“ fühlen, desto mehr verbale „Entgleisungen“ werden wir erleben.
Die Fragestellung hat gewissermaßen eine Parallele zur Physik. Wenn der Gasdruck in einem Gefäß ansteigt, dann sucht sich das Gas kleine Öffnungen um auszutreten. Wenn man nun hergeht und diese kleinen Öffnungen verschließt, dann steigt der „Gasdruck“ weiter an. Das geht so weit bis das Material nachgibt und das Gefäß platzt.
Wenn sich also die Anzeichen häufen….. (Druck = Frustration) strömt durch kleine (Öffnungen=soziale Netzwerke) nach außen =(Verbale Aussetzer) und wir Versuchen nun diese „Öffnungen/ sozialen Netzwerke“ durch gesetzliche Regelungen zu schließen…… dann steigt der Druck (die Frustration der Täter) weiter an und wir bringen damit am Ende unsere Gesellschaft (Gefäß in dem sich alles abspielt) zum platzen.
Ein Ansatz sollte daher sein, herauszufinden was den Druck (Frust bei den Menschen) erzeugt.
Erst wenn es gelungen ist zu ergründen was die Menschen frustriert, dann haben wir die Chance diesen Druck (Frustration) zu verringern.
Es geht also nicht darum den Druck zu erhöhen, sondern das „Feuer unterm Kessel“ kleiner zu machen. Dann sinkt der Druck und wir brauchen nicht ständig neue Gesetze um die Austrittsöffnungen (in diesem Fall Internetforen) „abzudichten“.
Über allem steht also die Frage, wieviel Druck hält unsere Gesellschaft aus?
Und das Wissen darum, dass die schwächste Stelle in einem System der Punkt ist, an dem dieses System zerbricht.
Wenn wir also der Meinung sind, dass verbale Gewalt im Internet ein Massenphänomen ist, dann sollten wir daraus welche Schlüsse ziehen?
Wenn es im Kessel bereits kocht, dann hilft ganz sicher nicht, weiter anheizen und möglichst keinen Druck entweichen lassen.
Es sei denn wir möchten, dass es lauter knallt.
Wenn man wissen möchte woher die Frustration kommt, blickt man den Weg der Gesellschaft einfach mal zurück……
Die Wirtschaf schrumpft, die Verwaltung wächst, das Klima wird wärmer und die Kostenverteilung wird stetig „gerechter“. Anstatt etwas zu verbessern, diskutieren wir darüber wer Schuld hat.
Gibt’s da etwa Parallelen zur Geschichte??? Falls ja, wie ging das damals noch mal aus????
Was das mit dem Petitionsthema zu tun hat?
Ich möchte nicht, dass sich jemand aufregt.
Ich möchte, dass wir gemeinsam darüber nachdenken was Ursache und was Wirkung ist.
Die Hasskomentare etc. im Internet sind Symptome, wenn das verschwinden soll, müssen wir die Ursache beseitigen und nicht das Symptom behandeln.