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Petition 183197

Tierhaltung

Einführung einer verpflichtenden/sozial gestaffelten Krankenversicherung für Hunde vom 29.06.2025

Text der Petition

Mit der Petition wird die Einführung einer verpflichtenden, sozial gestaffelten Krankenversicherung für Hunde in Deutschland gefordert. Ziel ist es, medizinische Versorgung unabhängig vom Einkommen zu sichern, Tierleid zu verhindern und Halter:innen in schwierigen Lebenslagen zu entlasten.

Begründung

So können Hunde auch bei Krankheit oder niedrigem Einkommen verantwortungsvoll versorgt und behalten werden.
Die steigenden Tierarztkosten (GOT-Novelle 2022), teure oder gar nicht verfügbare private Tierkrankenversicherungen und das Fehlen eines sozialen Sicherungssystems für Tiere führen dazu, dass immer mehr Menschen ihre Tiere abgeben oder Behandlungen verweigern müssen – aus finanzieller Not.

Besonders betroffen sind:
– Menschen mit chronischen psychischen Erkrankungen, für die Hunde oft eine emotionale Stütze sind
– Rentner:innen, Alleinerziehende, Erwerbslose – also Gruppen, die ohnehin von sozialer Ausgrenzung bedroht sind
– Tiere, die durch Krankheit unversicherbar geworden sind und so in eine „medizinische Sackgasse“ geraten

Aktuell übernehmen Ehrenamtliche, Spendeninitiativen oder gar Tierärzt:innen selbst die Verantwortung für diese Lücke. Das ist auf Dauer nicht tragbar – weder ethisch noch wirtschaftlich.

Eine staatlich organisierte Pflichtversicherung für Hunde, ähnlich der Kfz-Versicherung, könnte:
– Kosten solidarisch verteilen
– Versicherungsmissbrauch begrenzen
– Frühbehandlung statt Not-OPs ermöglichen
– Tierbesitz auch für arme Menschen sicherstellen
– Tierarztpraxen vor unbezahlten Rechnungen schützen

In Ländern wie Schweden und Großbritannien gibt es bereits seit Jahren hohe Versicherungsquoten mit deutlich geringerer finanzieller Not. Eine gesetzlich verankerte Lösung wäre ein Zeichen von Mitmenschlichkeit – und von modernem Tierschutz.

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