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Petition 183857

Grundsatzfragen zu Visangelegenheiten

Leichtere und sicherere Ausreisemöglichkeiten für afghanische Frauen vom 11.07.2025

Text der Petition

Mit der Petition soll erreicht werden, dass afghanische Frauen, die das Land aufgrund der systematischen Unterdrückung durch die Taliban verlassen wollen, leichtere und sicherere Ausreisemöglichkeiten erhalten. Insbesondere sollen sie auch in den deutschen Botschaften in Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekistan Visa beantragen können – insbesondere dann, wenn ihnen bereits ein Studienplatz oder Ausbildungsplatz in Deutschland angeboten wurde oder sie sich erfolgreich darum bewerben.

Begründung

Seit der Machtübernahme der Taliban im Jahr 2021 hat sich die Lage von Frauen in Afghanistan drastisch verschlechtert. Grundrechte wie Bildung, Berufsausübung oder freie Bewegung wurden massiv eingeschränkt. Frauen dürfen vielerorts nicht arbeiten, nicht studieren und kaum am öffentlichen Leben teilnehmen. Die Ausreise stellt für viele von ihnen den einzigen Ausweg dar, um sich und ihre Familien zu schützen.

Derzeit ist die Visabeantragung zur Einreise nach Deutschland nur über die deutschen Botschaften in Pakistan oder Iran möglich. Beide Länder sind jedoch für afghanische Frauen unsicher: Diskriminierung, bürokratische Hürden und Gewalt sind dort dokumentierte Risiken.

Die Petition fordert daher, auch die deutschen Botschaften in Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekistan für Visaangelegenheiten afghanischer Frauen zu öffnen. Dies würde den Zugang zu sicheren Fluchtrouten verbessern und neue Perspektiven ermöglichen – insbesondere für Frauen, die bereits eine konkrete Perspektive in Deutschland haben, etwa durch einen bestätigten Studienplatz oder Ausbildungsplatz.

Zudem soll so ein erleichterter und beschleunigter Familiennachzug ermöglicht werden. Auch im Rahmen der Fachkräftegewinnung wäre dies sinnvoll: Afghanische Frauen dürfen im eigenen Land nicht arbeiten – in Deutschland hingegen werden qualifizierte Kräfte, etwa in der Pflege, dringend gesucht. Der Zugang zu Sprachkursen, Qualifizierungsmaßnahmen und Ausbildungsplätzen sollte für diese Personengruppe daher gezielt gefördert und vereinfacht werden.

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