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Diskussion zur Petition 184070

Arzneimittelwesen

Geplante Änderungen des medizinischen Cannabis-Gesetzes stoppen vom 17.07.2025

Diskussionszweig: Wissenschaftlich fundierte Begründung der Petition zur Cannabis-Regulierung

MyChrome | 28.10.2025 - 23:08 (Zuletzt geändert am 29.10.2025 - 22:42 von MyChrome )

Wissenschaftlich fundierte Begründung der Petition zur Cannabis-Regulierung

Anzahl der Antworten: 4

Diese Petition soll eine faktenbasierte Grundlage schaffen, um die medizinische und gesellschaftliche Nutzung von Cannabis objektiv und evidenzgestützt zu bewerten.
Bitte sammelt hier Pro-Argumente für medizinisches Cannabis, aber auch allgemeine Argumente für eine verantwortungsvolle Legalisierung – gestützt auf seriöse wissenschaftliche Quellen, Studien und offizielle Statistiken.
Unbelegte Aussagen oder bloße Meinungen schwächen die Glaubwürdigkeit und sind daher nicht zielführend.




Die Diskussion um Cannabis ist seit Jahrzehnten von wirtschaftlichen, politischen und ideologischen Interessen beeinflusst. Bereits in den 1970er-Jahren zeigte sich in den USA, wie Cannabis im Zuge des sogenannten War on Drugs systematisch stigmatisiert wurde – obwohl die wissenschaftliche Datenlage dies nicht rechtfertigte (vgl. Baum, 1996; Musto, 1999).
Diese historische Verzerrung wirkt bis heute nach – in Politik, Medien und Forschung.

Die pharmazeutische Industrie hat bei einer breiteren Zulassung von medizinischem Cannabis ökonomische Nachteile zu befürchten.
Ein pflanzliches Produkt kann in vielen Fällen den Bedarf an klassischen Medikamenten verringern – etwa bei

Schmerzmitteln,

Antidepressiva,

Schlaf- und Beruhigungsmitteln,

Appetitanregung (nicht "Appetitzüglern" korrektur)

sowie Arzneien gegen Angststörungen oder chronische Entzündungen.


Da natürliche Cannabisprodukte nicht patentiert werden können, sind sie ökonomisch uninteressanter für große Konzerne. Entsprechend ist anzunehmen, dass über Lobbyarbeit, Spenden und gezielte Kommunikationsstrategien versucht wird, kritische oder ablehnende Studien zu platzieren oder zu fördern – wie man es aus der Tabak-, Zucker- und Alkoholindustrie kennt (vgl. Brownell & Warner, 2009; Babor et al., 2010).

Der folgende Punkt stellt eine persönliche Vermutung dar.
Es ist denkbar, dass als politischer „Kompromiss“ eine Regelung geplant wird, bei der Cannabis nur in Apotheken erhältlich bleibt und ein Versand an Patientinnen und Patienten erst dann erlaubt ist, wenn die nächste spezialisierte Apotheke weiter als 10 km entfernt liegt.
Sollte eine solche Regelung umgesetzt werden, wäre sie bewusst restriktiv gestaltet – ein formaler Fortschritt, der in der Praxis denselben Ausschlussmechanismus wie das bestehende Verbot erzeugt.
Das würde bedeuten: Eine scheinbare Öffnung, die real kaum Erleichterung bringt.

Es besteht die reale Gefahr, dass die aktuelle Situation nur ein Zwischenschritt ist – hin zu einem erneuten, schleichenden Verbot.
Deshalb ist es entscheidend, jetzt belastbare Argumente und wissenschaftliche Belege zu sammeln, bevor erneut politische Entscheidungen unter dem Einfluss von Wirtschaftsinteressen getroffen werden.

Hierbei sollten insbesondere Daten, Statistiken und Studien aus Ländern herangezogen werden, in denen Cannabis bereits seit Jahren legal ist – etwa Kanada, die Niederlande, Portugal oder Teile der USA.
Nur so lässt sich belegen, wie sich Gesundheitsdaten, Kriminalitätsraten und wirtschaftliche Effekte tatsächlich entwickelt haben.

Ziel ist es, industriell beeinflusste oder manipulativ formulierte Studien zu entkräften – und der Öffentlichkeit echte, überprüfbare Fakten zugänglich zu machen.

Die Diskussion über Cannabis darf nicht länger von wirtschaftlichen Interessen dominiert werden.
Diese Sammlung soll ein Ort sein, an dem echte Fakten, internationale Erfahrungen und belastbare Studien zusammengetragen werden.

Lasst uns gemeinsam die Argumente, Belege und Zahlen zusammentragen, die wirklich zählen – damit Wissen stärker ist als Lobbyarbeit.
Wir schaffen das – mit Fakten, Mut und Zusammenhalt!
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