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Petition 186551

Fluggesellschaften

Mindestabstand von Sitzreihen in Passagierflugzeugen vom 12.09.2025

Text der Petition

Mit der Petition wird eine gesetzliche Regelung zum Mindestabstand von Sitzreihen in Passagierflugzeugen zur Gleichbehandlung aller Flugpassagiere in den jeweiligen Buchungsklassen gefordert.

Begründung

Die Fluggesellschaften haben in den vergangenen Jahrzehnten die Größe ihrer Sitze und die Abstände zwischen den Sitzreihen kontinuierlich verkleinert, um eine noch höhere Auslastung ihrer Kapazitäten zu erzielen. Dabei haben sie insbesondere die Abstände der Sitzreihen so verringert, dass für Fluggäste über den Durchschnittswert von 170 - 180 cm (Männer in Europa) der Platz unzureichend ist (Knie drücken gegen den Vordersitz). Die Fluggesellschaften nötigen somit Passagiere über 180 cm zum Kauf einer kostenpflichtigen Zusatzleistung (mehr Beinfreiheit), welche bis zu 20% des gezahlten Flugpreises betragen kann. Für diese Vermarktung nutzen sie auch die gesetzlich regulierten Flugreihen an den Notausgängen, die einen Mindestabstand vorweisen müssen.

Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) verfügt laut §2, Abs. 1, Punkt (8): „Benachteiligungen aus einem in §1 genannten Grund sind nach Maßgabe dieses Gesetzes unzulässig in Bezug auf: […] 8. den Zugang zu und die Versorgung mit Dienstleistungen, die der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen […].

Menschen mit Körperlänge > 180 cm erzeugen für Fluglinien keine Mehrkosten, sie benötigen keine Zusatzbetreuung oder haben Anspruch auf Zusatzleistungen. Sie buchen jedoch eine Transportleistung, welche einen Sitzplatz einschließen. In den Buchungsvorgängen der Fluggesellschaften ist weder ein Hinweis noch eine verpflichtende Kenntnisnahme auf unzulängliche Sitzgröße zu finden. So entsteht im Nachgang zur abgeschlossenen Buchung, häufig leider erst bei der Einnahme des reservierten Sitzplatzes, ein Zwang zum Zusatzkauf. Dieser ist nach Ansicht des Petitionseinreichers nach AGG unzulässig. Da dieses Problem besonders Männer benachteiligt, ist auch eine geschlechtliche Benachteiligung zu argumentieren.

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