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Petition 187674

Verbraucherschutz (Justiz)

Keine Benachteiligung bei überstandener Krebserkrankung nach fünfjähriger Rückfallfreiheit vom 30.09.2025

Text der Petition

Mit der Petition wird gefordert, dass Krebspatientinnen und -patienten nach fünfjähriger Rückfallfreiheit rechtlich als geheilt gelten. Versicherungen, Banken, Arbeitgeber und Behörden dürfen eine frühere Krebserkrankung dann nicht mehr nachteilig berücksichtigen. Für Betroffene, die ihre Erkrankung im Kindes- oder Jugendalter überstanden haben, soll ein besonders strenger Schutz gelten.

Begründung

Dank des medizinischen Fortschritts überleben heute viele Menschen ihre Krebserkrankung und gelten nach fünf Jahren ohne Rückfall medizinisch als geheilt. Dennoch erfahren Betroffene in Deutschland auch danach weiterhin Benachteiligungen: Versicherungen erheben Zuschläge oder verweigern Verträge, Banken erschweren Kredite, Arbeitgeber werten eine frühere Erkrankung als Nachteil.

Dies führt dazu, dass ehemals Erkrankte selbst nach vollständiger Genesung lebenslang diskriminiert werden. Besonders schwerwiegend ist dies für Kinder und Jugendliche, die ihre Erkrankung früh überwunden haben und trotzdem langfristige Nachteile in Bildung, Beruf und Lebensplanung erleiden.

Andere europäische Länder wie Frankreich, Luxemburg, Belgien und die Niederlande haben ein „Recht auf Vergessenwerden“ bereits eingeführt. Deutschland sollte diesem Vorbild folgen und sicherstellen, dass Menschen nach überstandener Krebserkrankung eine echte zweite Chance erhalten.

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