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Petition 188445

Medizinprodukte

Verbindliche technische und visuelle Mindeststandards für öffentlich zugängliche Defibrillatoren (AED-Geräte) vom 16.10.2025

Text der Petition

Mit der Petition wird gefordert, dass verbindliche technische und visuelle Mindeststandards für öffentlich zugängliche Defibrillatoren (AED-Geräte) festgelegt werden.

Diese Standards sollen gewährleisten,

1. dass alle Geräte eine einheitliche Bedienlogik und Symbolik besitzen,


2. dass Pads und Anschlüsse kompatibel und standardisiert sind,


3. dass eine einheitliche, leicht verständliche Schritt-für-Schritt-Anleitung existiert.

Begründung

Ein plötzlicher Herzstillstand kann jeden treffen – überall und jederzeit. In solchen Momenten entscheiden Sekunden über Leben und Tod.
Automatisierte externe Defibrillatoren (AED) sollen genau dann helfen – doch in der Realität sind sie oft so unterschiedlich, dass sie im Notfall eher Verwirrung als Sicherheit schaffen.

Die aktuelle Situation:
Es existieren zahllose Modelle mit unterschiedlichen Pads, Kabeln, Anschlüssen und Beschriftungen. Auch die Bebilderung und Platzierung der Elektroden ist je nach Hersteller verschieden.
Ein Ersthelfer, der im Rahmen eines Erste-Hilfe-Kurses an einem bestimmten Gerät geschult wurde, steht im Ernstfall häufig vor einem völlig anderen System – und verliert wertvolle Zeit, weil die Abläufe nicht vertraut sind.

Gerade in dieser Stresssituation darf kein Rätselraten über Stecker, Symbole oder Positionierungen entstehen.
Ein Gerät, das Leben retten soll, muss intuitiv bedienbar sein – für jeden, jederzeit, unabhängig von Marke oder Modell.

Zudem fehlen bei vielen Geräten einfache, aber wichtige Hilfsmittel wie hygienische Beatmungsmasken. Auch wenn die Herzdruckmassage heute im Vordergrund steht, kann ein solcher Aufsatz die Hemmschwelle senken, überhaupt Hilfe zu leisten.

Ein weiteres Problem zeigt sich beim Eintreffen des Rettungsdienstes:
Da Anschlüsse und Pads nicht standardisiert sind, müssen Notärzte häufig die bereits angebrachten Elektroden entfernen und eigene Systeme anlegen. Dieser unnötige Zeitverlust kann über Leben oder Tod entscheiden – und wäre durch eine einheitliche Norm leicht vermeidbar.

Ein Herzstillstand macht keine Unterschiede – und genau deshalb dürfen es die Geräte auch nicht tun.
Wir lehren Menschen, Leben zu retten – doch wir geben ihnen kein einheitliches Werkzeug dafür.

Wir brauchen verbindliche Standards:
Eindeutige Symbole, gleiche Anschlüsse, gleiche Bedienlogik – damit Hilfe einfach, sicher und ohne Zögern funktioniert.

Denn Leben zu retten darf keine Frage der Marke oder des Zufalls sein.

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